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Internationale Jahr der Wälder

Warum gibt es das Internationale Jahr der Wälder? - Jedes Jahr werden weltweit 13 Millionen Hektar Wald durch menschlichen Einfluss zerstört. Dieser Verlust von Wäldern stellt eine gewaltige Gefahr für die ökologischen Grundlagen menschlichen Lebens auf der Welt dar. Hinzu kommen direkte wirtschaftliche Bedrohungen für die Menschen: so ist Schätzungen der Weltbank zufolge der Wald weltweit für etwa 1,6 Milliarden Menschen, die in extremer Armut leben, eine überlebenswichtige Existenzgrundlage.

Vielfältige Produkte aus Wäldern sichern Menschen Ernährung, Behausungen und Einkommen und bergen spirituell-kulturelle Werte. Traditionelle waldkulturelle Wirtschaftsformen und Kenntnisse der Nutzbarkeit vielfältiger Walderzeugnisse drohen wie viele der Pflanzen und Tiere selbst zu verschwinden. Mit der Entwaldung geht auch traditionelles Wissen über den Wald und seine Nutzung sowie die daran geknüpfte Kultur verloren, ebenso wie Zukunftsoptionen für die gesamte Menschheit, für die diese Kenntnisse Nutzen und Bedeutung entfalten könnten.

Die Vermeidung von Entwaldung ist zudem eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, Emissionen zu senken. Die engen Wechselwirkungen zwischen Anpassung an und Minderung von Klimawandel einerseits und dem Zustand der biologischen Vielfalt andererseits sind ebenfalls zunehmend anerkannt und der dringende Handlungsbedarf akzeptiert.

Es ist eine internationale (kulturelle) Herausforderung, den Wald zum Nutzen der gesamten Menschheit zu erhalten und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung weltweit voranzubringen. Dieser Aufgabe kommt besondere Bedeutung zu, da auch heute noch in vielen Ländern der Erde das Vorhandensein von Wald, seine Wertschätzung und ein pfleglicher Umgang mit ihm keine Selbstverständlichkeit.

Nachdem eingangs von Bedrohungen und Zerstörungen die Rede war, wollen wir heute ein kleines und bescheidenes Zeichen mit Ihnen als Journalisten und mit Kindern setzen, indem wir Bäume pflanzen. Bäume die lange Zeit klein und nicht so bedeutend auf uns wirken werden, die in 50, in 100, in 150, vielleicht in 200 und mehr Jahren hoffentlich noch stehen und hoffentlich auch dann den Menschen noch Freude machen werden.


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Waldkulturerbe Deutschland

In Deutschland hat sich im Laufe der Geschichte eine besondere Einstellung gegenüber dem Wald entwickelt. Diese "Waldgesinnung" kann als Ergebnis einer über Jahrtausende erlebten und prägenden Lebensrealität verstanden werden. Der Wald war - weit über den Aspekt des Rohstofflieferanten hinaus - ein untrennbarer Bestandteil und Begleiter früherer Generationen.

  • Der Wald war und ist Träger mythologisch-spiritueller Vorstellungen, zum Beispiel in Form der heiligen Bäume und Haine der Germanen und Kelten, als prägendes Element in unseren Märchen und Sagen sowie in Form einer verklärten Waldidylle der Romantik.
  • Der Wald war Schauplatz historischer Gefechte und Schlachten, Ort und Kulisse für feudale Jagdleidenschaft, Aktions- und Rückzugsraum für überregional gefürchtete Wegelagerer und Räuber.
  • Der Wald ist stiller Zeuge und Bewahrer der Hinterlassenschaften von längst vergangenen Völker und Generationen: Kultstätten, Siedlungen, Verteidigungsanlagen etc. aus allen Zeitaltern haben hier als sogenannte Bodendenkmale die Zeiten überdauert und zeugen von einer wechselhaften Vergangenheit.
  • Der Wald als Quelle der Inspiration für Maler, Dichter und Komponisten und damit als immer wiederkehrender Bestandteil in unserer Malerei, Literatur, Musik, Theater- und Filmkunst. Hiermit ist auch der Rohstoff Holz untrennbar verbunden: Die Bretter, die die Welt bedeuten ...
  • Wald und Holz haben auch Eingang in unsere Redensarten und Sprichwörter gefunden, zum Beispiel: "Wie man in den Wald hinein ruft ...", "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen", "im Wald stehen", "zwischen Baum und Borke", "Bäume ausreißen können", "aus rechtem Holz geschnitzt sein", "ein Brett vor dem Kopf haben", "dicke Bretter bohren" etc.

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Situation des Waldes in Deutschland

Deutschland ist eines der waldreichen Länder der Europäischen Union. Mit 11,1 Millionen Hektar ist knapp ein Drittel der Gesamtfläche mit Wald bedeckt. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat die Waldfläche um ca. 1 Mio. ha zugenommen. Im Durchschnitt kommen auf einen Einwohner 1.400 qm Wald.

Deutschlandweit hat der Nadelwald einen Anteil von 59 % aus und der Laubwald von 41 %.

