Konfuzius-Institut Metropole Ruhr

Das im Jahre 2009 gegründete Konfuzius-Institut kommt dem stetig wachsenden Bedarf an fundierten Informationen über China mit einem vielseitigen Angebot nach. Durch die Anfang 2010 entstandene Kooperation der Stadtbibliothek Duisburg mit dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr soll allen interessierten Duisburgerinnen und Duisburgern die Möglichkeit geboten werden, in Form von Lesungen, Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten unterschiedlichste Facetten Wuhans kennen zu lernen.

Besuch aus der Kinder- und Jugendbibliothek der Stadt Wuhan, China.

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Die Kinder- und Jugendbibliothek in Wuhan

Die Kinder- und Jugendbibliothek Wuhan ist eine selbständige, kommunal finanzierte Einrichtung, die rund eine Million Kinder und Jugendliche aus dem mehr als 4,5 Millionen Menschen umfassenden Bezirk Wuhan anspricht. Neben einem umfangreichen Ausleihbestand an Büchern werden vor allem Veranstaltungen zur Lese- und Kreativitätsförderung sowie Programme zur Weiterbildung von Eltern, Erziehern und Lehrern angeboten.

Im Mai 2010 waren mit Frau Yan Peng, Frau Ping Xiong und Herrn Gang Yuan erstmals drei Bibliothekare der Kinder- und Jugendbibliothek Wuhan zu Gast in Duisburg. Im Rahmen ihres vom Goethe-Institut in Peking geförderten knapp einwöchigen Besuchs informierten sie sich über die Medien- und Dienstleistungsangebote der Stadtbibliothek Duisburg.


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Empfang im Rathaus

Yan Peng, Ping Xiong und Gang Yuan berichteten ausführlich über die Erfahrungen, die sie mit diesen Angeboten in ihrer Bibliothek gemacht haben. Gleichzeitig waren sie sehr an den Duisburger Erfahrungen interessiert: an der Arbeit der Kinder- und Jugendbibliothek in der Zentralbibliothek und in den Zweigstellen, am Bilderbuchkino und anderen Angeboten zur frühkindlichen Sprach- und Leseförderung, am medienpädagogisch orientierten "Erlebnis Kinderkino", an der traditionsreichen, seit 1971 bestehenden Internationalen Kinder- und Jugendbuchausstellung, an der Arbeit des Schulmedienzentrums und den SchülerCentern in den Bezirks- und Stadtteilbibliotheken, an der intensiven Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen. Auch das spezielle Angebot einer "Türkischen Bibliothek" für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene als Teil einer umfangreichen interkulturellen Bibliotheksarbeit fand große Beachtung.

Die Vernetzung der Stadtbibliothek mit dem kulturellen Leben in Duisburg konnte durch Besichtigungen des Kultur- und Stadthistorischen Museums, des Wilhelm Lehmbruck-Museums und des Museums Küppersmühle verdeutlicht werden. Auch der Duisburger Zoo stand auf dem Besuchsprogramm.


"Frühlingserwachen" - Ausstellung von 60 Malarbeiten und Kalligraphien

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Malwettbewerb 2009 in Wuhan

Vom 12. April bis zum 15. Mai 2010 war unter dem Titel "Frühlingserwachen" in der Zentralbibliothek auch eine Ausstellung mit Kalligraphien und Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen zu sehen, die als prämierte Arbeiten aus einem seit mittlerweile 25 Jahren jährlich stattfindenden Wettbewerb der Kinder- und Jugendbibliothek Wuhan hervorgegangen waren. Sowohl die Ausstellung als auch der Besuch der drei Bibliothekare aus Wuhan wurden intensiv vom Konfuzius-Institut an der Universität Duisburg-Essen begleitet. Xu Kuanhua, der Direktor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr und Professor an der Fremdsprachenfakultät der Universität Wuhan, bot spezielle Kalligraphie-Workshops für Duisburger Gymnasien an.


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Ausstellungseröffnung in der Zentralbibliothek

Darüber hinaus stellte er zusammen mit Anja Senz, der Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr, das seit November 2009 bestehende Institut und die einschlägigen Bestände der Universitätsbibliothek Duisburg vor. Der Direktor der Stadtbibliothek Duisburg, Dr. Jan-Pieter Barbian, zeigte sich hocherfreut über den Besuch, mit dem die Bedeutung des kulturellen Austauschs mit China im Allgemeinen und des Austauschs mit Duisburgs Partnerstadt Wuhan im Besonderen mit Leben erfüllt werde. Im selben Jahr hat Stadtbibliothek Duisburg eine Ausstellung mit Fotografien zu ihrer wertvollen Sammlung "Historische und Schöne Bücher" in der Kinder- und Jugendbibliothek in Wuhan gezeigt.

