Projektbeschreibung Straßenbaumkonzept

Die Maßnahmen Straßenbaumkonzept und Klostergarten werden über das Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün" gefördert:

Oberbürgermeister Sören Link hat heute (5. Dezember) die Förderbescheide im Rahmen des NRW-Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün" von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, für die Maßnahmen "Klostergarten" und "Straßenbaumkonzept" entgegengenommen

Das Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün" soll helfen die urbane grüne Infrastruktur in den Kommunen zu verbessern. Die Maßnahmen leisten einen Beitrag zur Lebens- und Wohnqualität, zur gesellschaftlichen Teilhabe, zur Verbesserung des Stadtklimas und der Umweltgerechtigkeit insbesondere durch eine gerechte Verteilung qualitativ hochwertigen Stadtgrüns sowie zum Erhalt der biologischen Vielfalt und der Naturerfahrung.

Im Bereich des Innenhafens wird der Museumsgarten zu einem ca. 2.000 qm großen Klostergarten mit Heilkräutern, Wildblumen und einer Streuobstwiese umgebaut. Die Idee zu einem derartigen Garten ergibt sich aus dem historischen Bezug zu einem Kloster, welches sich alten Stadtplänen zufolge unweit der Stadtmauer befunden hat. Das Areal rückt zukünftig näher an den Spielplatzbereich heran und verbindet dadurch das Museum mit dem östlich gelegenen Teil des Innenhafens und dem Garten der Erinnerung. Erweiterte Möglichkeiten zum Verweilen und Picknicken werden durch neue Sitzgelegenheiten mit Tischen geboten.

"Dank der Unterstützung des Landes entsteht eine zusätzliche Grünoase als Treffpunkt und Erholungsort, die gleichzeitig eine neue Aufenthaltsqualität für die Duisburger Bürger/innen und Besucher/innen im Innenhafen bietet", so Oberbürgermeister Sören Link.

"Gleichzeitig stellt der neue Klostergarten eine Verbindung zwischen dem Rathaus, dem zukünftigen Mercatorquartier und dem Innenhafen dar", ergänzt Umweltdezernent Dr. Ralf Krumpholz.

Im Zuge der Entwicklung des Portsmouthplatzes entstand der bildhafte Begriff des "Leiterkonzeptes" aufgrund bislang fehlender Verknüpfungen zentraler Innenstadtbereiche. Die zukünftige visuelle Verknüpfung soll über Begrünungen im Straßenraum hergestellt werden. Für die Umsetzung der zweiten, vom Land geförderten Maßnahme, des "Straßenbaumkonzeptes", wurden vorrangig Straßenzüge ausgewählt, die das Leiterkonzept unterstützen und im Straßenbaumentwicklungskonzept als Straßen mit kurzfristigem Handlungsbedarf ausgewiesen sind.

Die Königstraße und die Friedrich-Wilhelm-Straße sind die Hauptachsen im Innenstadtbereich und verbinden in West-Ost-Ausrichtung die Innenstadt mit dem Hauptbahnhof. Als Sprossen dienen die rechtwinkelig verlaufenden Verbindungsstraßen zwischen diesen Hauptachsen.

"Im Rahmen der Maßnahme werden 65 neue Baumstandorte und 13 Pflanzinseln mit Rankgerüsten hergestellt", hebt Oberbürgermeister Sören Link hervor.

Neben der optischen Verknüpfungsfunktion der geplanten Baumstandorte werden die Straßen durch die Pflanzung räumlich neu gegliedert und aufgewertet. "Außerdem tragen die Pflanzmaßnahmen zu einer Verbesserung des Stadtklimas - Bindung von Feinstaub, Senkung der Temperatur, Erhöhung der Luftfeuchtigkeit - bei und die Pflanzinseln verknüpfen als Trittsteinbiotope Grünräume untereinander", so Umweltdezernent Ralf Krumpholz.

Beide Maßnahmen sind Bestandteile des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt Duisburg. Die Baukosten betragen zusammen rd. 500.000 Euro, wovon 80 Prozent gefördert werden.

Ziele

  • Aufwertung öffentlicher Raum
  • Schaffen von Grünverbindungen
  • Verbesserung der Klimafunktionen

Handlungsfelder

  • Stadtgestaltung und öffentlicher Raum
  • Klima und Umwelt

Projektbeschreibung

Auf Grundlage des Baumkatasters der Stadt Duisburg hat das Büro Danielzik & Leuchter ein stadtweites Konzept zur Erweiterung und stetigen Erneuerung des Baumbestandes erstellt. Es gibt Handlungsempfehlungen für perspektivische Erneuerung des Baumbestandes einschließlich Art und Umfang der Pflanzmaßnahme sowie deren zeitliche Priorität.

Im Rahmen der Leitbildwerkstatt zum Bahnhofsplatz wurde für die Vernetzung des Bahnhofs mit der Innenstadt der bildhafte Begriff des "Leiterprinzips" festgelegt. Die Königstraße sowie die Friedrich-Wilhelm-Straße sind Hauptachsen, die zum Bahnhofsplatz führen. Hohe Straße, Tonhallenstraße, Claubergstraße oder Düsseldorfer Straße verbinden die beiden Hauptachsen miteinander. Hierauf basierend wurden zur Umsetzung des Straßenbaumkonzeptes vorrangig Straßenzüge ausgewählt, die zum einen das Leiterkonzept unterstützen, als auch im Straßenbaumkonzept mit kurzfristigem Handlungsbedarf belegt sind. Daraus ergeben sich Baumpfl anzungen für folgende Straßen und Straßenabschnitte: Averdunkplatz, Hohe Straße, Am Buchenbaum, Claubergstraße, Vom-Rath-Straße, Börsenstraße, Dellplatz, Wallstraße, Neue Marktstraße, Goldstraße, Sonnenwall, Untermauerstraße.

In weiteren Maßnahmen kommen die Empfehlungen des Straßenbaumkonzeptes ebenfalls zur Umsetzung, wie beim Umbau Kuhlenwall, der Gestaltung des Bahnhofplatzes und dem Umbau der Friedrich-Wilhelm-Straße.