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Landschaftsplan der Stadt Duisburg

Der Landschaftsplan ist das wesentliche planungsrechtliche Instrument zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft auf kommunaler Ebene. Er wird auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes und des Landschaftsgesetzes NRW erstellt und bezieht sich auf den baulichen Außenbereich, also die unbebauten Freiräume der Stadt. Im Vordergrund des Landschaftsplans steht der Schutz von Naturhaushalt, Landschaftsbild und Erholungsräumen, von wildlebenden Tier- und Pflanzenarten und von naturnahen Lebensräumen.

Der Landschaftsplan Duisburg wurde 1992 vom Rat der Stadt Duisburg als Satzung beschlossen und ist somit für jeden Bürger rechtsverbindlich. Er besteht aus:

· der Entwicklungskarte,
· der Festsetzungskarte sowie
· dem Textteil mit textlichen Festsetzungen und Erläuterungen

Entwicklungskarte

Obstwiese Essenberger BruchGroßbildansicht
Obstwiese Essenberger Bruch

Die Entwicklungskarte enthält die Entwicklungsziele, die die Grundzüge der Landschaftsentwicklung im gesamten Geltungsbereich des Landschaftsplans für einzelne Räume darstellen. Die Entwicklungsziele sind bei allen behördlichen Maßnahmen zu berücksichtigen. Grundstückseigentümer oder Nutzungsberechtigte sind nicht verpflichtet, die Entwicklungsziele umzusetzen.


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Festsetzungskarte

"Die Roos" im NSG "Rheinaue Friemersheim"Großbildansicht
"Die Roos" im NSG "Rheinaue Friemersheim"

In der Festsetzungskarte werden die Natur- und Landschaftsschutzgebiete (NSG, LSG), die Naturdenkmale (ND) sowie die geschützten Landschaftsbestandteile (GLB) festgesetzt.

Von der Gesamtfläche des Duisburger Stadtgebietes gehören circa 108 km² bzw. rund 47 % zum Geltungsbereich des Landschaftsplanes, in dem 16 Naturschutzgebiete, 54 Landschaftsschutzgebiete, 53 Naturdenkmale und 21 geschützte Landschaftsbestandteile liegen.

Darüber hinaus werden in der Festsetzungskarte Zweckbestimmungen für einzelne Brachflächen (z. B. natürliche Entwicklung) und die Art der forstlichen Bewirtschaftung bestimmter Waldflächen (Kahlschlagsbegrenzungen, Baumartenauswahl) vorgegeben. Die Karte enthält außerdem einen Katalog von Entwicklungs-, Pflege- und Erschließungsmaßnahmen (z. B. Anlage, Wiederherstellung und Pflege von Kleingewässern, Anpflanzung von Baumreihen).


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Textteil

Wiese im LSG Binsheimer FeldGroßbildansicht
Wiese im LSG Binsheimer Feld

Für die geschützten Flächen wird im Textteil der jeweilige Schutzgegenstand (Was wird geschützt?), der Schutzzweck (Warum wird es geschützt?) und die zur Erreichung des Schutzzwecks erforderlichen Ge- und Verbote beschrieben. Die für die Schutzgebiete festgesetzten Verbote gelten unmittelbar für alle Bürgerinnen und Bürger.

Auch die Zweckbestimmungen für Brachflächen, die Festsetzungen für die forstliche Nutzung und die Entwicklungs-, Pflege- und Erschließungsmaßnahmen werden im Textteil weiter ausgeführt.


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1. Änderungsverfahren des Landschaftsplanes Duisburg

Graugänse im NSG Rheinaue WalsumGroßbildansicht
Graugänse im NSG Rheinaue Walsum

Anlass für die Landschaftsplanänderung war die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der Europäischen Gemeinschaft. Mit dem Inkrafttreten der Richtlinie im Juni 1992 wurde erstmals ein umfassendes rechtliches Instrumentarium zum Lebensraum- und Artenschutz in der Europäischen Union geschaffen. Das europäische Schutzgebietssystem "Natura 2000" umfasst neben den sogenannten FFH-Gebieten auch die Gebiete nach der Vogelschutz-Richtlinie (Richtlinie über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten).

Mit der 1. Änderung des Landschaftsplans wurden das FFH-Gebiet "NSG Rheinaue Walsum" und der in Duisburg liegende Teil des FFH-Gebietes "Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef" sowie der Duisburger Teil des Vogelschutzgebietes "Unterer Niederrhein" auf nationaler Ebene naturschutzrechtlich gesichert. Hierzu wurde das NSG "Rheinaue Walsum" vergrößert. Im Süden wurde der nördliche Bereich des LSG "Rheinaue Nordhafen" in das Naturschutzgebiet aufgenommen. Außerdem erfasst das Gebiet jetzt auch die Fischschutzzonen im Rhein.

Die 1. Änderung ist am 28. September 2009 in Kraft getreten.


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Der rechtskräftige Landschaftsplan kann beim Amt für Umwelt und Grün eingesehen werden.

Die folgenden Dateien können als Lesefassungen herunter geladen werden: