Stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Stadt (Politik, Verwaltung und Gesellschaft)

Politik und Verwaltung der Stadt Duisburg auf der einen und Universität/Wissenschaft auf der anderen Seite stellen keine zwei parallel nebeneinander her existierende Welten dar, sondern sind auf institutioneller und inhaltlicher Ebene eng miteinander vernetzt. Um die vielfältigen Potenziale der Universität und anderer Lehr-, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für die Entwicklung von Stadtpolitik, -verwaltung und -gesellschaft in Zukunft noch stärker zu nutzen, werden verschiedene Maßnahmen und Projekte entwickelt und durchgeführt, die grob zwei großen kommunalen Handlungsfeldern zugeordnet werden können:

• Einbindung von Wissenschaft und Hochschule in die Stadtpolitik, -verwaltung und -gesellschaft
• sowie umgekehrt: Öffnung von Hochschulleben und -angeboten für die Stadtgesellschaft

Wie im Falle der Schul-/Hochschulkooperation zeigt sich auch hier, dass die vielfältigen Angebote und Möglichkeiten zur Einbeziehung von "Wissenschaft" in die Stadtgesellschaft und der "Stadtgesellschaft" in den Hochschulkontext intensiv genutzt werden:

Gemeinsame Sitzungen von UDE-Rektorat und Verwaltungsvorstand der Stadt Duisburg

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Logos UDE und Stadt Duisburg

Im März 2010 startete die Stadt Duisburg erstmals mit der Durchführung gemeinsamer Sitzungen des Rektorats der Universität Duisburg-Essen und dem Verwaltungsvorstand der Stadt Duisburg. Ziel der einmal pro Jahr stattfindenden gemeinsamen Sitzungen war und ist es, sich über aktuelle Themen an der Schnittstelle Universität / Stadt Duisburg auszutauschen, über Entwicklungen und Planungen zu informieren und Kooperationsmöglichkeiten zu sondieren. Die Sitzungen finden abwechselnd im Rathaus der Stadt Duisburg und an der Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg, statt.

Mitgliedschaften in Wissenschaftsorganisationen

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Tür Ratsaal Duisburg (c) Köppen

Die Stadt Duisburg fördert im Rahmen ihrer Möglichkeiten seit vielen Jahren Wissenschaft und Forschung. Auf nationaler Ebene ist die Stadt Duisburg seit dem Jahr 1946 förderndes Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (MPG). Darüber hinaus ist sie durch ihre Mitgliedschaft im Kuratorium des in Duisburg ansässigen Fraunhofer Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) zugleich natürliches Mitglied in der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung, der größten Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa mit knapp 70 Instituten und Forschungseinrichtungen in Deutschland.


Politische Mitwirkung in regionalen wissenschaftlichen Gremien

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Rathaustür Duisburg (c) Köppen

Während die Universität Duisburg-Essen institutionell im kommunalen Unterausschuss "Universität" mitwirkt, ist die Stadt Duisburg darüber hinaus in vielen Gremien von Forschungseinrichtungen vertreten: • Präsidium des Fördervereins Universität Duisburg-Essen e.V., • Kuratorium des Fördervereins Ingenieurwissenschaften UDE, • Kuratorium des Fraunhofer Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS, • Verein "Konfuzius-Institut Metropole Ruhr", • Verwaltungsrat des Instituts für Energie- und Umwelttechnik IUTA, • Verwaltungsrat des Entwicklungszentrums für Schiffstechnik und Transportsysteme DST sowie im • Wiss. Direktorium des Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung RISP e.V.


