Schauspiel
Hauptmenue

Kain

Regie
Kevin Barz

Bühne und Kostüme
Anika Wieners

Es spielen
Lukas Makevicius, Jack Rehfuß

Spieltrieb – Jugendclub im Theater Duisburg

Spieltrieb

Schauspiel

Kain

von Friedrich Koffka

Dauer: ca. 50 Minuten, keine Pause

"Und der Herr sah gnädiglich an Abel und sein Opfer. Aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädiglich an." (1. Mose IV., 4 und 5) Der älteste Mord der Welt: Kain, der seinen jüngeren Bruder Abel mit der Axt erschlägt. Friedrich Koffka verwandelt den biblischen Brudermord in ein expressionistisches Drama, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und die Perspektiven wechseln. Wer ist der Mörder, wer ist das Opfer in einem Leben, das von uns verlangt, über Leichen zu gehen? Töten wir nicht alle, und sei es nur uns selbst, um zu überleben?

Friedrich Koffkas Einakter entstand 1913 und wurde 1918 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. Sein Autor ist so gut wie vergessen. 1888 in Berlin geboren, erlebt er den Ersten Weltkrieg an West- und Ostfront. Nach dem Tod seines Vaters entscheidet sich Koffka gegen ein Leben als Schriftsteller, studiert in Freiburg, München und Berlin Rechtswissenschaft und macht Karriere als Richter. 1937 von den Nationalsozialisten aus Rassegründen zwangspensioniert, flieht er 1939 nach England, wo er für die deutsche Abteilung der BBC wieder schriftstellerisch tätig wird. Koffka stirbt am 5. November 1951 in London.

Presse

Großer Beifall vor allem für die zwei jungen Darsteller, die mit ihrem hoch konzentrierten Spiel dieses fast vergessene, bis heute aktuelle Drama haben neu entdecken lassen. In der Inszenierung von Kevin Barz bringen Lukas Macevicius (Kain) und Jack Rehfuß (Abel) dieses schwierige Stück bei der Premiere so eindringlich auf die Bühne im Foyer III, dass man den Worten gebannt lauscht._WAZ

Blutrot leuchtet die Bühne vorahnend am Anfang wie am Schluss der 50-minütigen Aufführung. Regisseur Kevin Barz hat die Ausgangssituation des Einakters als ein Fitness-Studio angelegt mit großer Sprossenwand, Laufband und Hanteln. Ist ein Mörder in unserer Welt nicht zuweilen auch Opfer und umgekehrt? Dieser Frage gehen Stück und Regie vortrefflich nach._Rheinische Post

Ort: Theater Duisburg, FOYER III

19.03.2018 - 19:30 Uhr
24.04.2018 - 19:30 Uhr
03.05.2018 - 19:30 Uhr
15.05.2018 - 19:30 Uhr
29.05.2018 - 19:30 Uhr

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