Welche Arten sind kennzeichnungspflichtig?

Einige besonders oder streng geschützte Arten, darunter auch solche, die nicht dem EU-Anhang A angehören, sind gemäß § 12 ff BArtSchV in Verbindung mit Anlage 6 BArtSchV kennzeichnungspflichtig.

Diejenigen Exemplare dieser Arten, die aus Gründen des Tierschutzes nicht dauerhaft und eindeutig gekennzeichnet werden können, was typischerweise bei jüngeren Reptilien der Fall ist, dürfen biometrisch dokumentiert werden, typischerweise fotografisch.

Hierbei ist zu beachten, dass - besonders bei jüngeren Exemplaren - ursprünglich vorhandene Merkmale entwicklungsbedingt sozusagen verblassen gleichzeitig andere Merkmale zunehmend dominieren. Die Fotodokumentation ist daher in Abständen zu aktualisieren, weil sonst nach einiger Zeit das Exemplar der ursprünglichen Fotografie nicht mehr eindeutig zugeordnet werden kann.

Zur Kennzeichnung bzw. Dokumentation eigener Exemplare der in Anlage 6 BArtSchV aufgelisteten Arten ist auch verpflichtet, wer diese Exemplare bereits vor Einführung der Kennzeichnungspflicht besessen hat.


Landschildkröten

Die beliebten griechischen Landschildkröten sollten daher neueren Untersuchungen zufolge im ersten Lebensjahr zweimal, danach jährlich und ab dem 10. Lebensjahr im 5-jährigen Turnus fotografiert werden, wobei scharfe, gut gradierte sowie maßstäbliche Bilder (mitfotografierter Maßstab) von Bauch- und Rückenpanzer benötigt werden. Notieren sie möglichst auf dem Bild selbst das Aufnahmedatum und das jeweilige Gewicht des Exemplares!

Tipps zur praktischen Durchführung der Fotodokumentation von Landschildkröten finden Sie auf unter dem nachfolgenden Link.