• Neue Haltestelle

    Der Bücherbus hat ab sofort eine neue Haltestelle in Beeck. Er hält dort mittwochs von 10.45 bis 11.45 Uhr an der Karl-Albert-Str. in Höhe der Städtische Gemeinschaftsgrundschule. Einsteigen, rumstöbern und ausleihen ausdrücklich erwünscht!
     [Hier gehts zum Bücherbus]

  • MakerDay 2018

    Zum dritten Mal laden Volkshochschule und Stadtbibliothek Duisburg kompetente Partner aus der Region ein, um am 22. September in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr die vielfältigen Möglichkeiten zu präsentieren, die insbesondere die Digitalisierung mit sich bringt.
     [Flyer MakerDay]

  • Sommerzeit - Lesezeit

    Unsere Lektorin, Christiane Bays, gibt Buchtipps für die Sommer- und Ferienzeit. Egal ob am Strand, im Auto, im Park, auf dem Balkon oder aber einem anderen Lieblingsort, diese Lesetipps für den Sommer sind echte Geheimtipps.
     [Zu den Sommer-Medientipps]

Was liest DU?

Der neue Lesetipp aus der beliebten WAZ-Reihe von unserem Bibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian. Diesmal Heinrich Böll: Der Panzer zielte auf Kafka. Heinrich Böll und der Prager Frühling.

1968 war ein düsteres Jahr. Das Attentat auf Rudi Dutschke in Deutschland, die Ermordung von Martin Luther King jr. und Robert Kennedy, die militärische Eskalation in Vietnam und die Niederschlagung der Proteste in den USA beendeten alle Hoffnungen auf eine friedliche Veränderung der Politik und Gesellschaft in den westlichen Demokratien. Aber es gab noch einen Lichtblick jenseits des Eisernen Vorhangs: Seit Januar 1968 entwickelte sich in der CSSR ein „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Gewährung von Presse- und Meinungsfreiheit, Verzicht auf die alleinige Macht der KP und die Herrschaft der Arbeiterklasse, Vorbereitung freier Wahlen waren erste Schritte auf dem „dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Heinrich Böll wurde vom tschechoslowakischen Schriftstellerverband eingeladen, sich ein eigenes Bild im Land zu machen und darüber im Westen „in würdevoller Weise“ zu berichten. Zusammen mit seiner Frau, die in Pilsen geboren und aufgewachsen war, und seinem Sohn René kam er am 20. August 1968 in Prag an. In der Nacht zum 21. August begann die Okkupation durch die Warschauer Pakt-Staaten und damit das Ende aller Reformbestrebungen in der CSSR. Das Buch veröffentlicht erstmals Bölls Aufzeichnungen aus Prag zusammen mit seinen damals in der deutschen Presse veröffentlichten Berichten und Interviews sowie die authentischen Fotos seines Sohnes René, der auch einen „Rückblick 50 Jahre danach“ beigesteuert hat. Spürbar wird, mit viel Sympathie der „Prager Frühling“ aufgenommen wurde und wie groß das Entsetzen über seine gewaltsame Beendigung war. Die Hardliner hatten sich auch im Osten durchgesetzt.

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Unser Buchtipp

Unsere Lektorin Sabine Thom empfiehlt das Buch "König sein" von Mario Ramos.

Dieses Bilderbuch fängt völlig harmlos an: Der freundliche Löwe Leo wird zum König der Tiere gewählt. Doch er zeigt sich seines Amtes nicht würdig. Mit der ihm zugestandenen Macht kommt die Machtbesessenheit, gefolgt vom Machtmissbrauch. Leos Befehle werden immer grausamer, er zettelt einen Krieg an, seine Untertanen gehorchen und leiden. Einzig eine kleine Vogeldame setzt aus lauter Mutterliebe eine besonders gräßliche königliche Anweisung nicht um. Ihr kleiner Sohn Gilli entwickelt sich prächtig: furchtlos, neugierig und flugfähig tut er das, was die anderen gar nicht erst zu denken wagen, er hinterfragt des Königs Herrschaftsanspruch und klaut ihm das Symbol seiner Macht, die Krone. Er sucht einen würdigeren Kandidaten und setzt die Krone nacheinander den Tieren des Volkes auf. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen, denn plötzlich haben alle nur noch ihre eigenen Interessen im Sinn. Auch als Gilli die Krone ins Meer fallen läßt, scheint dies keine Lösung zu sein… Ein starkes, nachhaltig wirkendes Bilderbuch, bei dem ich teilweise wirklich die Luft angehalten habe. Für alle Erwachsenen und in der richtigen Lesebegleitung für Grundschulkinder ein beeindruckendes Lehrstück in Sachen Macht und Machtmissbrauch. Diese jetzt ins Deutsche übersetzte Geschichte, von dem viel zu früh verstorbenen belgischen Illustrator Mario Ramos bereits 2012 geschrieben und gemalt, ist aktuell wie eh und je.

Wer wird die Krone tragen?










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Bibliotheksstiftung spendet neue Seniorenkoffer!

Mit der Anschaffung zwei neuer Medienkoffer unterstützt die Duisburger Bibliotheksstiftung erneut die Seniorenarbeit der Stadtbibliothek. Damit hat die Stadtbibliothek nun insgesamt 12 Hartschalen-Koffer auf Rollen im Einsatz. Die Trolleys enthalten ein attraktives Medienpaket mit jeweils ca. 22-26 Titeln, das Pflegepersonal, Betreuer und Ehrenamtliche bei ihrer Arbeit mit älteren Menschen unterstützt. Die Zusammenstellung ist gezielt praxistauglich gehalten. Dazu gehören unter anderem Beschäftigungsbücher mit Anleitungen und Ideen zur Aktivierung von Senioren, unterhaltsame und nachdenkliche Vorlesetexte, Liederbücher, Heimatkundliches, Text- und Bildsammlungen aus der Alltagswelt sowie Hörbücher, Musik-CDs, DVDs und Spiele. Einige Koffer sind speziell für die Arbeit mit Demenzkranken ausgestattet. Die beiden neuen Medienkoffer haben ihren inhaltlichen Schwerpunkt im Bereich „Spiel & Aktivität“ und enthalten überwiegend Spiele und Medien zu Themen wie Tanz und Musik. Die Medienkoffer können mit einem gültigen Jahresausweis der Stadtbibliothek Duisburg ausgeliehen werden. Die Ausgabe erfolgt nach vorheriger Bestellung, die in der Zentralbibliothek sowie in allen Bezirks- und Stadtteilbibliotheken möglich ist. Die Leihfrist beträgt 8 Wochen.

Auf dem Foto von links: Dr. Jan-Pieter Barbian, Sabine Scherer, Martin Fasselt, Bibliotheksstiftung













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