Lesung

"Vom Opernregisseur zum Aktivisten: Andreas Meyer-Hanno und die Schwulenbewegung"

Multimedia-Lesung und Diskussion

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Detlef Grumbach, Foto Jens Wormstaedt

Auf wohl einzigartige Weise verband Andreas Meyer-Hanno, der Sohn einer jüdischen Mutter und eines kommunistischen Vaters, seit Beginn der 1970er-Jahre seine bürgerliche Karriere als Opernregisseur und Professor mit seinem Engagement in der Schwulenbewegung.
Der Journalist und Autor Detlef Grumbach hat Texte, Reden und Dokumente Meyer-Hannos zusammengestellt und eine reich bebilderte biografische Skizze erarbeitet. In seinem Vortrag zeigt er Bilder Meyer-Hannos (1932 - 2006) und verknüpft diese mit Texten aus dessen Leben.
Eine besonders bewegende Quelle sind die zahlreichen literarisch anmutenden Briefe, die Meyer-Hanno über viele Jahrzehnte an seine Mutter geschrieben hat. Sein Coming-out in den 1950er-Jahren empfand er - damals noch als "Tuntenhasser" - als persönliche Katastrophe. Seine Erzählungen darüber, wie man in der Adenauer-Zeit unter dem Damoklesschwert des § 175 schwul leben konnte, sind ein wichtiges Zeugnis der jüngeren Geschichte und regen an, darüber nachzudenken, was jüngere schwule Geschichte heute bedeutet. 

Veranstalter: SchwuBiLe-Alumni in Zusammenarbeit mit der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung und der Stadtbibliothek Duisburg im Rahmen des Festivals "Queer.Life.Duisburg 2019"



Wann

27.11.2019
19.30 Uhr

Wo

Veranstaltungsbühne 1. OG
Zentralbibliothek

Eintritt

frei

Kontakt:

Zentralbibliothek Duisburg Erst-Information
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

Steinsche Gasse 26
47051 Duisburg
Tel. 0203-283 4218
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