Kinder-Uni "Unikids"

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Vorlesung der Kinder-Uni

Seit 2004 gibt es an der UDE die Kinder-Universität "Unikids", die sich an alle Kinder zwischen 8 und 12 Jahren richtet. Eltern dürfen die kindgerechten Vorträge an der Universität Duisburg-Essen ebenfalls verfolgen, allerdings nur per Live-Übertragung in einem Nebenraum. Entsprechend dem Campusprofil stehen in Duisburg physikalisch-ingenieurwissenschaftliche sowie gesellschafts-, aber auch naturwissenschaftliche und medizinische Themen im Vordergrund. Seit 2015 findet die überregional beachtete und i.d.R. ausgebuchte Veranstaltung in dem neuen Hörsaalgebäude LX am Campus Duisburg statt (> 800 Kinder). Im Schnitt kommt etwa ein Drittel der jungen Besucher aus Duisburg, die Übrigen kommen aus der Region (insbesondere aus Essen, Mülheim, Bottrop und Oberhausen).


Gasthörer an der UDE

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UDE-Hörsaal (c) UDE

Die UDE bietet unabhängig vom Vorliegen formaler Voraussetzungen für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, als Gasthörer/-innen an gut 70 ausgewählten Lehrveranstaltungen aller 11 Fakultäten der UDE teilzunehmen, wobei das größte Angebot auf die Fakultät für Geisteswissenschaften entfällt. Im WS 2016/17 haben 195 Bürgerinnen und Bürger an beiden Campi das Vorlesungsangebot an der UDE wahrgenommen, von denen - legt man den Bundesdurchschnitt zu Grunde - knapp 90 (45%) im Rentenalter waren. Besonders beliebt waren mit über 50% der angemeldeten Gasthörer/-innen Vorlesungen in den Geisteswissenschaften, weshalb das Gros der Gasthörer auf den Campus Essen entfallen dürfte.


Hochschulsport

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UDE-Hochschulsport (c) UDE

Auch wenn nur "Restplätze" für nicht-studierende Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der diversen Angebote des Hochschulsports zur Verfügung stehen und die meisten Angebote aufgrund der Campusverortung der Sport- und Bewegungswissenschaften in Essen stattfinden, erfreut sich dieses Angebot doch auch in Duisburg großer Beliebtheit. So nahmen zwischen dem WS 2014 und dem WS 2015 insgesamt ca. 1.100 Bürgerinnen und Bürger an den Sportkursen des Hochschulsports am Campus Duisburg teil.

Europe direct

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Logo Europe direct

Im Jahr 2015 wurden vom "Europe direct EU-Bürgerservice" der Stadt Duisburg  in Kooperation mit Universität Duisburg-Essen, insbesondere dem Jean-Monnet-Lehrstuhl "Europäische Integration und Europapolitik" sechs Veranstaltungen zu aktuellen europäischen Themen durchgeführt (Wahlabstinenz, Neubesetzung EU-Kommission 2015, Flüchtlingspolitik, Brexit, Finanzkrise etc.), an denen insgesamt knapp 340 Duisburger Bürgerinnen und Bürger teilnahmen.


Wissenschaft im Dialog - MS Wissenschaft

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MS Wissenschaft 2016 (Foto: Ilja Hendel/WiD)

Seit 2000 rufen das Bundesforschungsministerium und die Initiative "Wissenschaft im Dialog (WID)" gemeinsam ein "Wissenschaftsjahr" mit wechselnden Themenschwerpunkten aus. Ein Projekt dieser Veranstaltungsreihe ist die "MS Wissenschaft", das "schwimmende ScienceCenter", das seit 2002 im Auftrag des BMBF jährlich zwischen April und September auf eine Reise durch Deutschland und Österreich geht. Seit 2010 macht die "MS Wissenschaft", koordiniert von der Stadt Duisburg, auch regelmäßig im Duisburger Innenhafen Station und bietet Bürger/-innen, vor allem aber auch Schulen ein interessantes Angebot mit interaktiven Exponaten und Veranstaltungen.


