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Strategische Ziele Wasser

Ziel 2.6.1 Wasser als Leitthema für die Stadtentwicklung


Wasser soll als Leitthema für die zukünftige Stadtentwicklung dienen. Durch die Gestaltung mit dem Element Wasser sollen neue städtebauliche und freiraumbezogene Qualitäten geschaffen werden.

Gleichstellung II und IV

Die Einbeziehung des Elements Wasser eignet sich in Duisburg in besonderem Maße, um hohe städtebauliche und freiraumbezogene Qualitäten in den Siedlungsräumen zu erzielen und um das Potenzial Wasser als Duisburg spezifische Marke zu prägen. Alle Duisburger Bezirke bieten individuelle Möglichkeiten am und mit Wasser identitätsstiftende Bereiche für Wohnen, Dienstleistungen und Freizeit zu entwickeln. Insbesondere Ruhrort, Kasslerfeld und die Innenstadt bieten sich an, ein "Duisburger Hafenflair" zu vermitteln.
Neben dem Innenhafen als wohl bekanntestes Projekt für die Gestaltung eines Quartiers mit und am Wasser verfügt Duisburg schon heute über eine Anzahl von Ansätzen, wie zum Beispiel den Rheinpark in Hochfeld, den Hafenstadtteil Ruhrort, die Brunnenmeile auf der Königstraße oder Rheinorange, als Hinweis auf den Zusammenfluss von Rhein und Ruhr, die das Element Wasser aufgreifen. Identitäts- und stadtbildprägende Merkmale sollen bei der Gestaltung des Stadt- und Landschaftsbilds, bei der Neu- bzw. Umgestaltung von Siedlungsbereichen an den Fließgewässern, Seen oder Häfen, bei der Entwicklung von Nutzungen am und auf dem Wasser und bei der Errichtung von Anlagen in Verbindung mit Wasser eine wesentliche Gestaltungsrolle spielen.

Handlungsansätze

  • Konzeption zur Aufwertung des Stadtbilds durch Wasser und zur Stärkung der Erlebbarkeit von Wasser in der Stadt (Masterplan Wasser)
  • Berücksichtigung eines Masterplans Wasser bei städtebaulichen Wettbewerben
  • Aufwertung des Gewässerumfelds zu "Erlebnisräumen"
  • Schaffung attraktiver Zielpunkte am Wasser
  • Öffnung und Renaturierung technisch verbauter Fließgewässer

DuisbürgerIdeen

  • Schaffung von Zugängen/Bessere Anbindung an die Gewässer (27)

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Ziel 2.6.2 Entwicklung der Stadt zum Wasser


Flächen mit Bezug zum Wasser sollen entsprechend ihren Potenzialen für die Entwicklung der Stadt zum Wasser genutzt und unabhängig von der Nutzung für die Menschen erlebbar werden.

Gleichstellung II und V

Wasserlagen sind für die Wohn-, Freizeit-, Büro- und Dienstleistungsentwicklung und Gewerbeansiedlung ein wesentliches Standortpotenzial, um im Wettbewerb um Einwohner und Unternehmen bestehen zu können. Für eine Umstrukturierung zur Verfügung stehende Flächen am Wasser sollen dafür genutzt werden, die Stadt ans Wasser heranzuführen, neue Zugänge zu schaffen und für die Menschen wieder erlebbar und nutzbar zu machen.
Durch die Entwicklung von zukunftsweisenden Wohnprojekten am Wasser sollen die besonderen Vorzüge der Duisburger Gewässerlandschaft genutzt werden, um zum einen attraktive und hochwertige Wohnangebote mit Anziehungskraft über Duisburg hinaus zu schaffen und zum anderen die Wasserlagen stärker in den Siedlungsraum einzubinden. Beispiele hierfür sind die Entwicklung der Rheinfront in Alt-Homberg oder die geplante Wohnentwicklung in Wedau/Bissingheim.
Aktuell und perspektivisch verfügt Duisburg über ein großes Potenzial von Entwicklungsflächen für Büro- und Dienstleistungsstandorte in Wasserlage und mit guter Erreichbarkeit, zum Beispiel der Rheinpark in Hochfeld und der Hafenstadtteil Ruhrort mit der Mercatorinsel.
Durch die Mobilisierung von Flächen auf bereits genutzten oder untergenutzten Industrie- und Gewerbearealen bieten sich zudem Ansiedlungsmöglichkeiten für gewerbliche Nutzungen, sodass bereits vorhandene Schwerpunkte wie der Hafen Ruhrort und der Rheinpreußenhafen weiter gestärkt und keine weiteren Wasserlagen in Anspruch genommen werden. Diese Potenziale sollen genutzt werden, um die Ansiedlung neuer Unternehmen zu fördern.

