Aktivitätszone F | Innenhafen

Großbildansicht

Die Aktivitätszone umfasst im Wesentlichen den bebauten Uferbereich des Innenhafens von der A 59 im Osten bis zum Marientor im Westen. Nördlich begrenzt die Schifferstraße und südlich die Unterstraße in der Verlängerung bis zur Stresemannstraße die Aktivitätszone.

Der Strukturwandel des Innenhafens ist weitestgehend abgeschlossen

Der Innenhafen mit seinen markanten und stadtbildprägenden Mühlen- und Speichergebäuden war einst größter europäischer Getreideumschlagsplatz. Für die Bevölkerung war dieser innenstadtnahe Bereich jedoch immer isoliert. Nachdem der Hafen seine wirtschaftliche Funktion verloren hatte, wurde er 1989 als IBA-Projekt aufgenommen. Im Jahr 1995 erfolgte der Sanierungsbeschluss, wonach das 90 Hektar große Areal entwickelt werden konnte. Nur mit der Unterstützung durch Landesmittel konnte diese erfolgreiche Entwicklung umgesetzt und ein Verhältnis 1:10 von öffentlichen zu privaten Investitionen generiert werden. Der zügige Strukturwandel des Innenhafens durch Umnutzungen und Neubauten zu einem europaweit einmaligen multifunktionalen Dienstleistungszentrum mit einer Mischung aus Büro-, Dienstleitungs-, Freizeit-, Gastronomie- und Wohnnutzungen ist weitestgehend abgeschlossen.

Bei der Entwicklung wurden die Geschichte des Hafenareals und die Wasserflächen als besondere Qualitätsmerkmale thematisch eingebunden. So konnten bei der Herstellung der Uferpromenade die hafentypischen Anlagen erhalten werden. Die hochwertige Gestaltqualität des gesamten Areals wird auch durch die Denkmalpflege gesichert. Zur Verbindung der beiden Ufer wurde eine neue Fußgängerbrücke errichtet. Aktuell wird am Schwanentor das Landesarchiv mit dem dort vorgelagerten Teilstück der Uferpromenade fertiggestellt. Der bis zum Holzhafen verbliebene schiffbare Bereich des Innenhafens wird für den Sportboothafen Marina genutzt, eine Anlegestelle befindet sich am Calaisplatz. Durch den Wohnungsbau an der Speicher- und Hansegracht zwischen Wasserviertel und Innenhafen konnte der Wohnanteil im Bereich des Innenhafens mit modernen Wohnangeboten deutlich erhöht werden. Der Garten der Erinnerung konnte als hochwertige Grün- und Freifläche gestaltet werden und ist heute ein beliebter Erholungsbereich. Der Innenhafen erfüllt darüber hinaus mit dem Sperrwerkbau am Marientor die Aufgabe des Hochwasserschutzes, welche auch zukünftig gesichert werden muss.

Handlungsbedarf besteht an der engen Verzahnung des Innenhafens und der Innenstadtbereiche

Ziel ist der Abschluss der Entwicklung durch die Anbindung an die Innenstadt, der Lückenschluss der Uferpromenade und die Schaffung weiterer Wohnangebote. Handlungsbedarf besteht noch an einer engeren Verzahnung des Innenhafens mit den Innenstadtbereichen, wie der Altstadt und der Handelslage, um die positive Wirkung der Innenhafenentwicklung für die weiteren Innenstadtlagen zu nutzen. Insbesondere bestehen Defizite an den Schnittstellen Kuhlenwall und an der Unterstraße, an denen sich städtebauliche Entwicklungen abzeichnen.

Potentialflächen an der Wasserlage

Weiterhin ist die Uferpromenade noch nicht durchgängig umgesetzt, was vereinzelte Bereiche von der Fußgängerfrequenz isoliert. Für die Herstellung einer durchgängig hochwertigen Uferpromenade sind noch zwei Lückenschlüsse im Bereich des künftigen Eurogate und der Unterstraße am südöstlichen Ende erforderlich. Das Baufeld des Eurogates ist eine der letzten Potentialflächen an der Wasserlage, für welche die Vermarktung erneut aufgenommen werden soll. Erst mit einer Entwicklung des Baufeldes kann die Promenade auf dem bereits vorhandenen treppenartigen Fundament umgesetzt werden. Die Baufelder der Holzhandlung entlang der Unterstraße befinden sich durch einen privaten Investor in der Entwicklung.

Neuer Wohnungsbau an der Holzgracht

An der geplanten Verlängerung der Holzgracht sieht der Masterplan Innenstadt weitere Wohnungsangebote vor. Durch die Verlängerung der Gracht soll zum einen der hochwertige Wohnstandort weiter gestärkt werden und zum anderen auch in diesem Bereich eine nachhaltige Niederschlagsentwässerung erfolgen mit einer zusätzlichen Verbesserung des Kleinklimas. Weiterhin sind im Innenhafen auch Nutzungen für Wohnen und Arbeiten auf den Wasserflächen denkbar.

Der zügige Strukturwandel des Innenhafens war ein wichtiger Meilenstein für eine dienstleistungsorientierte Neuausrichtung der Stadt Duisburg. Die Leitgedanken des Masterplans Innenstadt konnten in diesem Bereich bereits zum großen Teil umgesetzt werden. Um die Entwicklung des Innenhafens abzuschließen, soll in den nächsten Jahren der Lückenschluss der Uferpromenade erfolgen, weitere Wohnangebote geschaffen und die Anbindung an die Innenstadt verbessert werden.