UNIAKTIV - CONNECT-Workshops

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Logo Uniaktiv (c) UDE

Im Rahmen des CONNECT-Programms der UDE (UNIAKTIV) arbeiten Schüler/-innen, Studierende und Dozent(inn)en gemeinsam an kommunalen Problemstellungen und Themen, im jährlichen Wechsel an und für die Hochschulstandorte Duisburg und Essen (sowie Mülheim). Programmstart war 2012 in Duisburg (Gesamtschule Duisburg-Mitte, Thema "Leben in Duisburg-Mitte. Visionen für das Jahr 2030"). Im WS 2013/14 stand das Thema "Leben auf der Überholspur, aber die Gesundheit steht im Stau - Mobilität und Lebensqualität im Duisburger Norden" , im WS 2014/15 das Thema "Ernährung" sowie im WS 2015/16 "Willkommenskultur" im Fokus (Kooperationspartnerin nach 2012 war jeweils die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule).


Konfuzius-Institut Metropolregion Ruhr

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Logo Konfuzius-Institut

In engem Schulterschluss von Stadt Duisburg und Universität Duisburg-Essen und auf der Grundlage ihrer langjährigen Kontakte zu Stadt und Universität Wuhan konnte im Jahre 2009 ein sog. "Konfuzius-Institut" für den Standort Duisburg gewonnen werden, von denen es in Deutschland insgesamt nur 16 gibt (Konfuzius-Institut Metropolregion Ruhr). Die dem kulturellen Austausch und der Sprachvermittlung dienenden Veranstaltungen richten sich an Schulen sowie die interessierte Öffentlichkeit, die entweder direkt durch das Institut oder indirekt über kommunale Kooperationen (z.B. mit der Stadtbibliothek oder der VHS) angesprochen wird. Die Stadt Duisburg unterstützt das An-Institut der UDE indirekt durch die Überlassung von Räumlichkeiten im TECTRUM.


UNIAKTIV - "Service learning" und bürgerschaftliches Engagement Studierender

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Logo Uniaktiv (c) UDE

Im Jahre 2005 wurde in Zusammenarbeit mit der Ehrenamtagentur Essen e.V. zunächst am Campus Essen das Projekt "UNIAKTIV" mit dem Ziel gegründet, Studierende in ehrenamtliche Tätigkeiten zu vermitteln und "Service Learning" (Verknüpfung von universitärer Lehre und gesellschaftlicher Verantwortung) nach vor allem US-amerikanischem Vorbild in die Hochschullehre zu integrieren. Im Jahre 2007 wurde das UNIAKTIV-Angebot auch auf den Hochschulstandort Duisburg ausgeweitet. Insgesamt haben sich bislang über die Seminare und Engagementvermittlung gut 2.600 Studierende engagiert. UNIAKTIV fungiert in seinem Selbstverständnis als Schnittstelle zwischen Hochschule und Gesellschaft und hat 171 Kooperationspartner, davon 69 aus Duisburg (Stand 2015).


Projekt "Lernen 25 - Digitale Medien in Duisburger Schulen" [2015 - 2017]

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"Lernen 25 - Digitale Medien in Duisburger Schulen" ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Duisburg (Amt für Schulische Bildung, Schulmedienzentrum der Stadtbibliothek), Universität Duisburg-Essen (Learninglab am Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement) und (zunächst) fünf weiterführenden Schulen: Erich Kästner Gesamtschule Gesamtschule Meiderich Gesamtschule Emschertal Hamborn-Neumühl Sekundarschule Hamborn Krupp Gymnasium Europaschule. In einer dreijährigen Pilotphase (2015 bis 2017) erproben die Projektpartner das Prinzip "BYOD" (Bring your own device) im Schulunterricht. Das Learninglab der UDE hat den Auftrag, die Entwicklung der Schulen wissenschaftlich zu begleiten.


Open Sunday-Projekt für Grundschulkinder [2017 - 2018]

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Am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft wurde das Projekt "Open Sunday" entwickelt, das sich an Grundschulkinder richtet und bereits bereits mit dem Deutschen Schulsportpreis 2016 ausgezeichnet wurde. Das Projekt sieht vor, die Sporthallen an Grundschulen am Wochenende zu öffnen, um vielfältige Bewegungsangebote für alle Kinder anzubieten. Das Projekt bringt vor allem sozial benachteiligte Kinder der Klassen 1 bis 4 spielerisch in Bewegung, insbesondere gelingt es, sehr viele Mädchen mit Migrationshintergrund zur Teilnahme zu motivieren. Gestartet wurde das Projekt in Duisburg in der Sporthalle der Grundschule Kunterbunt (Duisburg-Obermarxloh) am 2. April 2017. Nach den Sommerferien 2017 wird das Projekt der "Open Sunday"-Initiative, die ihren Ursprung in der Schweiz hatte (Stiftung ideésport), auf weitere Schulen ausgedehnt.

