Am Alten Angerbach

Umsetzung des Wohngebiets "Am Alten Angerbach" und Abschluss der Gesamtentwicklung des Angerbogens im Duisburger Süden.
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Städtebaulicher Entwurf 1

Der Stadtteil Huckingen stellt aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage, aber auch seiner durch die grünen Auenbereiche des Angerbach-Gewässersystems geprägten Landschaft einen bevorzugten Wohnstandort und Entwicklungsschwerpunkt im Duisburger Süden dar. Die innerhalb des Plangebiets gelegenen Flächen waren bereits in den frühen 1970er Jahren für die Entwicklung eines neuen Stadtteils in Hochhausbauweise vorgesehen. Diese Planungen wurden nicht umgesetzt. Die jetzt geplante Wohnbauentwicklung entspricht dem am 21.09.2015 vom Rat der Stadt beschlossenen Teilräumlichen Strategiekonzept und damit den aktuellen stadtentwicklungsplanerischen Zielsetzungen. Die bauliche Entwicklung des Planbereiches stellt den Abschluss der Gesamtentwicklung des Angerbogens dar. Damit kommt die Stadt Duisburg der hohen Nachfrage nach Wohnbauland im Duisburger Süden nach und schließt die Gesamtentwicklung im Bereich des "Angerbogens" ab.

Der Planbereich ist Bestandteil des beiderseits der Düsseldorfer Landstraße gelegenen Entwicklungsgebiets "Angerbogen". Grundlage der Entwicklung eines Baugebiets mit Wohngebäuden, ergänzenden sozialen Einrichtungen und einem umfangreichen System von Grünverbindungen ist ein von der Verwaltung entwickelter Rahmenplan. Wesentliche Elemente des Rahmenplans sind: Differenzierte Bautypologien, ein reich gegliedertes stadträumliches Gefüge sowie eine Integration ins Freiraumsystem innerhalb des Stadtteils Huckingen.


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Städtebaulicher Entwurf 2

Städtebauliches Ziel ist die Entwicklung eines attraktiven Wohngebietes mit ca. 235 Einfamilienhäusern in Form von freistehenden Einzel- und Doppelhäusern sowie fünf Mehrfamilienhäusern unter Einbeziehung der prägenden Grün- und Freiräume. Das vorliegende städtebauliche Konzept wurde in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Duisburg, der GEBAG und dem Planungsbüro Niemann + Steege, Düsseldorf erarbeitetet. Es sieht vor, die vorhandenen Erschließungsansätze aufzugreifen und das Plangebiet durch Grünachsen und einzelne Baufelder gegliedert zu entwickeln. Wesentliche Elemente sind dabei ein zentraler urban geprägter Grünzug, die bogenförmige Erschließung "Angerbogen" sowie die landschaftlich geprägten Siedlungsränder "Angerbogen" und "Wald". Es ist beabsichtigt, in den zentralen Grünzug, zwischen Gebietseingang und dem "Alten Angerbach" eine Kindertagesstätte, Spielplätze bzw. -flächen zu integrieren und so den sozialen Mittelpunkt des gesamten Planbereiches zu entwickeln. Kleine Quartiersplätze ergänzen die öffentlichen Freiräume.

Mit der Entwicklung des Baugebietes sollen innovative Wege zu einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser umgesetzt werden. Das Konzept der "wassersensiblen Stadt" hat zum Ziel "Wasser" sichtbar und erlebbar zu machen und einen Großteil des innerhalb des Plangebietes anfallenden Niederschlagswassers auf der Fläche zu versickern bzw. in den Alten Angerbach einzuleiten. Entwässerungsmulden werden in die öffentlichen Grünflächen integriert beinhaltet unter anderem eine sichtbare Sammlung und Führung von Niederschlagswasser in großen Teilen des Baugebietes.

Das geplante Baugebiet soll als vielfältiger Wohnstandort entwickelt werden, dessen hohe Qualität wesentlich durch eine intensive Verknüpfung der geplanten Bebauung mit einem vielgestaltigen Freiraumangebot bestimmt wird. Der hohen Nachfrage gerecht werdend soll ein Anteil von Grundstücken für eine Bebauung mit freistehenden Einfamilienhäusern vorgesehen werden. Um ein differenziertes Wohnungsangebot zu gewährleisten, sollen auch Einfamilienhäuser als Doppelhäuser oder als Hausgruppen sowie - an dafür besonders geeigneten Stellen innerhalb des geplanten Baugebiets - Mehrfamilienhäuser entwickelt werden. Der Wohnstandort soll mit einer Kinderbetreuungseinrichtung als sozialer Mittelpunkt ausgestattet werden, an die ggf. auch andere dem Gebiet dienende soziale Nutzungen "angekoppelt" werden können. Es ist vorgesehen, einen noch festzulegenden Anteil der Grundstücke direkt an die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner zu vermarkten, um eine lebendige architektonische Vielfalt innerhalb des Gebiets zu gewährleisten.