Vortrag

Vom "Gigant an der Ruhr" bis zur "Wäldernacht"

Das Ruhrgebiet in Texten und Fotografien von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart

Großbildansicht
Dr. Jan-Pieter Barbian,Krischer Fotografie

Zahlreiche Schriftsteller und Journalisten am Ende des Wilhelminischen Kaiserreichs und in der Weimarer Republik machten aus unterschiedlichen Perspektiven die Entwicklung der Industrie, der Arbeits- und Lebensverhältnisse, der Politik und der Gesellschaft in den Städten des Ruhrgebiets zum Thema.

Eine Reihe von Fotografen hat zeitgleich die Entwicklung des "Giganten an der Ruhr" immer wieder neu beleuchtet. Erik Reger gelang es, mit seinem Roman "Union der festen Hand" (1931) die deutsche Öffentlichkeit von der Bedeutung dieser industriellen Kernzone für ganz Deutschland zu überzeugen. Dennoch stellte Heinrich Böll 1958 fest, das Ruhrgebiet sei "noch nicht entdeckt" worden. Nach ihm prägten vor allem die "Dortmunder Gruppe 61" und die Romane Max von der Grüns das Bild des Ruhrgebiets in der literarisch interessierten Öffentlichkeit.

In den 1970er Jahren schlug der "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt" mit den Reportagen Günter Wallraffs und durch Erika Runges "Bottroper Protokolle" ein neues Kapitel der Dokumentarliteratur auf. Mit Jürgen Lodemanns Roman "Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr" (1975) setzte die Entdeckung des Ruhrgebiets für den Kriminalroman ein. Hans Dieter Baroth beschrieb das Bergarbeitermilieu in seinen Familiengeschichten. Seit den 1990er Jahren brachten vor allem Ralf Rothmann und Frank Goosen einem großen Lesepublikum die Besonderheiten des Lebens im Ruhrgebiet zu Bewusstsein.

Der Vortrag zeichnet die Bilder nach, die in der Literatur, in der Presse und in Fotografien vom Ruhrgebiet in unterschiedlichen Epochen gezeichnet wurden.

Ein Vortrag von
Dr. Jan-Pieter Barbian,
Direktor der Stadtbibliothek Duisburg

In Kooperation mit dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen und dem literaturgebiet.ruhr.



Wann

10.12.2019
18.00 Uhr

Wo

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Schifferstraße 30 47059 Duisburg

Eintritt

frei

Kontakt

Zentralbibliothek Duisburg Erst-Information
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Steinsche Gasse 26
47051 Duisburg
Tel. 0203-283 4218
Zurück zur Gesamtübersicht