Mit dem Frühjahrsprogramm 2018 nimmt VHS-Direktor Dr. Jahn Abschied

Das Programm für das Frühjahrsemester 2018 ist das letzte, das Dr. Gerhard Jahn nach 15 Jahren an der Spitze der Volkshochschule, verantwortet. Ende März wird der Direktor des größten Duisburger Weiterbildungsanbieters in den Ruhestand verabschiedet. Und er freut sich, dass er abermals ein vielfältiges und aktuelles Programm vorlegen kann: „Ich bin selbst jedes Mal begeistert über Qualität und Quantität der Weiterbildungsangebote, die wir Semester für Semester für die Duisburgerinnen und Duisburger vorbereiten. Dieses ist das Verdienst meiner tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der hervorragenden Kursleitenden.“

Am 5. Februar fällt offiziell der Startschuss für das erste Semester des Jahres 2018. Weit mehr als 1.000 Weiterbildungsangebote können bereits seit Mitte Dezember gebucht werden. Ab dem 29. Januar beginnt dann der zweiwöchige Vollservice mit Beratung und verlängerten Öffnungszeiten in den Geschäftsstellen. Einen Schwerpunkt im Programm der VHS bilden nach wie vor die Sprachen. 15 Fremdsprachen werden in der VHS vermittelt und für die zahlreichen Zuwanderer Deutsch auf unterschiedlichen Niveaustufen. Die gesundheitliche Bildung ist mit 150 Angeboten auch prominent im Programm vertreten. Die Aquafitnesskurse erfreuen sich einer besonders großen Beliebtheit. Zu kurz kommen aber auch die kulturelle und die politische Bildung nicht, genauso wie die berufliche Bildung oder die vielen Angebote im IT-Bereich. Beim letzteren geht es auch immer praktischer zu. Erstmals richtet die VHS einen Makerspace ein. Das ist eine Art Kreativwerkstatt, in der man unter fachkundiger Anleitung digitale Projekte wie einen 3D-Drucker zusammenbauen und in Betrieb nehmen umsetzen kann. Mit dem Fachbereich Bildung für nachhaltige Entwicklung und dem städtischen Umweltamt werden Workshops durchgeführt, in denen Interessierte einfache Feinstaubmessgeräte zusammenbauen können. Wenn der Makerspace auf Interesse stößt, werden in Zukunft der Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine Grenzen gesetzt.

Für den scheidenden Volkshochschuldirektor ist es besonders wichtig, dass die kompensatorische Bildung im Programm einen breiten Raum einnimmt: „Alphabetisierung, Grundbildung und nachholende Schulabschlüsse sind Angebote, die gerade in Zeiten großer Umbrüche, wie wir sie gerade mit der Globalisierung und Digitalisierung erleben, von unschätzbaren Wert sind.“ Dr. Gerhard Jahn verbirgt auch seine Wehmut angesichts des baldigen Ausscheidens nicht: „Ich habe sehr, sehr gerne in der VHS gearbeitet. Ich werde die Arbeit und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermissen. Aber ich gehe in dem Bewusstsein, ein gut aufgestelltes Haus zu hinterlassen.“ Nach dem Umzug in das Stadtfenster mit seiner Ausstattung brauche die VHS Duisburg den Vergleich mit keiner Volkshochschule im Lande zu scheuen. Auch personell sei die Volkshochschule gut aufgestellt. Alle Planstellen seien besetzt oder befinden sich im Besetzungsverfahren. Die noch nicht abschließend geregelte Unterbringung der Kreativkurse, die aufgrund von Sanierungsarbeiten im alten VHS-Gebäude an der Königstraße „heimatlos“ geworden sind, hofft er noch vor seinem Ausscheiden zu klären: „Dann kann ich wirklich entspannt die neue Lebensphase einläuten, von der ich hoffe, dass sie genauso spannend und abwechslungsreich sein wird, wie meine Zeit als Erwachsenenbildner.“