Figurengruppe "Begegnungen"

Die Gruppenplastik "Begegnungen" wurde im Jahr 1963 im Auftrag der Stadt Duisburg von der Künstlerin Ursula Hanke-Förster geschaffen und 1964 an der Berliner Brücke aufgestellt. Im Juni 2007 mussten die Figuren abmontiert werden: Die Standsicherheit der Betonstelen war nicht mehr gewährleistet.
Im September 2015 kehrten die Figuren nun wieder zurück an die Berliner Brücke.
Die "Begegnungen" sind an die Berliner Brücke zurückgekehrt.Großbildansicht
Frau Förster erhielt am 15.08.1963 den Auftrag für die Gruppenplastiken und begann sofort mit der Herstellung der Gipsoriginale, die die Formen für den eigentlichen Bronzeguss lieferten. Die erste Plastik wurde im Juni 1964 gegossen, die zweite folgte im Oktober. Bei einer Dicke der Außenhaut von wenigen Millimetern beträgt das Gesamtgewicht einer Figur etwa 1,5 t. Am 11. November 1964 wurden die Figurengruppen auf ihre Sockel gesetzt. Die Figuren symbolisieren das Zustreben der Menschen im geteilten Deutschland. Idee der Künstlerin war es, das Ost-West-Verhältnis "Nehmen und Geben" zum Ausdruck bringen: Jede der beiden Plastiken stellt eine - in ihrem Wesen mit der anderen verwandte - Menschengruppe dar, die in ihren Bewegungskomponenten ein Zueinaderstreben und in ihrer Gestik ein Geben und Empfangen zum Ausdruck bringen. Sie sollen eine innere Beziehung zwischen zwei Menschengruppen verdeutlichen, die voneinander getrennt sind und zueinander wollen. Das Symbol der "Berliner Brücke" als damaliger Aufstellungsort und der zueinander strebenden Menschen erschöpfte sich nicht in der zeitbedingten Bedeutung Berlins als der Brücke zwischen den beiden getrennten Teilen Deutschlands. Neben dem Hinweis auf die damalige politische Situation ist aber auch ein zeitloses Thema gemeint und zwar das der schicksalhaften Trennung und der alle Schwierigkeiten überwindenden Hoffnung. Insgesamt 43 Jahre, von 1964 bis 2007, prägten die Gruppenplastiken "Begegnungen" die A 59 im Bereich der Berliner Brücke. Sie wurden damit zu einem Wahrzeichen nicht nur der Berliner Brücke, sondern auch der Stadt Duisburg und waren weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Im Juni 2007 mussten sie abmontiert werden: Die Standsicherheit der Betonstelen war nicht mehr gewährleistet. Vorübergehend wurden die Kunstwerke eingelagert - bis jeweils drei Bronzeköpfe von jeder Figur von Unbekannten am Pfingstwochenende 2008 abgesägt wurden. Im September 2015 konnten die "Begegnungen" nach 8 Jahren - durch den Einsatz der Kultur- und Stadtentwicklungsdezernate der Stadt Duisburg, der Sparkasse Duisburg und die gute Kooperation mit Straßen NRW - nach Instandsetzung durch das Duisburger Restaurierungsatelier "Die Schmiede" wieder als Wahrzeichen an die Berliner Brücke zurückkehren.

Standort: Berliner Brücke; A 59, Ausfahrt A 40

Künstlerin: Ursula Hanke-Förster (1924 - 2013)

Jahr: 1964

Material: Bronze

Maße: je ca. 5,20 m hoch und 2,10 bzw. 2,90 m breit

          Gewicht je 1,5 t

          Sockel 6 m hoch