UDE-Projekt "smart market square" [2017]

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Die UDE hat sich mit ihrem Projekt "Smart Market Square. Interaktive Einkaufserlebnisse in Innenstädten durch digitale Dienstleistungen " erfolgreich an dem BMBF-Programm "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" beteiligt. Bei dem Projekt, das mit mehreren Verbundpartnern durchgeführt wird, geht es - kurz gesagt - darum, den innerstädtischen Handel durch innovative Mehrwertdienste zu stärken. Im Rahmen des Projekts sollen passgenaue Angebote für innerstädtische Besucher/-innen generiert werden, um eine personalisierte Ansprache durch die Händler zu ermöglichen. Die Stadt Duisburg, die auch einen entsprechenden LOI unterzeichnet hat, ist hier eine der Modellstädte, FrischeKontor Duisburg einer der Anwendungspartner.

Regio.NRW-Projekt "Ruhende Verkehre" [2017]

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Im Rahmen des Regio.NRW-Calls der Landesregierung im Jahre 2015 erhielt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer in 2016 den Zuschlag für ein Forschungsprojekt zum Thema "Der Niederrhein, ein sicherer Logistikstandort", das die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve gemeinsam mit dem Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) der Universität Duisburg-Essen koordiniert hat. Das Projekt hatte ein Fördervolumen von 170.000 Euro und wurde mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit Landesmitteln gefördert. Im Fokus des Projekts standen Aspekte wie die Sicherheit für Fahrer und Ladung, die effiziente Steuerung des Verkehrs und die Erwartungen von Fahrern, Unternehmern und Bevölkerung.

Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Duisburg durch die UDE [2014 - 2017]

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Am 7. April 2014 hatte der Rat der Stadt Duisburg den Beschluss gefasst, im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative einen Antrag zur Förderung eines neuen Duisburger Klimaschutzkonzepts zu stellen. Nach dessen Bewilligung in 2015 wurde der Universität Duisburg-Essen (Federführung Zentrum für Logistik & Verkehr ZLV, Campus Duisburg) der Auftrag erteilt, das Konzept zusammen mit der Stadt Duisburg zu entwickeln. Die Erstellung des neuen Duisburger Klimaschutzkonzepts wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert (Laufzeit: 1.11.2014 bis zum 31.12.2017).


Infrastrukturelle Kooperation

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(c) UDE

Über 100 städtische Schulen in Duisburg werden teils über Glasfaser, teils über ISDN oder DSL von der Stadt Duisburg versorgt. Der Internetverkehr dieser Schulen wird über die Universität geleitet, um den Datenverkehr der Ämter davon zu trennen. Das Zentrum für Informations- und Mediendienste (ZIM) der Universität Duisburg-Essen stellt die 1 GBit/sec Glasfaserleitung und den Router zur Verfügung und betreibt das Accounting.





Kooperation mit den Arbeitsagenturen Duisburg und Essen

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(c) UDE

Eine engere Zusammenarbeit haben die Universität Duisburg-Essen (UDE) und die Agenturen für Arbeit in Essen und Duisburg beschlossen. Der UDE-Rektor und die Vorsitzenden der Geschäftsführung unterzeichneten entsprechende Kooperationsvereinbarungen. Damit sollen Schülern und Studierenden an der Schnittstelle zwischen Schule, Studium und Beruf nicht nur ein praxisorientiertes Studium angeboten, sondern auch bei der Wahl des Studienganges und der Vermittlung in den Beruf geholfen werden. Ein weiteres Beratungsthema sind mögliche Studienabbrüche durch Studierende und sich hier bietende Alternativen.





