Sicherung der räumlichen Entwicklungspotenziale

Die heutige Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg, gründet ebenso wie ihre Vorgängerin, die Gerhard-Mercator-Universität Duisburg, räumlich-infrastrukturell im Wesentlichen auf den Standorten der ehemaligen "Königlich-Preußischen Maschinenbau- und Hüttenschule" an der Bismarck-/Oststraße (1891, ab 1938 Staatliche Ingenieurschule, ab 1971 Fachhochschule Duisburg) sowie dem Standort Duisburg der 1968 errichteten Abteilung Duisburg der Pädagogischen Hochschule Ruhr (Bereich Lotharstraße / Forsthausweg / Aktienweg). Die Infrastruktur der Uni-GH-Duisburg erreichte aufgrund der sehr positiven Studierendenentwicklung schon bald ihre Grenzen und wurde Anfang der 80er Jahre im nördlichen Campusbereich Lotharstraße / Mülheimer Straße ("Keksdosen") sowie im heutigen LK-Bereich (Bibliothek) umfangreich erweitert.

Universitäts-Erweiterung I: "Club Raffelberg"-Gelände

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Campus Lotharstraße (2002)

Um den räumlichen Anforderungen der wachsenden Universität Rechnung zu tragen hatte die Stadt Duisburg bereits im August 2002 der damaligen Gerhard-Mercator-Universität Duisburg bzw. der Duisburger Universitäts-Entwicklungsgesllschaft (D.U.E.G.) zu einem symbolischen Kaufpreis ein ca. 24.000 qm großes Grundstück an der Lotharstraße/ Carl-Benz-Straße/ Forthausweg veräußert, das bis dato an den Tennis- und Hockeyverein "Club Raffelberg" verpachtet war. Dieser Preis lag bereits dem Grunderwerb durch das Land NRW für die damalige Gesamthochschule Duisburg im Jahre 1971 zugrunde und sollte auch für zukünftige Verkäufe gelten.

Nachverdichtungsoptionen Neudorf

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B-Plan Bismarckstraße

Insbesondere für Einrichtungen der Lehre, deren räumliche Verortung mehr als die von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen auf die Nähe zu bereits vorhandenen spezifischen Hochschulinfrastrukturen (Hörsäle, Seminarzentren, Mensa, Bibliothek etc.) angewiesen sind, müssen am Campusstandort Neudorf Flächenarrondierungs- und Nachverdichtungspotenziale realisiert werden. Als solche eher punktuellen Standorte kommen verschiedene, in städtischem oder Landesbesitz befindlichen (kleineren) Flächen und Immobilien im Universitätsviertel Duisburg-Neudorf grundsätzlich in Frage.


Universitätserweiterungsoption Duisburg-Wedau

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ehem. DB-Ausbesserungswerk Duisburg-Wedau (Uhrenturm)

Eine über partielle "Nachverdichtungen" in Neudorf-Nord (Campus) hinausgehende Standortoption stellt die ca. 30 ha große Fläche des 2004 stillgelegten Ausbesserungswerks der DB AG in Duisburg-Wedau dar. In der nördlichen Teilfläche (nördlich der Wedauer Brücke) können Funktionen der UDE, hochschulinterne und -externe Forschungsinstitute sowie wissens- und technologieintensive Unternehmen (insbesondere StartUps) angesiedelt werden. Die Standortvorteile liegen neben der Flächenverfügbarkeit, der attraktiven Lage zwischen Sportpark Wedau und Stadtwald sowie der Nähe zur Innenstadt (ca. 5 km) und der hervorragenden überregionalen Verkehrsanbindung (A3) vor allem auch in der Nähe zum Campus Lotharstraße (ca. 4 km), der sowohl mit dem Pkw als auch mit dem Fahrrad in knapp 10 Minuten erreicht werden kann.