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Adresse

Stadtpark Meiderich

Daten und Fakten

Gesamtfläche: 17,5 ha
Wegenetz: 5 km
Trimmpfad
Spielplatz
Fußballplatz
Tischtennis
Brettspieltische
Minigolf
Tennisplatz
Hundesportanlage
Kleingartenanlage

Stadtpark Meiderich

"Wer hart arbeitet, der muss sich auch einmal etwas Ruhe gönnen!", mag der Meidericher Bürgermeister zu Beginn des 20. Jahrhunderts gedacht haben, als er die Initiative zur Errichtung des Stadtparks ergriff.

Meiderich gilt als das Zentrum der Industriekultur in Duisburg: Der benachbarte Ruhrorter Hafen und die Bergbauindustrie haben diesen Stadtteil über Jahrzehnte mit geprägt. Die rund 25 Fußballfelder große Parkanlage mit ihrer Blumenpracht war also von Anfang an so etwas wie das "grüne Wohnzimmer" Meiderichs. Gartenähnlich angelegte Ruhebereiche prägen auch heute noch das Bild des Stadtparks. Ein (Wasser-)Spielplatz, Trimmpfad, Spiel- und Sportanlagen zeigen, wie man heute seine Freizeit verbringen möchte.


BaumstammGroßbildansicht
4470 Jahre alter Baumstamm

Zugegeben, die meisten Bäume im Stadtpark sind noch keine 100 Jahre alt. Schließlich wurde der Park in seiner Grundstruktur "erst" 1911 bis 1913 fertig gestellt. Beim Bau der U-Bahn stieß man allerdings auf einen versteinerten Baumstamm, dessen Alter durch ein Gutachten der Universität Göttingen auf 4470 Jahren beziffert wurde. Heute ist er im Stadtpark zu bestaunen.

Blausternchen-Wiese (Scilla-Wiese)Großbildansicht
Blausternchen-Wiese (Scilla-Wiese)

Die nicht minder beeindruckenden "lebenden" Bäume, Gehölze, Rosen- und Staudenbeete sind durch ein umfangreiches Wegenetz erschlossen. Und für ein besonderes Schauspiel sorgt
"Gärtner Natur" im Frühjahr: Dann taucht der Blaustern die weiten Rasenflächen in die gleichnamige Farbe.

Historie des Stadtparkes

Die Einrichtung des Stadtparks Meiderich geht auf einen Beschluss der Duisburger Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahre 1911 zurück. Die Planungen stammen allerdings schon aus der Zeit, als Meiderich noch eigenständige Stadt war (1896 - 1905) und beruhen im Wesentlichen auf dem Engagement des Meidericher Bürgermeisters Josef Pütz.

In den Jahren 1911 bis 1913 wurde der Park in seiner Grundstruktur fertiggestellt. Von 1923 bis 1927 folgten einige Erweiterungen, wie der Neubau des beheizbaren Seerosenbeckens (1923), der Stauden- und Rosengarten für die Stadtgärtnerei (1925), das Stadtgarten-Café (1925) und die Erweiterung nach Westen um 9 ha mit dem Konzert- und dem Sportplatz. In der Folgezeit war der Stadtpark ständigen Veränderungen unterworfen, zuletzt durch den Bau der Berliner Brücke (A 59), wodurch ein Teil des östlichen Abschnitts abgetrennt wurde.

Der Stadtpark bildet für die stark belasteten Ortsteile Unter- und Mittelmeiderich einen wichtigen Erholungsraum. Er bietet großzügige Rasenflächen, auf denen zahlreiche Einzelbäume und Baumgruppen mit unterschiedlichen Gehölzflächen angeordnet sind. Ein umfangreiches Wegenetz verbindet die gartenähnlich angelegten Ruhebereiche mit Rosen- und Staudenbeeten, die 1990 neu gestalteten Spielplatzeinrichtungen, den Sport- und den Hundedressurplatz und die Kleingartenanlagen im Westen des Parks.