Masterplan Ruhrort

"Hier will ich leben" titelte im Juli 2009 ein Szenemagazin und wählte Ruhrort zum lebenswertesten Stadtteil im Ruhrgebiet. Der häufig verkannte Ortsteil bietet bei genauerem Hinsehen ungeheuren Charme und ein großes Entwicklungspotential. Das Stadtentwicklungsdezernat der Stadt Duisburg, die Franz Haniel & Cie. GmbH, die Duisburger Hafen AG duisport und die Duisburger Gemeinnützige Baugesellschaft GEBAG haben den "Masterplan Ruhrort" in Auftrag gegeben, um den Stadtteil einer integrierten perspektivischen Betrachtung zu unterziehen und die städtebaulichen Möglichkeiten und Chancen zu analysieren.

Perspektiven

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Masterplan Ruhrort

Mit dem Masterplan Duisburg-Ruhrort geben die Initiatoren dem Stadtteil eine klare Perspektive und eindeutige Entwicklungsziele vor: Den Stadtteil zu einem attraktiven zentrumsnahen Wohnort weiterzuentwickeln, neue Arbeitswelten am Wasser sollen entstehen und durch neue attraktive Freizeit- und Kulturangebote gilt es, die Anziehungskraft für neue Bewohner und Besucher deutlich zu steigern. Ideale Voraussetzungen bringt der Stadtteil dafür mit: Seine Kompaktheit, die Lage am Wasser im Zusammenfluss von Rhein und Ruhr, die zentrale Lage innerhalb der Stadt, die interessanten Wohnlagen und der facettenreiche Arbeitsort mitten in Duisburg.

Ziele

Damit geht der Masterplan über eine bloße Stabilisierung Ruhrorts hinaus, er definiert den Ortsteil neu unter dem Motto: "Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit am Strom". Besonders dem Einfluss und den Anstoßinvestitionen des HANIEL-Konzerns ist die Entwicklung zum Wohn- und Dienstleistungszentrum am wachsenden Binnenhafen zu verdanken. Diese Entwicklung bedarf der Ergänzung durch eine weitere Funktionsvielfalt: Neue Bildungs-, Wissenschafts-, Kultur-, Wohn- und Freizeitprojekte können die Attraktivität des Stadtteils steigern. Die gewachsene Ruhrort-Identität soll dabei weiter gestärkt werden, die besondere Spannung und Attraktion aus dem Nebeneinander von Alt und Neu kann dazu beitragen.

Maßnahmen

Um diese Ziele zu erreichen weist der Masterplan ein Bündel von Maßnahmen aus:

  • Die Wasserlagen stärker nutzen
  • Den Verkehr mittel- und langfristig verträglicher gestalten
  • Nachbarschaften kultivieren
  • Eingänge markieren
  • Plätze neu gestalten
  • Straßenräume neu profilieren
  • Freiräume aufwerten, verbinden oder neu schaffen
  • Lücken schließen
  • Nutzungen erfinden
  • Kulturelle Angebote verstärken