Insgesamt kann man sagen, dass sich die Strukturen des Waldes positiv entwickelt haben. Über die Hälfte des Waldes ist mindestens zweischichtig aufgebaut. Fast 15 % sind als sehr naturnah und 20 % als naturnah einzustufen, d.h. auf über einem Drittel der Waldfläche sind die Hauptbaumarten der natürlichen Waldgesellschaften zu nennenswerten Anteilen vertreten. Nur 17 % des Waldes sind kulturbedingt, d.h. dort liegt der Anteil der Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft unter 25 %. (Bundeswaldinventur 2004)

Seit langer Zeit  gibt es in Deutschland keine völlig natürlichen, vom Menschen nicht beeinflussten Waldökosysteme (sogenannte Primärwälder). Der überwiegende Anteil (circa 99 Prozent) der Wälder in Deutschland wird als "semi-natural" eingeordnet. Die heutigen Wälder in Deutschland sind das Ergebnis menschlicher Beeinflussung und damit das Ergebnis eines "kulturellen Schaffens".

Aus volkswirtschaftlicher Sicht kommt der Holzerzeugung auch heute eine herausragende Stellung zu: Holz ist der wichtigste heimische Rohstoff. Er ist nachwachsend, umweltfreundlich und vielseitig verwendbar. Deutschland ist arm an natürlichen Ressourcen. Der Wald ist eine natürliche Rohstoffquelle, die bei nachhaltiger Bewirtschaftung und konstanten Umweltbedingungen im Prinzip dauerhaft zur Verfügung steht.

Übernutzung, Waldweide und Energiehunger führten im Mittelalter zur Formulierung des Grundprinzips der Nachhaltigkeit. Die Grundidee wurde erstmals 1560 in der kursächsischen Forstordnung formuliert. Vereinfacht besagte es, nicht mehr Holz zu nutzen, als auf Dauer nachwächst. Der Begriff der "Nachhaltigkeit" selbst wird auf eine Publikation von Hans Carl von Carlowitz aus dem Jahr 1713 zurückgeführt. Er hat im Laufe der letzten 300 Jahre eine stetige Weiterentwicklung erfahren.

Die darauf basierende Entwicklung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung ist eine wesentliche kulturelle Errungenschaft, die inzwischen auch Eingang in zahlreiche andere Wirtschafts- und Lebensbereiche und weltweite Anerkennung gefunden hat.


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Situation des Waldes in Deutschland und Duisburg

In Duisburg gehen wir aktuell von etwa 2.300 Hektar Wald im Stadtgebiet aus, das entspricht einem Anteil von ca. 10 % des Stadtgebietes (etwa 30 % bundesweit, etwa 25 % landesweit in NRW). In Duisburg kommen entsprechend 47 qm Wald (1.400 qm bundesweit, 550 qm landesweit in NRW) auf einen Einwohner. Damit gilt Duisburg als  waldarm und nach wie vor ist es ein bedeutendes Ziel die Waldfläche in Duisburg dauerhaft erheblich zu vergrößern. Dies ist sowohl aus Sicht der Stadtplanung, der kostengünstigen Bereitstellung von öffentlichen Grünräumen und des lokalen Klimaschutzes als dringende Aufgabe zu sehen.

In Duisburg macht der Nadelwald nur etwa 15 % aus, 85 % sind Laubwald.  Alleine im Stadtwald finden sich über 45 verschiedene Laubbaumarten.

Ein Großteil der Wälder steht auf uralten Waldstandorten, seit Menschengedenken war dort nichts anderes als Wald. Diese Kontinuität hat insbesondere aus Sicht des Naturschutzes eine sehr hohe Bedeutung.

Deutschland und Duisburg haben die Phasen der Entwaldung wie sie noch heute im Mittelmeerraum oder in England erlebbar sind und wie sie aktuell insbesondere in tropischen Regionen ablaufen schon hinter sich. Vor allem im 18. Jahrhundert waren unsere Wälder ganz akut von Vernichtung bedroht. Da die Menschen die Bedeutung des Waldes erkannten,  unternahmen sie gewaltige Anstrengungen, die Wälder wieder aufzubauen und zu erhalten. Dennoch sind auch in Deutschland fast 2 Drittel der ursprünglichen Waldfläche verschwunden. Sie sind heute ganz überwiegend landwirtschaftlich genutzt oder sie sind Siedlungsgebiete mit Wohn, Gewebe-, Industrie- und Verkehrsflächen. In Duisburg hat sich die Wald-/Feldverteilung schon sehr früh ausgebildet. Nennenswerte Flächenverluste fanden zur zeit der Industrialisierung statt und im 20 Jahrhundert durch Auskiesungen, Verkehrswege und einzelne Bauvorhaben.

Wälder waren nicht nur flächig durch andere Nutzungen bedroht, sie konnten auch durch Übernutzungen in ihrem Fortbestehen bedroht sein. In Duisburg waren es vor allem die Wälder im Süden der Stadt und Bereiche an der heutigen Regattabahn die mit nur noch wenigen Bäumen bestanden waren. Flächendeckend war dort die Heide anzutreffen. Insbesondere die Industrialisierung mit ihrem hohem Bedarf an Grubenholz sorgte dafür , dass Heideflächen wieder aufgeforstet wurden. Ganz überwiegend erfolge die Wiederbewaldung mit Nadelholz, vor allem die Kiefer st aus dieser Zeit noch häufig zu finden.

