Was ist los mit Dir, Europa?


Diese Frage von Papst Franziskus an den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Junker bei der Verleihung des Aachener Karlspreises 2016 stellt der Sozialethiker und Ökonom Friedhelm Hengsbach seinem neuen Buch zur Situation und Zukunft der EU voran. Er fordert ein radikales Umdenken und einen demokratischen Umbau, durch den mehr Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität wieder zu Eckpfeilern unserer Politik werden.

Prof. Hengsbach verweist zudem auf das biblische Motiv vom "Riss in einer hohen Mauer", das die EKD 2009 in ihrem Wort zu den Ursachen und Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise aufgreift - und die in deren Folge aufgebrochenen Risse zwischen den Staaten der EU. Heraus stellt er Elemente einer sozialpolitischen Ausrichtung in den EU Verträgen, die es zu verstärken gilt: Das Eintreten für soziale Gerechtigkeit und die Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten, die Struktur- und Anpassungsfonds, die Gemeinschaftscharta sozialer Grundrechte, Sozialprotokolle und ein kooperatives Sozialmodell. So gibt es für Hengsbach ohne Sozialunion keine zukunftsfähige EU.

Da Europa mehr könne, plädiert er für einen Neustart über eine gemeinsam zu tragende Verantwortung und eine wechselseitige Verständigung der europäischen Mitgliedsstaaten "auf Augenhöhe".

 

Termin: Montag, 25. Februar 2019, 19.30 - 21.45 Uhr

Ort: Karmel Kirche, Karmelplatz 1-3, 47051 Duisburg 

(hinter der Salvator-Kirche / dem Rathaus)

 

Es handelt sich bei dieser Veranstaltung um eine Kooperation mit dem Kath. Bildungswerk Duisburg, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und der Europaunion Duisburg-Mülheim-Niederrhein.

Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.