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Dioxine

Dioxine entstehen unerwünscht bei allen Verbrennungsprozessen zwischen 300 °C und 900 °C in Anwesenheit von Chlor und organischem Kohlenstoff. Bei Temperaturen oberhalb von 900 °C werden sie zerstört. Sie entstehen z.B. auch bei Waldbränden und Vulkanausbrüchen. Auch bei allen chemischen Produktionsverfahren, in denen Chlor verwendet wird, werden Dioxine gebildet, die als Verunreinigung in den Produkten enthalten sein können. So weisen z.B. Chlorphenole hohe Verunreinigungen mit Dioxinen auf. Beispielhaft ist hier das seit 1989 in Deutschland verbotene Pentachlorphenol PCP zunennen .

Dioxin ist im allgemeinen Sprachgebrauch eine Sammelbezeichnung für chemisch ähnlich aufgebaute chlorhaltige Dioxine und Furane. Insgesamt besteht die Gruppe der Dioxine aus 75 polychlorierten Dibenzo-para-dioxinen (PCDD) und 135 polychlorierten Dibenzofuranen (PCDF). Dioxine liegen immer als Gemische von Einzelverbindungen (Kongenere) mit unterschiedlicher Zusammensetzung vor. Das toxischste Dioxin ist das 2,3,7,8 Tetra-chlor-Dibenzo-p-Dioxin (2,3,7,8 TCDD), das nach dem es bei dem Chemieunfall in Seveso im Mai 1976 heute als "Seveso-Gift" bezeichnet wird.

Für die toxikologische Beurteilung der Dioxine werden zusätzlich alle 2,3,7,8 chlorierten Dioxine, bzw. Furane herangezogen. Diese 17 Verbindungen (7 Dioxine, 10 Furane) werden für die Bewertung der Toxizität herangezogen und die toxische Wirkung als Toxizitätsäquivalent (TEQ) im Verhältnis zu der von 2,3,7,8 TCDD ausgedrückt.