Konzert
Hauptmenue

Foto: Blumen

Orchester
Duisburger Philharmoniker

Dirigent
Axel Kober

Sopran
Christina Landshamer

Bariton
Peter Mattei

AUDI JUGENDCHORAKADEMIE

Chorleitung
Sonja Lachenmayr

Konzert

4. Philharmonisches Konzert

Ein Requiem für die Lebenden

Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem op. 45
Heinrich Schütz
"Meine Seele erhebt den Herren", Deutsches Magnificat SWV 494

Johannes Brahms
"Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen", Motette op. 74/1

 

 

KONZERTFÜHRER LIVE um 18.30 Uhr mit Anja Renczikowski in der Philharmonie Mercatorhalle

ÖFFENTLICHE PROBE findet nicht statt.

Der gottesfürchtige Hiob lebt mit seiner Familie in Frieden und Wohlstand. Aber dann stellt Gott seine Glaubenskraft auf eine harte Probe: Er lässt zu, dass der Teufel ihm alle zehn Kinder und seinen gesamten Besitz nimmt und ihn dazu selbst noch mit Geschwüren vom Scheitel bis zur Fußsohle schlägt. "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?" klagt Hiob angesichts dieser Schicksalsschläge. Die christliche Theologie hat diese Frage nach dem Sinn menschlichen Leidens immer wieder gestellt - und höchst unterschiedlich beantwortet. "Eine kleine Abhandlung über das große 'Warum'" legte Johannes Brahms nach eigenen Worten mit seiner 1878 entstandenen Motette vor, die in Stil und Haltung unmittelbar an sein geistliches Hauptwerk anschließt: "Ein deutsches Requiem".

Insgesamt neun Jahre lang hat Brahms an dieser epochalen Komposition gearbeitet, die in ihrer endgültigen Gestalt 1869 im Leipziger Gewandhaus aus der Taufe gehoben wurde. An die liturgische Tradition des Requiems, der katholischen Totenmesse, lehnt sich das Werk nur locker an. Die biblischen Texte, die Brahms selbst zusammenstellte, nehmen weniger die Toten in den Blick als die Lebenden, die Trauernden und Trost­suchenden. In diesen Kreis schloss der Komponist sich auch selbst mit ein: Nach dem Tod seiner geliebten Mutter bereicherte er die sechssätzige Urfassung noch um das Sopransolo "Ihr habt nun Traurigkeit".

Die weiten Bögen dieses ergreifenden Satzes gestaltet die international gefragte Opern- und Konzertsängerin Christina Landshamer, die in Duisburg zuletzt 2011 beim Abschiedskonzert für Jonathan Darlington zu erleben war. Den markanten, zu visionärer Prophetie verdichteten Bariton-Part übernimmt der Schwede Peter Mattei, dessen profunder Bariton regelmäßig auf den großen Bühnen dieser Welt erschallt - so etwa an der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala. Die Audi Jugend­chorakademie begeisterte bereits im März 2019 auf dem Podium der Philharmonischen Konzerte mit einer agilen Interpretation von Mozarts Requiem. Für die Brahms-Motette und das doppelchörige Deutsche Magnificat von Heinrich Schütz übergibt GMD Axel Kober den Taktstock an den Münchner Hochschulprofessor Martin Steidler, seit 2008 Leiter der Audi Jugendchorakademie. Deren Wiedereinladung war nicht zuletzt durch die großzügige Unterstützung möglich, die das Land NRW den Duisburger Philharmonikern im Rahmen seines Förder­programms "Neue Wege" gewährt.

Das im gedruckten play! angekündigte Magnificat von Heinrich Schütz muss leider entfallen. Die Chorleitung bei der Brahms-Motette übernimmt Sonja Lachenmayr anstelle von Martin Steidler.

Foto: Susanne Diesner

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Ort: Philharmonie Mercatorhalle

10.11.2021 - 19:30 Uhr
11.11.2021 - 19:30 Uhr

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