Projektbeschreibung

Ziele

  • Stärkung der Duisburger Innenstadt als Wohnstandort durch ein neues Stadtquartier
  • Nachnutzung brachliegender/untergenutzter Potentialflächen
  • Entwicklung historischer Bezüge, Identitätsstiftung und Baukultur
  • Einbindung von Wirtschaft und Stadtgesellschaft

Handlungsfelder

  • Stadtgestaltung und öffentlicher Raum
  • Wohnen und Soziales
  • Beteiligung und Kooperation

Projektbeschreibung

Der Masterplan für die Duisburger Innenstadt steckt bereits den Rahmen für die Entwicklung des teilweise brachliegenden Areals ab: ein neues innerstädtisches Quartier für zeitgemäßes und generationenübergreifendes Wohnen. Zur Entwicklung des Areals und zur Umsetzung der zentralen Zielsetzung für die Profi lierung der Innenstadt als Wohnstandort, hatte die Stadt bereits einen kooperativen städtebaulichen Planungswettbewerb durchgeführt. Daran anknüpfend wurde eine Voruntersuchung zur Sondierung der vermuteten Bodendenkmäler durchgeführt und Ende Januar 2013 abgeschlossen. Die bedeutenden Ergebnisse der Grabungen, insbesondere die einmaligen und umfangreich erhaltenen, hochqualitativen Baureste des Mercatorhauses und seiner Nachbarhäuser, lassen eine Bebauung unter vollständiger Beseitigung des archäologischen Erbes nicht mehr zu. Vor dem Hintergrund der bundesweit bedeutenden Befundlage besteht die Notwendigkeit, ein komplett neues Planungs-, Entwicklungs- und Vermarktungskonzept für das Areal zu erarbeiten, das die historischen Grundlagen einbezieht.

Eine Rentierlichkeit der neu zu konzipierenden Maßnahme ist im Hinblick auf die Erlöserwartungen, die denkmalbezogenen Mehraufwendungen und die bilanzierten Werte nicht darstellbar.

Parallel zu dieser Entwicklung formiert sich eine breit angelegte Initiative aus der Stadtgesellschaft, um die Idee eines Wiederaufbaus des Mercatorhauses und des unmittelbar angrenzenden städtebaulichen Ensembles aufzugreifen, in eine konkrete Projektstruktur zu bringen und über bürgerschaftliches Engagement zu finanzieren.

Das Areal ist ein Schlüsselgrundstück für das innerstädtische Wohnen. Ziel ist die Baureifmachung der Fläche und ihre Entwicklung zu einem modernen und innovativen Wohnstandort. Die Freilegung des Grundstücks ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein wichtiger und erforderlicher Zwischenschritt, um Klarheit über die konkreten Nutzungsmöglichkeiten zu bekommen. Art und Umfang der über- und unterirdischen Bebaubarkeit, der Erschließung sowie der bestehenden Optionen für die Entwicklung und Nutzung der historisch bedeutsamen Fundstelle des Mercatorhauses sind in diesem Zusammenhang zu ermitteln. Nach einem Abriss der aufstehenden Gebäude können die archäologischen, planerischen und wirtschaftlichen Rhmenbedingungen für die Entwicklung konkret beschrieben werden. Auf dieser Grundlage wäre die weitere Planung anzugehen und zu gestalten, ebenso wie die Akquisition und Einbindung von Entwicklungspartnern (private und öffentlich, bzw. allgemeinnützig tätige Partner).

Die erforderlichen Schritte und Optionen im Rahmen der relevanten Förderzugänge müssen im weiteren Prozess im Detail mit der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr abgestimmt werden.