Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Dachsanierung des Lehmbruck Museums

Einen Fördervertrag für die Dachsanierung des Lehmbruck Museums in Höhe von 100.000 Euro überbrachten Stephan Hansen, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und Dr. Dietmar Rudert vom DSD-Ortskuratiorum Essen am 03.02.2014 im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link und Theo Goßner, Geschäftsführer von WestLotto vor Ort an Uwe Rohde, Geschäftsführer des Immobilien-Management Duisburg und Frau Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Museums.
Damit unterstützte die DSD die dringend notwendigen Arbeiten zur Dachsanierung am Lehmbruck Museum.
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V. l. n. r.: Uwe Rhode, Geschäftsführer Immobilien Management Duisburg; Theo Goßner, WestLotto; Dr. Söke Dinkla, Direktorin Lehmbruck Museum; Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg; Dr. Dietmar Rudert, Ortskuratorium Essen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz; Stephan Hansen, Geschäftsführer Deutsche Stiftung Denkmalschutz


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Ausschnitt aus der Dachkonstruktion des Lehmbruck Flügel

Das seit April 2000 unter Denkmalschutz stehende Museum wurde in vier Teilen und zwei Phasen (1964, 1987) errichtet, und zwar nach den Plänen von Manfred Lehmbruck bzw. der Architektengemeinschaft Lehmbruck/Hänsch.

Der für seine Entstehungszeit sehr moderne Komplex - ein besonderes Beispiel für die Museumsarchitektur nach dem Zweiten Weltkrieg - besteht u.a. aus zwei rechtwinklig angeordneten Baukörpern von unterschiedlicher Formensprache. Dabei steht die große, von Glaswänden umschlossene, transparente Halle im Gegensatz zum Lehmbruck Flügel, der überwiegend aus Stahlbeton besteht.

An vielen Gebäudeteilen des Museums sind aufgrund von Materialalterung und Änderungen von Bauvorschriften Sanierungsmaßnahmen notwendig geworden. Daher wurde beschlossen, dass eine Sanierung des Museums erforderlich ist.


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Ausschnitt aus der Dachkonstruktion des Lehmbruck Flügel

Im ersten Bauabschnitt wurde der Lehmbruck Flügel saniert. Die Umsetzung der Baumaßnahme begann im September 2013 mit der Demontage aller Installationen an der Hallendecke.
Es folgte der Abbruch und Wiederaufbau des ca. 1.200 m² großen Flachdaches sowie der maroden, undichten 'Wintergärten' und Streiflichter/Lichtkuppeln in der Dachfläche. Dabei wurde die elektrische Installation, bei Erhalt der originalen Beleuchtung, erneuert.

Es folgte die Erneuerung der Regeltechnik, der Heizungs- und Klimaanlage sowie die Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen. Auch wurde den gültigen Sicherheitsbestimmungen - Ertüchtigung der Geländer mit Glasscheiben - Rechnung getragen.


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Innensanierung des Lehmbruck Flügels

Das Budget für den ersten Bauabschnitt lagt bei 1,3 Mio. Euro.

Insgesamt sind für die Sanierung des gesamten Museums  - in drei weiteren Bauabschnitten - rund 4 Mio. Euro vorgesehen.