Baumaßnahme in der Glückauf-Halle abgeschlossen

Die Glückauf-Halle ist eine Veranstaltungshalle für 1.200 Besucher und wurde in den 60er Jahren erbaut. Sie ist multifunktional konzipiert und wird für Sport- und Kulturveranstaltungen, Messen, Tagungen und Ausstellungen genutzt.
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Die überarbeiteten RS-Türen

Ausgangslage

Der Sportboden befand sich aufgrund des hohen Alters in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die Unterkonstruktion war an zahlreichen Stellen gebrochen, wodurch die flächenelastische Schwingfunktion und die Tragfähigkeit stark eingeschränkt waren. Ein Austausch des Sportbodens wurde vom Institut für Sportbodentechnik dringend empfohlen, damit ein ordnungsgemäßer Sportunterricht sichergestellt werden kann.

Des Weiteren musste die Lüftungsanlage, welche zur Belüftung und Beheizung der Halle dient, ertüchtigt werden. Hinzu kam die Umsetzung des neu erarbeiteten Brandschutzkonzeptes sowie die Erneuerung der Bühnentechnik (Ober- und Untermaschinerie).

Aufgrund der verschärften Betrachtungsweise auf Sonderbauten und Versammlungsstätten, mussten nicht nur die wesentlichen Mängel, sondern grundsätzlich alle Mängel abgearbeitet werden. Dazu gehörte die komplette Sanierung der Elektroinstallation. Der schulische Sportbetrieb während der Baumaßnahme konnte nur mit starken Einschränkungen stattfinden.


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Neuer Hallenboden für die sportliche und kulturelle Nutzung

Baubeschreibung

Der gesamte Schwingboden inkl. Unterkonstruktion, Rahmen und Bodendeckeln wurde demontiert, im Anschluss erfolgte die Montage eines flächenelastischen Schwingbodens einschließlich Wärme- u. Trittschalldämmung. Der Oberboden wurde in Linoleum ausgeführt. Abschließend wurden Spielfeldmarkierungen für Handball und Kunstradfahren mit hochabriebfester Markierungsfarbe aufgetragen.

Die Ertüchtigung der Lüftungsanlage umfasste die Verlegung der mangelhaften Außenluftansaugung. Im Bereich der Elektroinstallation war es notwendig, die Elektrounterverteilungen, den Hausanschluss sowie die Zuleitungen zu der Bühne zu erneuern. Aufgrund der sehr aufwendigen Kabelführungen waren hierdurch diverse hochbauliche Arbeiten notwendig. Des Weiteren erneuerte man die Elektromotoren der Ventilatoren, die Vorfilterstufe, die Schalldämmkulissen und die gesamte Regeltechnik. Zur weiteren Sicherstellung der Betriebsfähigkeit der Glückaufhalle setzte man das überarbeitete Brandschutzkonzept um. Im gesamten Gebäude wurden weitere Brandabschnitte geschaffen und vorhandene Rauchschutztüren überarbeitet. Um einen sicheren Betrieb der Bühnentechnik (Transportpodien) zu gewährleisten, war es notwendig, die Antriebstechnik sowie die Steuerung zu erneuern. Dazu gehörte auch die statische Ertüchtigungen im Bereich der Bühne. Ohne eine komplette Mängelbeseitigung wäre ein Weiterbetrieb der Glückauf-Halle nicht zulässig gewesen.


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Der Foyerbereich

Kosten, Finanzierung und zeitlicher Ablauf

Im November 2011 konnte mit der aufwendigen Sanierung begonnen werden. Kurz vor den Sommerferien konnte die Glückauf-Halle wieder komplett genutzt werden.

Die Gesamtbaukosten für diese Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,1 Mio. Euro.

Besonderheiten

Der neu verlegte Hallenboden wurde der sportlichen und kulturellen Nutzung derart angepasst, dass er ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen gleichsam mit Straßenschuhen und Sportschuhen genutzt/betreten werden kann. Nach Umsetzung des Brandschutzkonzeptes wurde der Foyerbereich der uneingeschränkten Nutzung zugeführt, so dass dort Aufbauten, wie beispielsweise ein Buffet, möglich sind.