Schauspiel
Hauptmenue

Quartett

Regie
Frank Siebenschuh

Bühne und Kostüme
Jörg Zysik

Es spielen
Stephanie Gossger; Matthias Matz

Theater Duisburg

Schauspiel

Quartett

von Heiner Müller

Dauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

"Zeitraum: Salon vor der französischen Revolution, Bunker nach dem Dritten Weltkrieg". Personen: eine Frau, ein Mann - Merteuil und Valmont. "Quartett", 1980 von Heiner Müller geschrieben, basiert auf einem der bekanntesten Briefromane des 18. Jahrhunderts: Pierre Choderlos de Laclos' "Gefährliche Liebschaften". Er gilt als Meisterwerk der französischen Literatur und wurde erfolgreich von Milos Forman und Stephen Frears verfilmt.

Heiner Müllers Bearbeitung konzentriert sich auf den Machtkampf zwischen der Marquise de Merteuil und ihrem ehemaligen Geliebten dem Vicomte de Valmont. Sie trägt ihm auf, er solle ihre Nichte verführen, ihn aber interessiert die Entehrung der Präsidentin de Tourvel mehr. Eine giftige Auseinandersetzung nimmt ihren Lauf. Im Verlauf des Stückes wechseln die Geschlechterrollen: die Marquise wird zum geübten Verführer Valmont, der Vicomte zu seiner angebeteten Präsidentin. Und auch die junge Nichte kommt ins Spiel. Ritualhaft vollzieht sich zwischen den gegen ihren Untergang ankämpfenden Hofintriganten ein zerstörerischer, zeitloser Kampf der Geschlechter, der keine Gewinner kennt.

Presse

Lustvoll und variantenreich zelebrieren Stephanie Gossger und Matthias Matz die Konversation über ihre Lüste, sie dehnen Worte, proben Klangvariationen, hecheln und stöhnen, begleitet von Chopin-Walzern, die das schaurige Spiel mit wohlklingender Leichtigkeit aufhellen.Viel Beifall für diese Eigenproduktion, die den Spielplan um eine neue Facette bereichert._WAZ

Regisseur Siebenschuh hat die dankbare Stückkonstruktion in seine Inszenierung intelligent auf- und übernommen und weitergeführt, indem er seine Merteul und seinen Valmont konsequent als Homo ludens auftreten lässt. Siebenschuhs Figuren sind immanente Spieler, ob in der Wirklichkeit oder Fantasie, ob in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Die Form und die Struktur seiner Regie sind die (vermeintlichen) Gegensätze: Mann - Frau, Frau - Mann, aber auch Licht und Schatten, oben und unten. _Rheinische Post

Ort: Theater Duisburg, FOYER III

22.03.2018 - 19:30 Uhr
13.04.2018 - 19:30 Uhr
25.04.2018 - 19:30 Uhr
17.05.2018 - 19:30 Uhr

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