Projektbeschreibung

Ziele

  • Aufwertung des öffentlichen Raums und seiner Aufenthaltsqualität
  • Verbesserung der fußläufigen Anbindung der Duisburger Innenstadt an den Hauptbahnhof
  • Abmilderung der städtebaulichen Zäsur
  • Stärkung der nachhaltigen Mobilität

Handlungsfelder

  • Stadtgestaltung und öffentlicher Raum
  • Mobilität
  • Beteiligung und Kooperation

Projektbeschreibung

Ziel der Maßnahme ist es, die Bedingungen für eine verbesserte fußläufige Anbindung des Hauptbahnhofes an die Duisburger Innenstadt zu schaffen. Der Umbau der Mercatorstraße ist aus dem Masterplan Innenstadt abgeleitet und umfasst den parallel zur vorhandenen Bebauung verlaufenden Abschnitt im Bereich zwischen der Friedrich-Wilhelm-Straße und der Königstraße einschließlich eines Teilbereiches der Brücke über die A 59 bis zum Harry-Epstein-Platz (Verknüpfungshalle) sowie des Abschnittes der Friedrich-Wilhelm-Straße zwischen der Mercatorstraße und der Hohe Straße.

Durch die Abdeckung der Bundesautobahn A 59 entlang des Hauptbahnhofs wurden wesentliche städtebauliche sowie infrastrukturelle Voraussetzungen für die Verbesserung der Wegeverbindungen vom Hauptbahnhof in die Duisburger Innenstadt sowie für einen neuen innerstädtischen Platzbereich geschaffen.

Im Zusammenhang mit der Gestaltung des Bahnhofsplatzes (A1) sowie der Realisierung von zwei Gebäuden am Platzbereich (Hotel und Bürogebäude) sollen nun die Wegeverbindungen zwischen dem Hauptbahnhof und der Duisburger Innenstadt durch den Umbau der Mercatorstraße durchgehend verbessert werden.

Durch die Reduzierung von aktuell vier auf künftig zwei Spuren wird die durch die jetzige Verkehrssituation vorherrschende städtebauliche Zäsur gemildert. Durch diese Maßnahmen werden die künftige Aufenthaltsqualität und die Wegebeziehungen in die Innenstadtbereiche an dieser Stelle wesentlich aufgewertet.

Die nachhaltige Mobilität wird durch den Umbau der Mercatorstraße gestärkt. So werden die Bedingungen für den Radverkehr durch Anlage eines Radfahrstreifens wesentlich verbessert. Durch die Verlagerung der Bushaltestelle im Knotenbereich mit der Friedrich-Wilhelm-Straße wird eine Verbesserung des Übergangs vom Bus in das Empfangsgebäudes des Bahnhofes erzielt. Die Änderungen im Knotenbereich Mercatorstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße machen einen Umbau der Friedrich-Wilhelm-Straße bis zur Hohe Straße notwendig, da die Zulauf- und Ablaufstrecken von der Friedrich-Wilhelm-Straße zur Mercatorstraße organisiert und an den Bestand angepasst werden müssen.

Mit dem Umbau der Straßen werden insbesondere die Ziele der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes unterstützt und flankiert, um einen neuen Duisburg spezifischen, repräsentativen Stadtraum als Eingangsbereich in die Innenstadt zu schaffen. Zudem wird durch die Reduzierung des Verkehrsraums ein Baugrundstück entlang des neu gestalteten Bahnhofsplatzes ermöglicht, das den künftigen Platz an seiner Westseite städtebaulich sinnvoll fasst. Des weiteren gibt es der Stadt Duisburg die Möglichkeit, private Investitionen in die Innenstadt zu lenken und den Platzbereich mit Gastronomie- und Dienstleistungsangeboten funktional zu ergänzen.

Der Umbau der Mercatorstraße steht im direkten Einfluss anderer Maßnahmen im Bahnhofsumfeld (Gestaltung Bahnhofsplatz, Sanierung Brücke Königstraße und Umbau der Friedrich-Wilhelm-Straße).

Im Vorfeld haben informelle Beteiligungs- und Informationsveranstaltungen zum Umbau der Mercatorstraße u.a. mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie mit den wesentlichen Trägern öffentlicher Belange stattgefunden. Vorbehaltlich einer weiteren Detailplanung und des politischen Beschlusses wird eine Förderung für den Umbau der Mercatorstraße angestrebt.

Der Maßnahmenzuschnitt dieser Fördermaßnahme wird Auswirkungen auf die Maßnahme B1 "Umbau und Gestaltung Friedrich-Wilhelm-Straße" hervorrufen. Dies wird bei der Beantragung und dem genauen Zuschnitt beider Maßnahmen berücksichtigt.