"Arbeit und Arbeitslosigkeit in Europa. Brauchen wir eine europäische Arbeitslosen(rück)versicherung?"


Zur Stabilisierung der Eurozone und der Wirtschaft in der EU ist ein Fonds zur Rückversicherung von Sozialleistungen europaweit ins Gespräch gebracht worden. Insbesondere Arbeitslosenversicherungen der Mitgliedsstaaten sollen in aufkommenden Konjunktur- und Beschäftigungskrisen rückversichert und damit leistungsfähig gehalten werden. Dabei geht es nicht nur um eine sozialpolitische Maßnahme zur Verringerung von Armutsrisiken bei einem Anstieg von Arbeitslosigkeit. Zugleich und sogar vorrangig wurde ein Instrument geschaffen, das eine antizyklische Konjunkturpolitik fördert und mit ermöglicht. Abschwünge durch prozyklische Kaufkraftverluste könnten durch Rückversicherungskredite gedämpft und auch schädliche Booms durch Einzahlungen in den Rückversicherungsfonds verhindert werden (vgl. Sebastian Dullien u.a.). Zu verbinden wäre ein solch neuer Rückversicherungsfonds zudem mit den existierenden Sozial-, Regional- und Kohäsionsfonds der EU, die durchweg bereits Qualifizierungsmaßnahmen mit fördern.

In dem Werkstattgespräch mit dem Arbeitsmarktexperten Prof. Gerhard Bäcker sollen Vorschläge und Modelle für eine europäische Arbeitslosen(rück)versicherung vorgestellt und Möglichkeiten wie Chancen einer Umsetzung und Implementierung diskutiert werden.

Termin: Dienstag, 26.3.2019, 18.30 - 20.45 Uhr

Ort: Katholisches Bildungswerk, Wieberplatz 2 / Niederstr. 41 (hinter dem Drei-Giebel-Haus), Raum II 03, 47051 Duisburg

Es handelt sich um eine öffentliche, kostenlose Veranstaltung.