Handlungsansätze

  • Konzeptionen und Rahmenplanungen für Flächen in Wasserlage (unter Berücksichtigung des Grünordnungs- und Freiraumentwicklungskonzepts)
  • Potenzialanalyse für die verschiedenen Nutzungen am Wasser
  • Entwicklung von wasseraffinen Projekten (Mercatorinsel, Alt-Homberg an den Rhein)
  • Schaffung von Zugängen zu den Uferbereichen und von Wegeverbindungen entlang von Still- und Fließgewässern

DuisbürgerIdeen

  • Schaffung von Zugängen/Bessere Anbindung an die Gewässer (27)

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Ziel 2.6.3 Gewässerlandschaft als Rückgrat der Grün- und Freiraumentwicklung/Hochwasserschutz


Die Gewässerlandschaft soll als Rückgrat der Grün- und Freiraumentwicklung und für den Hochwasserschutz naturnah gestaltet sowie in ihrer Zugänglichkeit zur Naherholung verbessert werden.

Design für Alle, Gleichstellung IV und VI

Fließgewässer, insbesondere Rhein und Ruhr, Kanäle, Seen und ihre Randbereiche, sollen als ein Rückgrat des Grün- und Freiraumsystems sowie des Naturschutzes weiterentwickelt werden. Uferbereiche, die bisher nicht erreichbar und nutzbar sind, sollen - ausgenommen die Gewässerabschnitte, die dem Naturschutz dienen - zugänglich gemacht und möglichst naturnah aufgewertet werden.
Die Gewässerlandschaft soll in das gesamtstädtische Grün- und Freiraumnetz durch begleitende durchgängige Fuß- und Radwege, die Weiterentwicklung attraktiver Zielpunkte und den Rückbau von Barrieren integriert werden.
Die verschiedenen Sport- und Bewegungsangebote auf und am Wasser sollen für ein attraktives Freizeitangebot sorgen. Dabei sollen einerseits Wasserflächen geschützt und andererseits die Möglichkeit geboten werden, Natur und Wasser zu erleben.
Durch eine naturnahe Umgestaltung der weitgehend veränderten bzw. künstlich angelegten Duisburger Gewässer sowie ihrer Ufer- und Randbereiche sollen diese in ihrer ökologischen Funktion und als Retentionsraum bei Hochwasser gestärkt werden. Naturnahe Flussauen besitzen bei Hochwasser eine höhere Speicherkapazität. Insbesondere an kleineren Fließgewässern sollen frühere Überschwemmungsgebiete durch eine naturnahe Umgestaltung der Gewässer und ihrer Randbereiche zurückgewonnen werden.
Die Randbereiche haben eine besondere Bedeutung für die Qualität der Still- und Fließgewässer, da durch ihre puffernde Wirkung Schadstoffeinträge reduziert werden.

Handlungsansätze

  • Knüpfung eines Netzwerks aus Grünverbindungen entlang der Still- und Fließgewässer
  • Erarbeitung von Konzepten zur Vernetzung von Gewässern zu besserer Wassersteuerung und besserem Wasseraustausch
  • Ökologische Aufwertung der Gewässer nach dem Maßnahmenprogramm der Wasserrahmenrichtlinie
  • Einführung eines Monitorings für alle Duisburger Gewässer
  • Erstellung eines Entwicklungs- und Unterhaltungskonzepts Seen (Definition von Nutzungszonen)
  • Ermittlung und Ausweisung relevanter Überschwemmungsgebiete und hochwassergefährdeter Gebiete für alle potenziell gefährdeten Gewässer
  • Erstellung von Hochwasseraktionsplänen
  • Umsetzung des dualen Klimakonzepts (Teil B - Strategie zur Anpassung an den Klimawandel)
  • Entwicklung von Konzepten zum Umgang mit hoch anstehendem Grundwasser

DuisbürgerIdeen

  • Sicherung, Schutz und Erweiterung qualitätsvoller und individueller Freiräume/Grünflächen und Erholungsflächen (Schaffung naturnaher Landschaftsstrukturen) (9)