Hatte der Wald in Duisburg in der Vergangenheit hohe wirtschaftliche Bedeutung -so war im Mittelalter als "hölzernem Zeitalter" der Wald direkte Lebensgrundlage der Menschen- oder wie zuvor beschrieben in der Phase der Industrialisierung, so wurde diese Bedeutung im 20. Jahrhundert zunehmend durch die Erholungsfunktion in den Hintergrund gedrängt. Ab etwa 1980 bekam der Naturschutz im Wald eine immer größere Bedeutung.

Unverändert werden die Wälder in Duisburg durchforstet. Die Durchforstungen verfolgen hauptsächlich Ziele der Erholungsfunktion und des Naturschutzes. Das bei den Durchforstungen anfallende Holz wird weitestgehend einer wirtschaftlichen Verwertung zugeführt. Zum einen ist Holz weltweit ein begehrter Rohstoff, so dass die Nutzung der einheimischen Wälder dabei hilft Waldvernichtung andernorts zu verringen. Zum andern sind damit insbesondere im Moment beachtliche Erlöse von etwa 150.000 Euro  jährlich zu erzielen.

Seit 2003 ist der Wald der Stadt Duisburg nach den Regeln des deutschen FSC-Standards zertifiziert. Dies ist eines der wenigen international anerkannten Regelwerke, das verantwortungsvolle Waldwirtschaft kennzeichnet: hohe Naturnähe des Waldes, kein Einsatz von Spritzmitteln im Rahmen der Forstwirtschaft, fast 10 % Stilllegungsflächen als kleine "Urwälder", Befahrung des Waldbodens nur auf sogenannten Rückewegen, die höchstens alle 40 Meter durch den Wald verlaufen dürfen, Beachtung sozialer Standards und der Belange des Arbeitsschutzes bei der Beschäftigung von Mitarbeitern oder dem Einsatz von forstwirtschaftlichen  Lohnunternehmen.


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AKTIONEN DES AMTES FÜR UMWELT UND GRÜN


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21.03.2011

Pflanzaktion am 21.03.2011Großbildansicht
Pflanzaktion am 21.03.2011

Auftaktveranstaltung mit der Kindertagesstätte  Kalkweg


21.03.2011

Baumpflanzaktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald am Kindergarten Blütenstraße in Duisburg-Obermarxloh.


04./05.04.2011

Pflanzaktion im Wald an der Sechs-Seen-Platte mit Schülerinnen und Schülern der KGS Böhmestraße

Hier wurden insgesamt 630 junge Stieleichen und 70 junge Hainbuchen gepflanzt.


06.04.2011

Pflanzaktion im Wedau-Wald an der Regattabahn mit Schülerinnen und Schülern der Kranichschule

Insgesamt 800 3jährige Rotbuchen mit einer Größe von ca. 1,50 m gepflanzt.

 


14.04.2011

Pflanzung im Stadtwald HambornGroßbildansicht
Pflanzung im Stadtwald Hamborn

Pflanzaktion im Stadtwald Hamborn mit dem Bezirksbürgermeister Uwe Heider, Jürgen Nattkamp, Bezirksamtsleiter Hamborn und Volker Heimann, stellvertretender Leiter des Amtes für Umwelt und Grün. Unterstützt wurden sie von Vertreterinnen und Vertretern aus Bezirks- und Ratspolitik. Insgesamt wurden 550 Buchen und 50 Vogelkirschen gepflanzt.


16.04.2011

Pflanzaktion von 100 Eichen zum 100jährigen Jubiläum der St. Hubertus Schützenbruderschaft Großenbaum an den 4 Steinen im Großenaumer Wald


07.05.2011

Pflanzung zum Thema Elsbeere als Baum des Jahres mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald


28.05.2011

Waldwanderung zum Thema "Wedau-Wald im Sportpark Wedau drei Jahre nach der Fertigstellung des Parallelkanals", Treffpunkt 10.00 Uhr am Parkplatz am Kalkweg, Bezirkssportanlage Duisburg-Wedau II, gegenüber Klinikum Duisburg (geplant von der CDU Wedau/Bissingheim)


04.06.2011

Umweltmarkt auf der Königstraße in Duisburg-Mitte von 11.00 - 17.00 Uhr zum Thema "Umweltschutz selbst gemacht"


10.06.2011

Waldwanderung zum Thema "Der Wald an der Sechs-Seen-Platte", Treffpunkt 10.00 Uhr am Parkplatz Strandbad Wolfssee (Planung über den Waldbauverein Königswinter)


18.09.2011

Am Sonntag, den 18.09.2011 findet eine 5stündige Waldwanderung mit dem Sauerländischen Gebirsverein statt. Treffpunkt ist 9.00 Uhr an der Bushaltestelle Am See (Linien 934 und 944) in Duisburg-Wedau



Pflanzung im Stadtwald Hamborn
Pflanzung im Stadtwald Hamborn