Chinesische Autorin Fang Fang zu Gast in Duisburg

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Am 24. Mai 2011 gab die Autorin Fang Fang auf Einladung des Konfuzius-Instituts eine Lesung aus ihren Romanen "Landschaft" und "Ameisen auf Messersschneide" in der Zentralbibliothek Duisburg. Gelesen wurde in ihrer Muttersprache chinesisch, mit deutscher Übersetzung von Dr. Anja Senz. Zudem führte Prof. Xu Kuanha und vom Konfuzius-Institut Metropole Ruhr ein Gespräch mit der renommierten Autorin. Ein musikalisches Intermezzo mit Petra Keßler auf der Bambusflöte rundete den Abend ab.

Fang Fang, geb. 1955 in Nanjing, arbeitete zunächst vier Jahre in verschiedenen Fabriken in Wuhan, bevor sie an der Wuhan Universität ihr Studium begann. Danach war sie als Redakteurin und Drehbuchautorin beim Fernsehen der Provinz Hubei tätig. Seit 1989 ist sie hauptberuflich Autorin. Sie erhielt zahlreiche chinesische Literaturpreise und veröffentlichte bisher über 70 Werke, die in viele Sprachen übersetzt wurden, allerdings noch nicht ins Deutsche. Sie gilt als wichtige Vertreterin des chinesischen Naturalismus. Ihre Sprache ist kraftvoll und lebendig, ihr Stil bodenständig und plastisch. In ihren Werken beschreibt sie das Alltagsleben der einfachen Menschen in Wuhan präzise und anschaulich, fesselnd, aber mit einem kühl-distanzierten Blick für das Wesentliche der menschlichen Schicksale.

"Landschaft", heißt die Novelle mit der Fang Fang 1987 bekannt wurde und in der sie das Leben einer Großfamilie in Wuhan beschreibt. Sie zeigt, wie zwei der neun Kinder ihr Schicksal in die Hand nehmen, während die anderen die Zumutungen des Lebens zu ertragen versuchen. "Ameisen auf Messersschneide", ihre aktuelle Novelle und ein Bestseller des vergangenen Jahres, beschreibt die Probleme und Kuriositäten kultureller Unterschiede zwischen einem Deutschen und einem Chinesen: Fischer, ein pensionierter deutscher Richter, lebte bis zu seinem dritten Lebensjahr mit seinen Eltern in China. Nach seiner Pensionierung reist er wieder nach China, um den Ort zu finden, der auf einem chinesischen Gemälde dargestellt ist, das ihm seine Eltern hinterlassen haben. In China macht er die Bekanntschaft des Malers Lu, den er nach Deutschland einlädt und dabei unterstützen möchte, sich künstlerisch weiterzuentwickeln und Erfolg zu haben. Die Geschichte beschreibt, wie schwer es Lu fällt, die uneigennützige Hilfe Fischers zu verstehen und wie aus Fischers Hilfe für Lu und dessen Erfolg, Not und Leid für andere erwächst.

Das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr übersetzt die Novellen "Landschaft" und "Ameisen auf Messersschneide" erstmals ins Deutsche, um sie dem China interessierten deutschen Publikum zugänglich zu machen.


Ausstellung "Partnerstadt Wuhan. Parallelen und Facetten"

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Um den Duisburgerinnen und Duisburgern Duisburgs chinesische Partnerstadt Wuhan näher zu bringen, präsentierte das Konfuzius-Institut vom 16. Mai bis 16. Juni 2011 in der Zentralbibliothek eine Ausstellung mit interessanten Facetten und neuen Entwicklungen der zentralchinesischen Stadt. Besucherinnen und Besucher konnten sich anhand jeder Menge Bildern, Zahlen, Fakten und Geschichten über das Leben und Wirken in Wuhan informieren.


