Schauspiel
Hauptmenue

Dreck Dreck

Regie
Eva Zitta

Bühne und Kostüme
Christina Hillinger

Musikalische Leitung
Wolfgang Völkl

Es spielen
Bashar Al Murabea, Wolfgang Völkl

Spieltrieb – Junges Ensemble im Theater Duisburg

Spieltrieb

Schauspiel

Dreck

von Robert Schneider

Dauer: ca. 1 Stunde 25 Minuten, keine Pause

Ein junger Mann in einer fremden Stadt. In einer weißen Stadt, einer anders riechenden Stadt, mit einer anderen Kultur. Jahrelang hat Sad von Deutschland geträumt: von der deutschen Sprache, der Literatur und der Philosophie. Als in seiner Heimat der Krieg ausbricht, flieht er. Jetzt ist er fern der Heimat in dem Land, in das er sich immer gesehnt hat. Und der Traum zerplatzt in einem Leben voller Anfeindungen, rassistischer Bemerkungen und Vorurteile, die ihm tagtäglich entgegengeschleudert werden. Er jobbt als Rosenverkäufer und lächelt aufmunternd, wenn man ihn beschimpft.

Mit seinem Debüt-Roman "Schlafes Bruder" (1992) gelang Robert Schneider ein Welterfolg. Der Roman wurde in 24 Sprachen übersetzt, verfilmt und diente als Vorlage für eine Oper. Sein preisgekröntes Monolog-Stück "Dreck" entstand 1992 vor dem Hintergrund des Irak-Krieges und wurde 1993 am Hamburger Thalia Theater uraufgeführt. Für Spieltrieb-Mitglied Bashar Al Muarbea, der 2015 aus Syrien nach Deutschland geflohen ist, ist Sad nach XX in Mrozeks "Emigranten" ein weiterer theatraler Spiegel, durch den er auf sein eigenes Schicksal blickt.

Presse

Der Rassismus wird so lange gegen die eigene Person gekehrt, bis er vollends absurd geworden ist. Bashar Al Murabea spielt mit seinem staubtrockenen Humor die Pointen bis zur Schmerzgrenze aus. Die junge Regisseurin Eva Zitta hat ihrer rasanten und intensiven Inszenierung die stumme Figur "Mann am Flügel, ein Deutscher" hinzugefügt: Wolfgang Völkl ist zuständig für Geräusche und Musik, oft für weitere künstlerische Vertiefung._Rheinische Post

Bashar Al Murabea ist als Schauspieler ein wendiger und flinker Rosenverkäufer, der dessen traurige Existenz verinnerlicht hat, dem dabei aber Witz und Komik nicht verloren gegangen sind. Zuletzt rupft er die Rosen und wirft sie vom Balkon und sein Radio spielt mit leichter Störung Hilde Knefs "Für mich solls rote Rosen regnen", das dann der Pianist in seine Tasten hämmert. Das Publikum bedankte sich bei ihm und dem großartigen jungen Schauspieler Bashar Al Murabea mit stehenden Ovationen._WAZ

Ort: Theater Duisburg - Opernfoyer

21.03.2018 - 19:30 Uhr
31.03.2018 - 19:30 Uhr
19.04.2018 - 19:30 Uhr
04.05.2018 - 19:30 Uhr
18.05.2018 - 19:30 Uhr

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