Sanierung der GGS Ruhrort abgeschlossen

Die energetische Sanierung der teilweise denkmalgeschützten Gemeinschaftsgrundschule Ruhrort in der Fürst-Bismarck-Straße 26, im Stadtteil Duisburg-Ruhrort, wurde im Rahmen des Förderprogramms "Investitionspakt zur energetischen Erneuerung sozialer Infrastruktur" des Landes NRW durchgeführt und Anfang 2012 fertiggestellt.
Die zweizügige städtische Grundschule wird von ca. 180 Schülern und 15 Lehrkräften besucht. Im Jahr 2007 wurde sie zu einer offenen Ganztagsschule umgewandelt.
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GGS Ruhrort nach der Sanierung

Historie

Die GGS Ruhrort umfasst ein dreigeschossiges, denkmalgeschütztes Hauptgebäude mit ausgebautem Dachgeschoss. Hinzukommt eine Sporthalle, welche im 2. Weltkrieg durch Bombentreffer schwer beschädigt worden ist und ein eingeschossiges Nebengebäude, in dem die WC-Anlagen untergebracht sind. In den 50iger Jahren (ab ca. 1954) wurde die Schule wieder aufgebaut. Dabei wurden der Umkleidetrakt der Sporthalle und das Pausen-WC neu errichtet und das Hauptgebäude auf dem alten Keller neu erbaut. Die ausgebombte Sporthalle wurde wieder hergerichtet und die Ziegelfassade dabei außen verputzt. Aus diesem Grund unterliegt nur das Hauptgebäude mit der Pausen-WC- Anlage dem Denkmalschutz.


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GGS Ruhrort vor der Sanierung

Alt-Zustand der Gebäudehülle

Die Außenwände des Unterrichtsgebäudes bestanden aus einschaligem Backstein und waren ungedämmt. Bei den Fenstern handelte es sich um einfachverglaste Fenster, die sich in einem sehr schlechten Zustand befanden. Für die Dämmung der Außenwände sowie die Erneuerung der Fenster dieses Gebäudes bestanden Auflagen des Denkmalschutzes. Die Luftdichtigkeit des Gebäudes war aufgrund der alten Fenster in den Fassaden nur mäßig, was zu hohen Lüftungswärmeverlusten führte. Die Außenwände, Dachkonstruktionen und Kellerdecken waren dem Baujahr entsprechend ungedämmt, wodurch hohe Wärmeverluste und hohe Energiekosten entstanden. Dies erforderte eine aufwändige Sanierungsmaßnahme an Dach, Fenster und Fassade. Insgesamt war der energetische Zustand der Gebäudehülle, sowohl beim Unterrichtsgebäude, als auch bei den Nebengebäuden und der Turnhalle als sehr schlecht zu bezeichnen.


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Sporthalle nach der Sanierung

Baumaßnahmen am Hauptgebäude und an der Sporthalle

Im denkmalgeschützten Hauptgebäude und in dem Pausen-WC, erfolgte der Einbau der Innendämmung Multipor sowie auch ein Anstrich der nicht gedämmten Wände. Die teilweise noch einfach verglasten Fenster wurden durch 3-fach verglaste Fenster ersetzt. Es erfolgte die Dämmung des Mansardedachs in Trockenbauweise und die Herstellung einer Zinkblechdeckung in Verbindung mit Reparaturarbeiten am Dachtragwerk durch einen Zimmermann. Es mussten 14 der 28 Gauben komplett neu errichtet werden, da das Holz morsch geworden war. Die Fassade wurde gereinigt und teilweise wurde die Fassade neu verfugt, des Weiteren war eine Reparatur von Sandsteinelementen nötig. In der Schule wurde eine energiesparende Beleuchtung eingebaut. Die gesamte Heizungsanlage sowie die sanitären Einrichtungen wurden erneuert. Es wurden Unterdecken aus optischen und Schallschutzgründen eingebaut und diverse Brandschutzertüchtigungen durchgeführt. Die Sporthalle erhielt ebenfalls neue Fenster sowie ein Wärmedämmverbundsystem und eine Deckenstrahlheizung. Zur Zeit wird noch die Instandsetzung von nicht genutzten Verwaltungsräumen über der Sporthalle in Verbindung mit der Herstellung einer neuen Treppe durchgeführt.


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Sporthalle vor der Sanierung

Energiesparverordnung

Durch die umfassende Sanierung wird der Heizbedarf gemäß den Bestimmungen der zurzeit gültigen Energiesparverordnung dauerhaft gesenkt und die Betriebskosten und der CO2-Ausstoß reduziert. Damit sollte das Gebäude trotz der durch den Denkmalschutz eingeschränkten Sanierungsmöglichkeiten auf ein energetisch ambitioniertes und zukunftssicheres Niveau gebracht werden. Diese Vorgaben wurden erreicht.

Nach dem erarbeiteten Energiekonzept rechnet die Schule gegenüber den bisherigen Verbrauchswerten mit einer Energieeinsparung von mehr als 70 Prozent. Neben den zu erwartenden Energieeinsparungen können des weiteren 30% der Stromkosten und ca. 70% der CO² -Ausstoßungen (ca. 26,4 Tonnen pro Jahr) reduziert werden.

Die Baumaßnahme begann mit dem Einrüsten der Sporthalle im November 2010. Danach erfolgte klassenweise der Austausch der Fenster und seit Frühjahr 2011 wurde etagenweise das Hauptgebäude saniert. Die Arbeiten wurden 2012 abgeschlossen. Die GGS Ruhrort wurde u.a. mit Mitteln aus dem "Investitionspakt zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur" des Landes NRW finanziert. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf ca. 2.824.000 Euro.