Konfuzius-Institut öffnet das "Fenster nach China" in der Zentralbibliothek

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v.l.n.r.: Prof. Xu Kuanhua, Dr. Jan-Pieter Barbian, Dr. Anja Senz

Mit einer großzügigen Medienspende zu Gunsten des Buchpatenprojektes der Duisburger Bürgerstiftung Bibliothek unterstreicht das in Duisburg ansässige Konfuzius-Institut Metropole Ruhr seine Kooperation mit der Stadtbibliothek Duisburg. Unter dem Titel "Fenster nach China" überreichte heute das Institut über 60 Bücher, teils mit DVDs, im Wert von über 1.000 Euro. Der Schwerpunkt liegt auf einem breiten Spektrum chinesischer Alltagskultur. Dabei sind neben Medien zu Kultur und Kunst, Reise- und Sprachführern auch Sachbücher und Texte von Laotse und Konfuzius zu finden. Bibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian freut sich, dass die in 2010 begonnene Zusammenarbeit, anlässlich des diesjährigen 30-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Wuhan, noch einmal erweitert wird. Neben der großzügigen Buchspende ist in Kooperation mit dem Verein für Literatur und Kunst für den Oktober die Herausgabe eines gemeinsamen Katalogs zur chinesischen Literatur geplant. Und auch die diesjährige Internationale Kinderbuchausstellung (IKiBu) im November wird ganz im Zeichen "China" stehen. Professor Xu und Dr. Anja Senz vom Konfuzius-Institut versprachen einen weiteren Ausbau des chinesischen Literaturbestandes in der Stadtbibliothek und betonten, dass die Zusammenarbeit auch über das Jubiläumsjahr hinaus mit gemeinsamen Projekten weitergeführt wird.


Das Konfuzius-Institut öffnet wieder das "Fenster nach China"

Das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr förderte im Juni 2013 erneut das Buchpaten-Projekt der Duisburger Bibliotheksstiftung mit einer großen Buchspende. Bei den aktuell überreichten Büchern, teilweise wieder mit CD´s versehen, liegt der Schwerpunkt auf dem Lernbereich. Kinder und Erwachsene erhalten mit den neuen Medien die Möglichkeit, sich Sprache und Schriftzeichen sowohl für den Alltagsgebrauch als auch für den Beruf anzueignen. Neue literarische Werke und chinesische Weisheiten ergänzen das Geschenkpaket von insgesamt 44 Büchern, die alle ab sofort in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden können. Bibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian, der im September auf Einladung des Goethe-Instituts Vorträge zur Stadtbibliothek Duisburg in Beijing, Hong Kong und Guangzhou halten wird, freut sich über die lebendige Kooperation mit dem Duisburger Konfuzius-Institut, denn auch die Internationale Kinderbuchausstellung (IKiBu) im Jahr 2012 stand ganz im Zeichen von China. Dank der guten Zusammenarbeit wird das "Fenster nach China" auch in den nächsten Jahren immer wieder durch neue Veranstaltungen und Projekte geöffnet werden und den Duisburger Lesern einen Blick nach China ermöglichen.

Präsentation des Kataloges "Literatur in China"

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v.l.n.r.: Prof. Xu Kuanhua, Prof. Dr. Anja Senz, Dr. Jan-Pieter Barbian,

Am 23. April 2015 hat die Stadtbibliothek zusammen mit Prof. Dr. Anja Senz und Prof. Dr. Xu Kuanhua den Katalog "Literatur in China" präsentiert, der als Gemeinschaftsprojekt aus der Kooperation zwischen der Stadtbibliothek und dem Konfuzius Institut Metropole-Ruhr entstanden ist. Der Katalog versucht nicht nur einen kurzen Überblick über die Tradition der Literatur in China zu geben, sondern stellt auch den aktuellen Buchmarkt in China vor, beleuchtet die Frage, ob Literatur bei der Verständigung zwischen Deutschland und China hilft und welche Probleme es bei Übersetzungen gibt. Außerdem wird auf Chinas zeitgenössische Kinder- und Jugendliteratur eingegangen, die sogenannte "Netzliteratur" Chinas beschrieben und die Bestsellerautorin Fang Fang aus Duisburgs chinesischer Partnerstadt Wuhan mit einer Leseprobe vorgestellt. Abschließend gibt das Konfuzius-Institut Buchempfehlungen. Eine rundum interessante Zusammenstellung für jeden, der sich mit der Literatur und Kultur Chinas auseinandersetzen möchte.

Der Katalog kann unter der Email: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik bestellt werden.


Ansprechpartnerin

Barbara Hayck
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Steinsche Gasse 26
47051 Duisburg
Tel. 0203-283 2664