Klima & Umwelt

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Wichtige Grünverbindungen

Gerade in baulich verdichteten Stadträumen, wie es Innenstädte sind und sein sollen, sind Freiräume und Grünelemente wichtige Merkmale, um eine hohe Nutzungsqualität und Attraktivität der Zentren zu sichern und das Stadtklima zu verbessern. Der Masterplan Innenstadt sieht die Aufwertung öffentlicher Räume durch z.B. Begrünung des Straßenraums sowie verbesserte Grünanbindungen vor.

Ein Ziel ist die Verbindung der vorhandenen innerstädtischen Frei- und Grünflächen sowie die Verknüpfung mit den umliegenden Bereichen. Ein wichtiger Handlungsbedarf im Innenstadtbereich besteht am Bahnhofsplatz, dem Verknüpfungsbereich zwischen Handelslage,  Hauptbahnhof und "Duisburger Freiheit". Hier soll auch die Innenstadt gemäß des Leitbildes "Grüner Ring" über ein Netz von Grünflächen mit dem RheinPark verbunden werden.

Verbesserung der innerstädtischen Grünwegevernetzung

Daneben haben die Hauptverbindung von der Handelslage zum Innenhafen entlang der Stadtmauer sowie die Qualifizierung der Einbindung des Kantparks als innerstädtisch bedeutsame Grün- und Freifläche eine herausragende Bedeutung. Die verbleibenden Lückenschlüsse der Wegeverbindungen um das Hafenbecken im Innenhafen gilt es abzuschließen.


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Klimatope

Verbesserung der Klimafunktionen

Für die Innenstadt sollen stadtklimatische Verbesserungen erzielt werden. Die Klimaanalyse der Stadt Duisburg 2010 zeigt die unterschiedlichen Klimatope für den Innenstadtbereich. Insbesondere die Wasserflächen des Innenhafens und der Kantpark sind wertvolle Klimaoasen, die dämpfenden Einfluss auf die Lufttemperatur haben und innerstädtische Kaltluftproduzenten sind. Die am östlichen Stadtkern verlaufend Luftleitbahn entlang der Verkehrstrasse verhindert zudem eine räumliche Ausweitung und ein Zusammenwachsen der innerstädtischen Wärmeinsel mit angrenzenden Belastungsbereichen im Stadtteil Neudorf. Da die klimatischen Vorteile dieser Freiflächen ohne bedeutende Wirkung bleiben, gilt es neben der Sicherung und Verbesserung der Qualität, insbesondere die Zugänglichkeit und Verknüpfung zu stärken. Das Klima der Innenstadt ist weitestgehend geprägt durch dichte und hochverdichtete städtische Bebauung, die ausgeprägte Wärmeinseln mit eingeschränkten Austauschbedingungen verursacht. Die Wohnlagen Dellviertel, Wasserviertel, Innenhafen und Altstadt-Nord sind mäßig belastete Gebiete, die Haupthandelslage bis in den südlichen Altstadtbereich weisen die höchsten Belastungen auf. Ziel ist es vor allem in diesen hochbelasteten Bereichen klimatische Verbesserungen z.B. durch Begrünung und entsprechenden Luftaustausch zu erzielen.

Sicherung innerstädtischer Grünflächen

Die auszubauenden Grünstrukturen, wie beispielsweise durch die Umgestaltung des König-Heinrich-Platzes oder den Bau der Grünfläche und Grachten im Innenhafen erfolgt, sollen die Attraktivität der City verbessern und die Aufenthaltsqualität und damit auch die Wohnumfeldqualität steigern. Die zentrale innerstädtische Grünfläche Kantpark weist Problemlagen auf. Zur Behebung der Fehlfunktionen, Sicherung der klimatischen Funktion und der künftigen Entwicklung der Parkanlage befasst sich künftig eine an den BEST angegliederte Arbeitsgruppe.  

Für die Straßenräume werden im Straßenbaumkonzept "Duisburger Straßenbäume - Konzept zur Erweiterung und stetigen Erneuerung des Bestandes 2012" Handlungsbedarfe für die Begrünung der öffentlichen Räume dargestellt und eine Priorisierung vorgenommen.  Straßenbäume sind für die Ökologie, Stadtgestaltung, das Wohlbefinden der Menschen bedeutend, sie führen zur Verbesserung der Umweltqualität und des Stadtklimas. Straßenbäume binden z.B. Feinstaub senken die Temperatur und erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Das Straßenbaumkonzept gibt, bezogen auf das Gesamtbild von Straßen, Handlungsempfehlungen aus gestalterischer und funktionaler Sicht. Für alle rotmarkierten Straßenzüge in der unten stehenden Abbildung wird ein kurzfristiger Handlungsbedarf für Straßenbäume festgestellt.


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Lärmminderung

Relevant für die Straßenräume in der Innenstadt sind darüber hinaus Maßnahmen, die in der Lärmaktionsplanung zum Schutz der Wohnbevölkerung vorgeschlagen werden. Die Duisburger Innenstadt liegt im "Teilaktionsplan für den Bezirk Mitte" zur Lärmminderung nach der EG-Umgebungslärmrichtlinie. Es befinden sich mehrere Lärmbelastungsschwerpunkte im Geltungsbereich des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt. Es bestehen aktuell keine verpflichtende Gesetzgebung und Finanzierungsmöglichkeiten zur Umsetzung der konkreten Maßnahmenvorschläge zur Lärmminderung, daher sollen bei anstehenden Maßnahmen Synergien genutzt werden, indem die Zielsetzungen des Lärmaktionsplans eingebunden werden. Bei der Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen ist somit zu prüfen, wie lärmmindernde Maßnahmen eingebracht werden können. Einige dieser Abschnitte stellen ebenfalls Luftbelastungsschwerpunkte dar. Hier sind die im Luftreinhalteplan für Duisburg, Oktober 2011, benannten verkehrlichen und sonstigen Maßnahmen zu prüfen, um die Belastungen durch Luftschadstoffe zu mindern.

Verbinden und Qualifizieren von Grünstrukturen

Ziele im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes sind insbesondere die wichtigen Grünverbindungen in der Innenstadt zu verbessern und die Grün- und Freiflächen zu qualifizieren und sichern. In der baulich hoch verdichteten Innenstadt soll die Erreichbarkeit der bedeutsamen innerstädtischen Freiflächen sowie die klimatischen und lärmbelasteten Bereiche vor allem in den Wohnlagen verbessert werden. Die Mängel der zentralen Verbindungsachsen vom Hauptbahnhof über die Handelslage bis zum Innenhafen sollen behoben werden.