Standort im Stadtplan

Mahnmal am Rabbiner-Neumark-Weg (Stadtmauer)

"Zum Gedenken an die Duisburger Synagoge und die Opfer der Verfolgung"


Das hier abgebildete Mahnmal zählt zu einer Reihe von Objekten, die an die Opfer der Wiederstandsbewegung gegen Gewaltherrschaft sowie an das Leid der jüdischen Bevölkerung erinnern sollen.
Mahnmal am Rabbiner-Neumark-WegGroßbildansicht

Der Name des Weges, an dem sich das Denkmal befindet, erinnert an den ersten Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Duisburg. Rabbiner Neumark stand der jüdischen Gemeinde von 1905 bis zu seinem Tod im Konzentrationslager Theresienstadt im Jahre 1942 vor. Das Denkmal ist aus Eisen, ca. 4 m hoch, mit einem Durchmesser von etwa 1,50 m. Es zeigt einen stilisierten Käfig, bestehend aus fünf senkrechten Gitterstäben, die oben, unten sowie in der Mitte durch waagerechte Stäbe miteinander verbunden sind. Dem Betrachter zugewandt ist eine leichte Öffnung. Oben und unten sind Schlösser zu erkennen.Der schmale Spalt zwischen den zusammengebogenen Rändern des Gitters soll den endlich freigewordenen Weg in eine neue Zukunft symbolisieren. Als Symbol für die Gefangenschaft und Ermordung in deutschen Konzentrationslagern, aber auch für die Befreiung steht das Denkmal in einer Nische der alten Stadtmauer am "Rabbiner-Neumark-Weg", unweit des Duisburger Rathauses. Geschaffen wurde das Mahnmal von dem Künstler Hans-Jürgen Breuste (geb. 21.05.1933, gest. 28.01.2012 in Hannover). Er erfuhr schon in früher Jugend unter dem Eindruck des Hitler-Regimes und des Krieges, wie unmenschlich die Mächtigen den einzelnen, ja ganze Völker unterdrücken. Dieses Grunderlebnis wurde bestimmend für seine künstlerische Tätigkeit, die er als politisch-moralische Aufklärung versteht.


Standort:
Rabbiner-Neumark-Weg

Künstler:
H. J. Breuste

Material:
Eisen

Jahr:
1974

Maße:
Höhe 4,20 m