   Abgeschlossene Kooperationsprojekte (Beispiele)


Evaluation des XENOS-Projektes "Passgenaue Ausbildung und Integration junger Migrantinnen und Migranten im Duisburger Handwerk (PAM)"

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Ziel des Kooperationsprojekts war die Evaluation des XENOS-Projekts "Passgenaue Ausbildung und Integration junger Migrantinnen und Migranten im Duisburger Handwerk (PAM)", durch das jungen Duisburger/-innen mit Migrationshintergrund eine Arbeitsmarktperspektive im Duisburger Handwerk eröffnet werden sollte. Der Fokus lag auf einer betriebsnahen Berufsvorbereitung und Ausbildung und auf einer Kooperation mit Betrieben. Ziel war die erfolgreiche und dauerhafte Qualifizierung, um die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten. Auftraggeber war der Migrantenunternehmerverband (MUT), gefördert wurde das Projekt über das BMAS durch den Europäischen Sozialfonds ESF. Die Projektlaufzeit erstreckte sich von 4 / 2009 bis 4 /2012.


Ethnisierung von Religion und Kultur / BMFSFJ Modellprojekt Toleranz fördern-Kompetenz stärken

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Das RISP-Projekt "Ethnisierung von Religion und Kultur" lief von April 2011 bis März 2014 und wurde als BMFSFJ-Modellprojekt im Rahmen des Programms "Toleranz fördern-Kompetenz stärken" gefördert. Hauptziel des Projekts war es, Präventions- und Fortbildungsangebote gegen alle Formen von Extremismus aufgrund ethnisierter Wahrnehmungsmuster mit und für die jeweiligen Zielgruppen der Kooperations- bzw. Projektpartner zu entwickeln, zu erproben und zu verbreiten. Kooperationspartner auf Duisburger Seite waren u.a.: DITIB Bildungs- und Begegnungsstätte, Bildungsholding, Referat für schulische Bildung, Schulpsychologische Beratungsstelle, VHS, GfB, Evangelisches Familienbildungswerk Duisburg sowie Duisburger Schulen, Lehrerinnen und Lehrer, Schüler und Eltern.


Integrationsmaßnahmen für Drittstaatenangehörige in Duisburger Sportvereinen (RISP)

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Ziel des in sog. "benachteiligten Stadtteilen" durchgeführten Projekts (Bruckhausen, Beeck, Ruhrort, Laar, Marxloh, Neumühl, Meiderich, Hochfeld, Rheinhausen sowie Hüttenheim), war es, eine weitergehende interkulturelle Öffnung der Sportvereine in Duisburg voranzutreiben und so einen Beitrag zur sozialen Integration von Nicht-EU-Bürgern zu leisten. Insbesondere die Übungsleiter in den Vereinen sollen lernen, auf kulturbedingte Unterschiede und ethnisch besetzte Konflikte geeignet zu reagieren, damit Toleranz und Vielfalt in der Aufnahmegesellschaft gefördert wird und Nicht-EU-Staatsangehörige eine höhere soziale Akzeptanz erfahren. Das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderte Projekt hatte eine 12 monatige Dauer und lief von Januar 2009 bis Dezember 2009.


Patenschaften zwischen Unternehmen und Vereinen (RISP)

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Gegenstand des Projekts "Patenschaften zwischen Unternehmen und Vereinen" war es, gemeinsam zwischen dem türkischen Unternehmerverband MUT und den drei Sportvereinen Rhenania Hamborn, Dersimspor und FSV Duisburg, dem Stadtportbund und dem Rhein-Ruhr-Institut an der Universität Duisburg-Essen ein Modell zur Nutzung des ausbildungs- und arbeitsmarktpolitischen Potenzials von Sportvereinen zu entwickeln. Parallel dazu sollten die Vereine in ihrer Integrationsfunktion gestärkt werden. Dazu wurden sie vom Duisburger Stadtsportbund (SSB) beraten. Das Projekt wurde zwischen Juli 2007 und September 2008 umgesetzt.

