Tourendaten

Start und Ziel: Johannes-Corputius-Platz, Innenhafen Rundkurs: ca. 37 Km Länge

"Historische Orte des Genusses"

Ein Stück Lebensqualität (nicht nur) im Ruhrgebiet ist bis heute die "Bude", auch "Trinkhalle", "Kiosk", "Seltersbude" - liebevoll: das "Büdchen". Die Tour zeigt ein Stück Stadt- und Lebenskultur des Ruhrgebietes und führt in einem Rundkurs durch den Duisburger Norden.
grüne Trinkhalle mit SpitzdachGroßbildansicht

Die ersten Trinkhallen entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Vertriebsgeschäfte für den Straßenverkauf von Mineralwasser, verbunden mit dem sozialreformerischen Bestreben, die Volksgesundheit zu heben. Um 1900 waren im Ruhrgebiet rund 600 Buden in Betrieb. Dass diese Kleinodien abendländischer Sozialkultur in den dicht besiedelten Großstädten des Reviers auch Denkmäler sein können, lebendiger Ausdruck der Industriekultur, zeigt diese Tour.

Ausgangspunkt der rd. 37 km langen Tour ist der Johannes-Corputius-Platz am Innenhafen. Auf direktem Weg erreichen wir als erstes Ziel den historischen Hafenstadtteil Ruhrort, der uns mehrere Beispiele der Trinkhallenkultur vom frühen 20.Jh. bis in die Neuzeit bietet. Über den Grünen Pfad geht es weiter nach Meiderich und Beeck, wo wir ebenfalls eine Reihe der unterschiedlichsten Trinkhallen entdecken können. Wir streifen den westlichen Teil des Landschaftsparks Duisburg-Nord und fahren durch die Beeckbachniederung nach Bruckhausen, vorbei am viel diskutierten Sanierungsgebiet Grüngürtel Nord. In Marxloh sehen wir dann u. a. die erste Duisburger "Pommesbude" aus den 50iger Jahren. Weiter geht's zum Jubiläumshain und folgen dann der Kleinen Emscher nach Neumühl. In der idyllisch gelegenen, denkmalgeschützten Siedlung Bergmannsplatz wartet ein ebenso historisches Büdchen auf uns. Es geht weiter durch das Dichterviertel zum eindrucksvollen Bauhauskarree an der Kamp-/Kantstraße. Auf dem Hamborner Altmarkt finden wir die wohl älteste und originellste Trinkhalle Duisburgs, ein oktogonaler Holzpavillon, der von einer ausschweifenden Haube bekrönt wird. Der Weg führt uns dann vorbei an der mittelalterlichen Abtei Hamborn und zum Ingenhammshof im Landschaftspark DU-Nord. Wir befinden uns nun auf dem Rückweg und fahren über den Hagenshof zum Rhein-Herne-Kanal. Auf grünen Uferwegen geht es dann durch die Ruhraue zum Ruhrwehr. Kurz darauf haben wir unser Ziel am Innenhafen wieder erreicht.