Arbeit an der Erinnerungskultur


Hier:

Vorarbeiten der Düsseldorfer Künstlerin Hede Bühl zur Erinnerung an die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933.


Foto: Stadt Duisburg

Stand und Ausbau

Das Zentrum für Erinnerungskultur wird in mehreren Schritten realisiert.

Öffentliche Veranstaltungen finden seit Herbst 2014 statt. Die erste Sonderausstellung "Jüdisches Leben in Duisburg von 1918 bis 1945" wurde von April 2015 bis Ende Januar 2016 gezeigt, die Ausstellung zum politischen Widerstand in Duisburg "Das rote Hamborn" lief von Mai 2017 bis Mai 2018. Von November 2018 bis Februar 2019 konnte die um Duisburger Biografien erweiterte Wanderausstellung des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW mit dem Titel "Deportiert ins Ghetto - Die Deportationen der Juden aus dem Rheinland 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (?ód?)" präsentiert werden. Vorträge, Lesungen, Filme, Konzerte und Führungen bilden das Begleitprogramm zu den Sonderausstellungen.

Mit der Eröffnung der DenkStätte, unserem Lernort, ist im Frühjahr 2016 in den Räumlichkeiten des Stadtarchivs ein Ort der Begegnung und Vermittlung entstanden. Unterschiedliche Aspekte der NS-Geschichte werden in öffentlichen Veranstaltungen und pädagogischen Workshops aufgegriffen.

Das Zentrum richtet Tagungen wie zur Nationalsozialistischen Kulturpolitik in Duisburg (November 2016) und zur Erinnerungskultur in der migrantischen Stadtgesellschaft (September 2018) aus. Eine themenübergreifende Tagung zur Erinnerungskultur in Duisburg ist für Herbst 2020 geplant. Zudem kooperiert das ZfE mit den umliegenden Universitäten bei der Durchführung von Lehrveranstaltungen und Exkursionen.

Parallel erfolgt der Aufbau einer Datenbank, um historische Informationen und einschlägiges Quellenmaterial zugänglich zu machen. Aktuell entwickelt das ZfE die Konzeption für eine Dauerausstellung zu Duisburg im Nationalsozialismus und seinen Nachwirkungen.

Die Projektleitung liegt beim Kultur- und Stadthistorischen Museum und beim Stadtarchiv, beides Einrichtungen im Dezernat für Familie, Bildung und Kultur der Stadt Duisburg.


Großbildansicht
Ausstellung "Jüdisches Leben in Duisburg von 1918 bis 1945", Detailaufnahme. Foto: ZfE


Ausstellung "Jüdisches Leben in Duisburg von 1918 bis 1945", Detailaufnahme. Foto: ZfE