Titel:

Antisemitische Ausschreitungen in Duisburg, März 1933: Vor über 1000 Schaulustigen treibt ein SS-Trupp den Vorsteher der ostjüdischen Gemeinde am Stadttheater vorbei.

Foto:

Stadtarchiv Duisburg

Design:

Gitta Hülsmann, DTP-Design

Konzeption

Das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE) beschäftigt sich mit der NS-Vergangenheit in Duisburg. Es will diese Vergangenheit forschend aufarbeiten und darstellen. Mit Veranstaltungen und Ausstellungen wendet sich das ZfE an die gesamte Bürgerschaft. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den pädagogischen Angeboten. Das Zentrum will Schülerinnen und Schülern die Zusammenhänge der nationalsozialistischen Diktatur vermitteln. Erfahrungen aus der Geschichte sollen dabei helfen, aktuelle Bedrohungen der Demokratie und der Menschenrechte zu erkennen und ihnen zu begegnen. Das ZfE will auch die Begegnung von Jugendlichen mit Zeitzeug/innen sowie deren Nachfahren fördern.

In der Vermittlung des Nationalsozialismus in Duisburg wählt das Zentrum vorrangig einen biographischen Ansatz. Dieser zeigt das weite Spektrum individueller Lebenswege wie auch Handlungsoptionen unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur auf. Insbesondere veranschaulicht er den Parallelprozess, in dem breite Schichten der Bevölkerung der nationalsozialistischen Vorstellung einer "Volksgemeinschaft" folgten, während sie gleichzeitig aktiv oder passiv gesellschaftliche Minderheiten systematisch ausgrenzten - bis hin zur physischen Vernichtung.

Die Zielsetzung und das Wirken des Zentrums für Erinnerungskultur benötigt eine breite Öffnung in die Duisburger Stadtgesellschaft, die u. a. durch unterschiedliche Einwanderergruppen geprägt wird. Die Erinnerungskultur der Eingewanderten und die Duisburger Migrationsgeschichte als Teil der Stadtgeschichte zu erforschen und zu bewahren, ist für die nachhaltige Verankerung und Akzeptanz des Zentrums wichtig und stellt einen weiteren Aufgabenbereich des Zentrums dar. 


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Foto: Friedhelm Krischer, Duisburg