Arbeit an der Erinnerungskultur


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Vorarbeiten der Düsseldorfer Künstlerin Hede Bühl zur Erinnerung an die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933.


Foto: Stadt Duisburg

"Migration und Gesellschaft in Duisburg-Marxloh"

Studierende der Ruhr-Universität Bochum/Fakultät für Geschichtswissenschaften haben in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Erinnerungskultur und dem Stadtarchiv zu den Anfängen der sogenannten "Gastarbeitermigration" in Duisburg-Marxloh geforscht. Erste Ergebnisse dieser Forschungsarbeit präsentieren die Studierenden am 5. Juli 2017 ab 18 Uhr in der DenkStätte des Zentrums für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE) am Karmelplatz 5, 47051 Duisburg.
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Foto "Pollmanneck"

Das Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, die "Gastarbeitermigration" als ein Teil der Stadtteilgeschichte zu untersuchen. Die historische Entwicklung in Marxloh war nach dem Zweiten Weltkrieg eng mit dem Wiederaufbau und dem Ausbau der Industrie verbunden. Hierbei spielte die August-Thyssen Hütte eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Forschungsprojekts haben die Studierenden die Werkszeitschrift der ATH sowie weitere Quellen im Stadtarchiv und im thyssenkrupp Konzernarchiv ausgewertet. Darüber hinaus haben sie zur Wohnsituation ausländischer Mitarbeiter recherchiert. Ihre Ergebnisse haben die Studierenden in den Gesamtkontext der Stadt(teil)geschichte Marxlohs eingeordnet und dabei auch die bisherige Forschungsliteratur gesichtet und systematisch erfasst.

Um die Perspektive der damals in Marxloh lebenden Menschen abzubilden, wurden Interviews mit migrantischen und nichtmigrantischen Marxlohern geführt, die das Wissen um die Nachkriegsgeschichte Marxlohs abrunden und einen subjektiven Blick auf diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen.

Das ZfE ist aktuell dabei, die migrantische Erinnerungskultur als eigenständige Säule seiner Arbeit aufzubauen. Die Kooperation mit der Ruhr-Universität bedeutet einen ersten wichtigen Schritt auf diesem Weg. Beide Partner haben die Absicht, das gemeinsame Projekt des forschenden Lernens in Zukunft fortzusetzen und weiter auszubauen. Mit der Präsentation der ersten Ergebnisse suchen sie bewusst den Austausch mit der Öffentlichkeit. Alle Interessierten sind zur Präsentation am 5. Juli herzlich eingeladen; die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.