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Uwe Bauer
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"Duisburg schlägt keiner!" Aus u.- Fortbildung für Lehrer / Lehrerinnen und Pädagoge/Innen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zur/zum Konfliktmanager /In

Um Jugendgewalt in Duisburg zu begegnen und flächendeckend ein gewaltfreieres Klima zu schaffen, ist es sinnvoll stadtweit an allen Schulen und Jugendeinrichtungen ein gewaltpräventives Instrument einzurichten.

Mit Handlungsrichtlinien und Einführung eines Konfliktmanagementsystems können übergreifende Strukturen geschaffen und durch pädagogische Normen devidantem Verhalten und Aggressionen frühzeitig begegnet werden.

Renitente und gewaltbereite Kinder und Jugendliche weisen meist einen erhöhten Mangel an normativem Umgang auf, der mit empathischer "verstehender Pädagogik" allein nicht erfolgreich aufzufangen ist. 

Die Konfrontative Pädagogik mit den Prinzipien der Empathie, Konfrontation und Grenzziehung bietet eine Hilfe, manifestierten Kindern und Jugendlichen und oder gewaltaffine Situationen zu verhindern oder zu deeskalieren.

Durch ein klares Reglement und sicherer Handlungsstrategien sollen die pädagogischen Fachkräfte kurz- bis mittelfristig Klarheit, sowie Sicherheit im Umgang mit Aggresion und Gewalt erlangen.

Hier setzt die Fortbildungsreihe "Duisburg schlägt keiner!" - Konfrontative Pädagogik, als eine Hilfe im Umgang mit gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen an.

Als Baustein der Gewaltprävention bietet die Veranstaltungsreihe 

- Methoden der konfrontativen Auseinandersetzung mit gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen

- Methoden der Grenzziehung im beruflichen Alltag zur Normverdeutlichung

- Deeskalationsstrategien

- Einführung eines Konfliktmanagementsystem 

Im Vordergrund der Fortbildung steht die praktische Selbsterfahrung, die durch notwendige theoretsiche Inhalte ergänzt wird.

In der Seminarreihe werden Methoden aus dem Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training zu einem im Alltag praktikablen "konfrontativen Arbeitsstil" genutzt. Die Federführung des Projektes liegt beim Jugendamt Duisburg. Es konnten für das Projekt die Kooperationspartner Schulamt und das Kommissariat Vorbeugung eingebunden werden.


Projektaufbau

Seit November 2007 werden mindestens zwei Pädagogen aller Schulformen 171 Schulen insgesamt in Duisburg und ein hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter aus den 34 Jugendzentren (Städt. u. freie Träger) zu Multiplikatoren zu KonfliktmanagerInnen fort- und ausgebildet. Der Ausbildungsumfang beträgt neun (auf sich aufbauende) Termine in einem ½ Jahr. Die Pädagogen werden nach der Ausbildung die Möglichkeit erlangen, ein Lenkungsgremium zur Deeskalation innerhalb ihres Kollegiums/ Teams einzurichten.

Das heißt, dass das Projekt vorsieht, fortlaufend PädagogInnen in Duisburg auszubilden, um als Multiplikatoren in ihrem Wirkungsfeld agieren zu können.

Damit alle Schulen sowie Kinder- u. Jugendzentren die Möglichkeit haben die Fortbildung zu besuchen, werden regelmäßig Informationsveranstaltungen zu "Duisburg schlägt keiner! angeboten und Infobriefe mit dem aktuellen Fortbildungsangebot verschickt.


Nachhaltigkeit

Die ausgebildeten Multiplikatoren werden nach ihrer Ausbildung noch zwei Jahre in ihren Ausbildungsgruppen nachhaltig weiter geschult. Die Nachhaltigkeit sowie eine professionelle Aufarbeitung des Gelernten ist so dauerhaft gewährleistet und unterstützt die "KonfliktmanagerInnen" bei der Umsetzung in deren Einrichtungen.

Durch die Fluktuation, durch das Versetzen oder Ausscheiden der LehrerInnen entstehen eventuell Lücken, so dass das System (mind. zwei "KonfliktmanagerInnen" an jeder Schule) nicht stetig aufrechterhalten werden kann. Um dies vorzubeugen, sollen die eingerichteten Arbeitskreise auch als "Frühwarnsysteme" fungieren.


Zwischenresümee

Die bereits ausgebildeten Lehrer und Pädagogen (575 stand 2017) sind bereits im Prozess der Umsetzung in ihrem Wirkungsfeld und berichten von zum Teil wesentlichen Veränderungen in ihrem System.

Zwischenzeitlich berichten ausgebildete "KonfliktmanagerInnen" von der praktischen Umsetzung und Anwendbarkeit des erlernten Wissens.

Dies wirke sich positiv auf das gesamte Schulklima aus;

- so werden Lenkungsgruppen in den Kollegien eingerichtet

- gewaltpräventive Projekte initiiert

- interne Fort- u.  Weiterbildungen durchgeführt

- es entstehen neue Kooperationsstrukturen

- es entstehen überarbeitete einheitliche Regelwerke