Geschichtliche Entwicklung

Der Kindertag geht zurück auf die Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder im August 1925, zu welcher 54 Vertreter verschiedener Staaten zusammenkamen und die Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder verabschiedeten. Im Anschluss an die Konferenz führten viele Regierungen einen Kindertag ein.

Die 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen am 21. September 1954 war jedoch die eigentliche Geburtsstunde des Weltkindertages. Damals empfahl sie ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzurichten. Damit griffen die Vereinten Nationen einen Vorschlag auf, den die amerikanische Organisation "International Union for Child Welfare" unterbreitet hatte und die bereits 1952 für einen weltweiten Kindertag plädiert hatte.
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Die Idee stieß auf breite Zustimmung, der "Universal Children's Day" war geboren und bereits ein Jahr später beteiligten sich 40 Länder daran. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert.

Die Art und Weise der Umsetzung sowie die Wahl eines geeigneten Datums stellte die Generalversammlung den UN-Mitgliedsstaaten frei. Deutschland entschied sich für den 20. September.

Seitdem das erste bundeszentrale Weltkindertagsfest 1989 in Bonn gefeiert wurde, hat sich dieses Datum zu einem festen Termin in den Kalendern vieler Städte und Gemeinden entwickelt. So auch in Duisburg. Seit 1996 wird der Weltkindertag in Duisburg mit einem durch das Jugendamt organisierte Fest begangen. Seit 2003 traditionell im "Garten der Erinnerung", dem vom Künstler Dani Karavan angelegten, innenstadtnahen Park, welcher Bestandteil des "Innenhafen Duisburg" und somit Teil des überregionalen Zeichens des Strukturwandels im Ruhrgebiet ist.

Die Idee der Familienfeste zum Weltkindertag beinhaltet so viele regionale Initiativen, Einrichtungen und Verbände wie möglich zur Teilnahme zu bewegen, um ein große Öffentlichkeit zu generieren. In Duisburg wird die Grundidee mit dem Ansatz verknüpft, dass alle Angebote (Speisen und Getränke werden zu Kleinstbeträgen abgegeben) kostenfrei sein müssen.


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In Duisburg entsteht somit einmal jährlich bei freier An- und Abfahrt für Kinder und Jugendliche mit dem ÖPNV auf ca. 5,25ha ein kostenfreies Familienfest mit über einhundert Kooperationspartnern, das in seiner Angebotsvielfalt mit über einhundert Spiel- und Mitmachaktionen für Kinder zu den größten Festen zum Weltkindertag in Deutschland gehört. Durch den Verzicht auf Lautstärke und Kommerz, eingebettet in die Landschaft des Parks und die unmittelbare Nähe zum Wasser kann das Fest mit seiner friedlichen, ruhigen Atmosphäre als einzigartig bezeichnet werden.

Ermöglicht wird es nur durch den größtenteils ehrenamtlichen Einsatz von bis zu 400 MitarbeiterInnen vor Ort.