Schwimmsteiger optimiert Hafenwache der Feuerwehr

Ein neuer Schwimmsteiger und ein neues Tochterboot optimieren den Einsatz des Feuerlöschbootes "Duisburg" an der Hafenwache am Vinckekanal. "Damit können die Ausrückzeiten der Boote verbessert werden", freute sich Oberbürgermeister Sören Link beim Ortstermin am Vinckekanal.
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v.l.n.r. Amtsleiter Feuerwehr und Zivilschutz Uwe Zimmermann, Oberbürgermeister Sören Link, Geschäftsführer des IMD Uwe Rohde, Bezirksbürgermeister Homberg/Ruhrort/Baerl Hans-Joachim Paschmann

Das Feuerlöschboot "Duisburg" liegt an einem neuen Schwimmsteiger. Der Steiger wird seinem Namen gerecht, da unabhängig vom Wasserstand des Rheins die Boote der Hafenwache einen sicheren Liegeplatz haben. Nachdem das Feuerlöschboot des Landes ausgesondert wurde, musste die Anlegesituation neu überdacht werden.


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Maßgeblich für den Liegeplatz ist die sichere und schnelle Erreichbarkeit der Feuerwehrboote für die Besatzung bei jedem Wasserstand des Rheins. Die neue Treppenanlage zusammen mit den Führungsschienen für den Steiger ermöglichen es der Besatzung, auch beim höchsten Hochwasser oder niedrigsten Niedrigwasser von Land auf den Steiger zu gelangen. Im Deckshaus auf dem Steiger ist auch die spezielle Einsatzkleidung der Besatzung untergebracht, so dass sich die Feuerwehrleute dort schnell ausrüsten können.


Das Feuerlöschboot wird über eine Starkstromleitung mit Einspeisung vom Steiger jederzeit betriebsbereit gehalten. Das Ab- und Anlegen mit dem großen Feuerlöschboot ist durch Scheuerleisten am Steiger und mehrere Poller so einfach wie möglich gestaltet. Für Einsätze im Dunkeln wird die gesamte Anlage nach den Vorschriften der Arbeitsplatzrichtlinie ausgeleuchtet. Für das Mehrzeckboot der Feuerwehr wurde ein überdachter Liegeplatz in die Anlage integriert.


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Der neue Schwimmsteiger, der durch das Immobilien Management Duisburg errichtet wurde, hat rund 200.000 Euro gekostet. Er ist 30 Meter lang und knapp vier Meter breit. Er ist ein Betonkörper, der durch unterlegten Schaumkunststoff schwimmfähig gemacht wird. Ähnliche Anlagen findet man in Duisburg an der Marina und den Gastronomieschwimmern im Innenhafen. Durch diese Bauausführung konnte im Vergleich zur üblichen Stahlbauweise ein Drittel der Kosten gespart werden.


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Das neue Tochterboot des Feuerlöschbootes ersetzt ein 40 Jahre altes Rettungsboot. Das Boot ist im Heck des Feuerlöschbootes eingeschoben und kann bei voller Fahrt abgesetzt und wieder aufgenommen werden.

Diese Technik ist auch von Seenotrettungskreuzern bekannt. Mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h auf dem Wasser wird es als schnelles Rettungsboot für die Personensuche auf dem Rhein eingesetzt. Es hat eine Bugklappe über die gerettete Personen schonend und leicht an Bord genommen werden können. Für Nachteinsätze hat das Boot mehrere Suchscheinwerfer. Auch bei technischen Hilfeleistungen wird das Tochterboot regelmäßig eingesetzt. Mit ihm wird bei Ölschäden im Hafen die Schlängelanlage der Feuerwehr in Position gebracht oder Material zwischen einem havarierten Schiff und dem Land transportiert. Das Tochterboot kostet rund 50.000 Euro.