Kontakt

Haben Sie Fragen, Anregungen oder benötigen Sie weitere Informationen?

Nutzen Sie unser Online-Formular oder senden Sie uns eine E-Mail an

duisburg2027@stadt-duisburg.de

oder telefonisch über

Call Duisburg

0203-94000

Die teilräumlichen Strategiekonzepte

Die Teilräumlichen Strategiekonzepte bilden den zweiten Teil der Stadtentwicklungsstrategie Duisburg2027. In ihnen werden die strategischen Ziele der Strategie für Wohnen und Arbeiten räumlich konkretisiert.

Sie wurden in einem umfangreichen Beteiligungsprozess von Januar bis Mai 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Nach Auswertung der eingebrachten Anregungen und der Überarbeitung der Karten wurden die Teilräumlichen Strategiekonzepte im Oktober 2014 in die politischen Gremien eingebracht und dort beraten.

Die Teilräumlichen Strategiekonzepte wurden am 21. September 2015 vom Rat der Stadt beschlossen.

Räumliche Ziele

In neun thematischen und drei integrierten Karten zeigen die Teilräumlichen Strategiekonzepte die räumlichen Ziele für die Entwicklung der Gesamtstadt und der Teilräume Duisburg-Nord, -Mitte/-Süd und -West.

Die Teilräumlichen Strategiekonzepte stellen ein integriertes Entwicklungskonzept dar, das die Ziele für die zukünftige räumliche Entwicklung Duisburgs insbesondere für die Themen Wohnen, Wirtschaft sowie Freiraum und Umwelt beinhaltet. Es werden u.a. die Flächen festgelegt, die in den nächsten 10 bis 15 Jahren als Wohnbau-, Wirtschafts- oder Grünflächen neu entwickelt werden sollen. Diese wurden auf Grundlage einer gesamtstädtischen Flächenbetrachtung anhand von Kriterien ausgewählt und stellen sicher, dass der prognostizierte zukünftige Wohnbau- und Wirtschaftsflächenbedarf gedeckt werden kann. 

Neben der grafischen Darstellung in den Karten führt eine textliche Erläuterung die räumliche Ziele weiter aus. Dabei ist zu beachten, dass die räumlichen Ziele einen Spielraum für eine weitere Konkretisierung im Rahmen der Fachplanungen bzw. der nachfolgenden Planungsebenen der Bauleitplanung lassen. Die Erläuterung der Ziele gibt Hinweise, wie die räumlichen Ziele im Einzelnen zu interpretieren und umzusetzen sind.


Nachhaltige Stadtentwicklung

Im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung und einen langfristig tragfähigen Ausgleich zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Belangen wird gerne das Verhältnis zwischen den neu zu entwickelnden Wohnbau- und Wirtschaftsflächen und der Inanspruchnahme von Freiraum thematisiert.

Mit den Teilräumlichen Strategiekonzepten wird eine maßvolle Inanspruchnahme von Freiraum an ausgewählten Standorten verfolgt, um die strategischen Ziele der Stadtentwicklungsstrategie, insbesondere die Ziele der Einwohnerbindung und -gewinnung zu erreichen. Eine überschlägige Gegenüberstellung der in den Teilräumlichen Strategiekonzepten neu dargestellten Bauflächen und der derzeitigen Realnutzung ergibt, dass bei einer Entwicklung aller dargestellten Bauflächen eine Inanspruchnahme von rd. 170 ha Freiraum im Planungszeitraum erfolgen würde. Im Gegenzug ist die Entwicklung von ca. 130 ha neuen Grünflächen vorgesehen, so dass im Saldo rd. 40 ha Freiraum in Anspruch genommen werden würden. Ausgenommen sind bei dieser Berechnung bereits faktisch als Grün- und Freiraumflächen genutzte und erlebbare Stadträume wie der Landschaftspark Duisburg-Nord oder der RheinPark in Hochfeld.

Bei einem Planungszeitraum von 15 Jahren entspricht dies einer jährlichen Inanspruchnahme von 2,7 ha oder von unter 0,01 ha pro Tag. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis zum Jahr 2020 auf 30 ha pro Tag zu begrenzen. Die Landesregierung hat das 5 ha Ziel pro Tag für das Land NRW formuliert. Dies würde einem schon heute von Duisburg eingehaltenen kommunalen Zielwert von 0,09 ha pro Tag entsprechen. Damit wird auch zukünftig der Anspruch des Projekts Duisburg2027 an eine nachhaltige Stadtentwicklung erfüllt, bei der Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnen und Wirtschaft berücksichtigt werden.


Räumliche Handlungsschwerpunkte

Angesichts der vielen, nahezu flächendeckenden Herausforderungen, denen sich die Stadt Duisburg stellen muss, und des begrenzten kommunalen Handlungsspielraums werden mit den Teilräumlichen Strategiekonzepten räumliche Handlungsschwerpunkte vorgeschlagen, die im Hinblick auf die zu erwartenden positiven Effekte für die Gesamtstadt und die Teilräume vordringlich entwickelt werden sollen.


Berücksichtigung der DuisbürgerIdeen

Die von den Duisburger Bürgerforen und im Rahmen der Jugendbeteiligung eingebrachten Ideen und Vorschläge für die zukünftige Stadtentwicklung - die "DuisbürgerIdeen" - waren wichtiger Ideengeber für die zweite Phase des Projekts Duisburg2027.

Sie sind bei der Erarbeitung der Teilräumlichen Strategiekonzepte berücksichtigt worden. Alle aufgegriffenen Ideen können in der Karte "DuisbürgerIdeen" wiedergefunden werden.