 


Jobstarter - Ausbilden im Stadtteil (RISP)

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Das von der EU und dem BMAS geförderte JOBSTARTER-Projekt "Ausbilden im Stadtteil (AiS)" wurde zwischen Februar 2007 und Februar 2009 in den Duisburger Stadtteilen Beeck, Bruckhausen, Hochfeld und Marxloh durchgeführt. Es hatte zum Ziel, das Ausbildungsklima in diesen Stadtteilen des Programms "Soziale Stadt" zu verbessern und Betriebe bei der Einrichtung von Ausbildungsplätzen zu unterstützen. Zu den Initiatoren des Projekts zählten die EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH, das Berufsfortbildungswerk des DGB sowie das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung an der Universität Duisburg-Essen.


Standortkooperation "magnitUDE"

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magnitUDE

Die Stadt Duisburg konnte 2016 über ihre Stadtwerketochter DVV der UDE erfolgreich bei der langwierigen Suche nach einem geeigneten Standort für ihren neuen Hochleistungsrechner "magnitUDE" (6/2016: Rang 279 der schnellsten Rechner weltweit) helfen, für den sie 2014 bei der DFG erfolgreich einen Großgeräteantrag über 3,3 Mio. Euro gestellt hatte. Im Duisburger Logport wurde schließlich eine Halle durch ein Raum-in-Raum-Konzept zu einem neuen Rechenzentrum umgegebaut. Die Größe der angebotenen Fläche ermöglicht es darüber hinaus, auch weitere Systeme aus den derzeitigen Serverräumen des ZIM umzuziehen, um dort zukünftig für etwas Entspannung zu sorgen, da diese kapazitätsmäßig bereits seit längerem an ihre Grenzen stoßen.


Erarbeitung einer IT-Strategie für die Stadt Duisburg durch die UDE

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Anfang 2015 hat die Stadt Duisburg eine neue IT-Strategie verabschiedet, die Mitte 2014 im Rahmen eines mehrmonatigen Kooperationsprojekts der Stadtverwaltung Duisburg mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und strategisches IT-Management an der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) erarbeitet wurde. Sie bildet die Grundlage für das gesamte weitere Handeln des IT-Managements der Stadtverwaltung Duisburg.

 

 


Projekt "econnect" (Stadtwerke Duisburg / Universität Duisburg-Essen)

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Stadtwerke Duisburg

Duisburg hat sich mit 6 anderen Stadtwerken und weiteren 15 Partnern aus Industrie und Forschung zu dem 3-jährigen Forschungsverbund "econnect Germany" zusammengeschlossen, der im Rahmen des BMWi-Technologiewettbewerb "IKT für Elektromobilität II" als eins von bundesweit nur fünf Forschungsprojekten gefördert wurde (01.2012 bis 01.2015, Projektvolumen insgesamt 21 Mio.EUR, Pressemitteilung). In diesem Kontext arbeiteten die Stadtwerke Duisburg AG im Projektschwerpunkt "Smart Grid" ("Laden beim Arbeitgeber", lokales Lastmanagement) eng mit der Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre (Fachrichtung Energiewirtschaft, Campus Essen) zusammen.

 


Modellprojekt "Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssituation von jungen Migrantinnen und Migranten für den Öffentlichen Dienst der Stadt Duisburg"

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Logo RISP

Das Modellprojekt "Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssituation von jungen Migrantinnen und Migranten für den Öffentlichen Dienst der Stadt Duisburg" wurde im Rahmen des BMBF-Programms "Kompetenzen fördern - berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" gefördert und in der Zeit vom 01.01.2004 bis 30.9.2006 in Kooperation zwischen der Stadt Duisburg (RAA, Institut für Aus- und Fortbildung) und dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP, An-Institut der UDE) durchgeführt. Ziel des Modellprojekts war es, die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung Duisburg weiter auszubauen. Der Abschlussbericht zum Kooperationsprojekt wurde Anfang 2007 vorgelegt.