Volkshochschule Duisburg mit neuem Standort „Fabrik“ für Kunsthandwerk und den Zweiten Bildungsweg

Nach zwei Jahren mit eingeschränktem Angebot dürfen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Volkshochschule Duisburg auf die gewohnt breite Kurspalette im Kreativbereich freuen. Ab sofort finden unter anderem die Goldschmiede-, Töpfer, Bildhauer-, Tischler-, Mal- und Druckgrafikkurse in der „Fabrik“ auf dem Nachbargrundstück zum Stadtfenster an der Steinschen Gasse 32a statt. 

Die Kreativräume der VHS waren auch nach dem Umzug vom früheren Hauptgebäude an der Königstraße zum Stadtfenster am alten Standort verblieben. 2017 wurde dort der Betrieb wegen der umfangreichen Sanierungsarbeiten und einer geplanten Umnutzung eingestellt. Die Suche nach einem Ersatzstandort gestaltete sich nicht einfach. Schließlich fand man in dem schönen Backsteinbau unweit des Stadtfensters eine sehr gute Lösung. „Ich freue mich, dass die Volkshochschule als das kommunale Weiterbildungszentrum jetzt wieder ihren gesetzlichen Bildungsauftrag in vollem Umfang erfüllen kann“, betonte Oberbürgermeister Sören Link bei der Präsentation der neuen Räume: „Dieses ehemals gewerblich genutzte Gebäude bildet den passenden Rahmen für die verschiedenen Werkstätten des VHS-Kreativbereichs.“ 

In der Fabrik werden aber nicht nur die Kreativkurse, sondern auch der Zweite Bildungsweg untergebracht. Die Werkstätten für die Kreativkurse sind im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss untergebracht. Die Schulabschluss-lehrgänge in der zweiten Etage. 

„Es macht Sinn, auch die aus meiner Sicht immens wichtigen Schulabschluss-lehrgänge hier unterzubringen“, so Bildungsdezernent Thomas Krützberg: „Diese waren bisher auf der dem Stadtfenster gegenüberliegenden Seite der Steinschen Gase auch eher unter provisorischen Bedingungen untergebracht. Dort konnte man nicht lüften wegen des Verkehrslärms. Die neue Lage im hiesigen Innenhof ist deutlich ruhiger. Die moderne Ausstattung mit interaktiven Boards und WLAN ermöglicht zeitgemäßen Unterricht. Das im Vergleich zum vorherigen Zustand großzügige Lehrerzimmer mit Küchenzeile bietet dem Lehrpersonal bessere Arbeitsbedingungen.“ 

Volker Heckner, der kommissarische Leiter der Volkshochschule begrüßt die Zusammenführung dieser beiden Bereiche an diesem Standort aus gleich mehreren Gründen: „Zum einen reduzieren wir die Zahl unserer Standorte im Innenstadtbereich von drei auf zwei. Durch die räumliche Nähe des neuen Standorts zum Hauptgebäude im Stadtfenster entstehen in mehrfacher Hinsicht Synergieeffekte. Unsere Haustechniker können das neue Gebäude mitbetreuen. Die Fachbereichsleiter sind schnell in den Kursräumen, die Teilnehmer schnell in der Geschäftsstelle und können ohne Probleme das Café im Stadtfenster oder die Angebote der Bibliothek nutzen. Und das neue Gebäude ist barrierearm.“ Die „Fabrik“ wurde auf zunächst 15 Jahre angemietet mit der Option, den Mitvertrag zu verlängern. Der Umzug wurde auch genutzt, um einen Teil der Ausstattung, die mehrheitlich noch aus den 1960er Jahren stammte, zu erneuern. 

Das Augenmerk der Volkshochschule liegt jetzt darauf, den Kreativbereich sukzessive wieder aufzubauen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in der Zwischenzeit zu Nachbarvolkshochschulen abgewandert. Diese gilt es zurückzuholen und neue Teilnehmer für die Kreativkurse zu gewinnen.

(von li. Nach re.: Oberbürgermeister Sören Link, Fachbereichsleiterin der VHS Dr. Claudia Kleinert, Dezernent Thomas Krützberg, kommissarischer Leiter der VHS Volker Heckner)

Neuer Standort der VHS „Fabrik“

Inga Thurau, Fachbereichsleiterin für den Zweiten Bildungsweg erläutert die neuen ActivPanels in den Kursräumen