3. Duisburger Makerday im Stadtfenster

Stadtbibliothek und VHS laden mit zahlreichen Partnern am Samstag, dem 22. September 2018, von 11 bis 15 Uhr zum 3. Duisburger Makerday ins Stadtfenster ein. Dieses Mal kann man sich nicht nur Projekte an Ständen anschauen, sondern auch in Workshops selbst aktiv werden.

Die Maker-Bewegung wächst weltweit kontinuierlich. In Brasilien gehören kreative Maker-Werkstätten inzwischen zum Kanon der Schulfächer. Auch in Deutschland gibt es eine wachsende Szene von Bastlern und Tüftlerinnen, die mit großer Begeisterung insbesondere die Möglichkeiten, die ihnen die Digitalisierung eröffnet, bei der Umsetzung ihrer Projekte nutzen. Auch in Duisburg und Umgebung gibt es viele Maker und Makerinnen an Schulen, Hochschulen, in Initiativen und Projekten. Sie arbeiten mit 3D-Druckern, Lasercuttern, Mikrokontrollern, Robotern, Photovoltaikzellen und allem, was sich irgendwie für die eigenen Zwecke nutzen lässt.

Die Stadtbibliothek und die Volkshochschule der Stadt Duisburg bieten seit jeher Medien und Kurse zu Do-it-yourself-Themen an. Von daher lag es auf der Hand, dass gerade diese beiden Institutionen vor drei Jahren die Initiative für einen Aktionstag rund ums digitale Selbermachen in Duisburg übernahmen. „Wir haben das Rad natürlich nicht neu erfunden“, sagt Bibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian: „Solche Aktionstage belegen, dass Öffentliche Bibliotheken heute viel mehr sind als nur Medienausleihstationen: nämlich soziale Orte der Begegnung und des kreativen Gestaltens“. Schon beim ersten Makerday 2016 konnte eine beachtliche Zahl von außerordentlich qualifizierten Partnerinnen und Partnern gewonnen werden, die bis zur jetzigen dritten Auflage immer weiter gewachsen ist. „Wir verfügen über beste Kontakte zu Schulen, anderen Bildungsanbietern, Initiativen und Firmen, beispielsweise über unsere Kursleiter“, sagt der kommissarische VHS-Direktor Volker Heckner: „So war es ein Leichtes die ohnehin begeisterten Aktivisten für diesen Aktionstag zu gewinnen. Und an dieser Stelle ist allen ein ganz herzlicher Dank für ihr Engagement auszusprechen. Alle machen das on Top neben allen anderen Verpflichtungen.“

Zu den Beteiligten des 3. Duisburger Makerdays zählen die Hochschulen Rhein-Waal und Ruhr West, die Westfälische Hochschule aus Gelsenkirchen, die Heinrich-Heine-Gesamtschule und die Gesamtschule Walsum, die Sekundarschule Hamborn, der Firma Krankikom, das Startup-Unternehmen Yard, der Bundesverband Modell- und Formenbau, das Repair-Café aus Ruhrort, das Projekt Duisentrieb, das Fachgeschäft Roskothen, die Wirtschaftsbetriebe, der 3D-Künstler Paul Schulte sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines VHS-Makerspace-Kurses, der Anfang des Jahres gestartet ist. Sie zeigen an ihren Ständen im Erdgeschoss und der ersten Etage des Stadtfensters, was man heutzutage mit digitalen Tools alles herstellen kann. Wer zu bestimmten Themen mehr erfahren und insbesondere selbst aktiv werden möchte, kann sich zu einem der fünf kostenlosen Workshops anmelden. Das geht es um Grundlagen des 3D-Drucks, um das 3D-Scannen, das Schneidplotten, die Roboterprogrammierung und das Musizieren auf dem iPad.

Workshop-Flyer

Kundige Tüftler des Repaircafés aus Ruhrort versuchen vor Ort zusammen mit den Besitzern deren mitgebrachte defekte elektrische Kleingeräte, Feinmechanisches oder auch Kinderspielzeug zu reparieren. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg laden zum Morsbagging ein und präsentieren gemeinsam mit der Gesamtschule Walsum eine Wurmwanderkiste. Ziel des Makerdays ist es, viele Duisburgerinnen und Duisburger mit den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung in Kontakt zu bringen und zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Dr. Barbian: „Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist in aller Munde, das Thema darf nicht nur den Experten überlassen werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sollten sich damit auseinandersetzen.“ Und Volker Heckner pflichtet ihm bei: „Duisburg macht sich auf den Weg eine ‚Smart City‘ zu werden. Das Vorhaben kann nur gelingen, wenn die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mitgenommen werden.“ Und diese Aufgabe können die beiden größten kommunalen Bildungsanbieter sehr gut übernehmen.

Der Eintritt zu diesem Aktionstag ist frei. Auch die Workshops sind kostenfrei, es wird nur um eine verbindliche Anmeldung bei der VHS gebeten.

Zu den Workshops geht es hier:
a) Roboter & Coding Einführung in das Programmieren für Kinder zwischen 10 und 14 Jahren
b) 3D Scannen
c) Schneidplotten
d) Crashkurs 3D-Design
e) Musizieren mit dem iPad - GarageBand für Einsteiger zwischen 13 - 16 Jahren

Impressionen Makerday