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Strategische Ziele Umweltqualität

Ziel 2.4.1 Schonender Umgang mit Boden und Grundwasser


Mit der Ressource Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden. Die Böden und das Grundwasser in Duisburg sollen vor nachteiligen Einwirkungen geschützt werden. Die Inanspruchnahme von Boden durch beeinträchtigende Nutzungen soll auf Flächen mit geringer Bedeutung für die als schützenswert identifizierten Bodenfunktionen und auf unempfindliche Bereiche für das Grundwasser gelenkt werden.

Die wichtigen Funktionen, die der Boden für den Natur- und Wasserhaushalt, als land- und forstwirtschaftliche Produktionsfläche und als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte übernimmt, sollen erhalten und gefördert werden.
Böden mit hoher Naturnähe sollen geschützt werden, da es in Duisburg nur sehr wenige vergleichsweise naturbelassene Böden gibt und natürliche Bodenbildungsprozesse sehr lange Zeiträume benötigen. Die Neuinanspruchnahme von Böden für bauliche und andere Nutzungen soll auf Flächen gelenkt werden, die von vergleichsweise geringer Bedeutung für die als schützenswert identifizierten Bodenfunktionen sind. Auf geeigneten Brachflächen, die eine bauliche oder andere Wiedernutzung auf absehbare Zeit nicht erwarten lassen und entsprechende Potenziale für die Grün- und Freiraumvernetzung und -ausstattung bieten, soll die Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen unterstützt werden.
Um das Grundwasser vor Schadstoffeinträgen zu schützen und in seiner Qualität zu verbessern, sind Ursachen für Grundwasserbelastungen, zum Beispiel indirekte Schadstoffeinträge aus Altlasten, schädlichen Bodenveränderungen oder Nährstoffauswaschungen aus der Landwirtschaft, zu beseitigen, sensible Bereiche zum Beispiel für die Trinkwassergewinnung zu sichern und Nutzungen, bei denen mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird, in Bereichen mit hoch anstehendem Grundwasser zu vermeiden.

Handlungsansätze

  • Reduzierung von zusätzlicher Bodeninanspruchnahme durch gezieltes Flächenmanagement und flächensparende Siedlungsentwicklung
  • Erstellen eines Bodenschutzkonzepts (Ausweisung von Bodenschutzgebieten)
  • Kartierung von naturnahen und schutzwürdigen Böden
  • Erstellung eines Konzepts zur Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen
  • Einführung eines Bodenüberwachungssystems
  • Sanierung/Sicherung vorhandener Grundwasserbelastungen sowie Beseitigung der auslösenden Ursachen

DuisbürgerIdeen

  • Sicherung, Schutz und Erweiterung qualitätvoller und individueller Freiräume/Grünflächen und Erholungsflächen (Schaffung naturnaher Landschaftsstrukturen)(9)
  • Keine weitere Flächenversiegelung/Entsiegelung (kein weiterer Flächenverbrauch; keine Bebauung im Außenbereich)(18)
  • Reaktivierung/Wiedernutzung von brachliegenden Werks-/Firmengeländen; freiwerdende Flächen für die Freiraumentwicklung nutzen(31)

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Ziel 2.4.2 Verringerung der Lärm- und Luftbelastungen


Die hohen Lärm- und Luftbelastungen, insbesondere durch Industrie, Hausbrand und Verkehr, sollen verringert und zusätzliche Belastungen vermieden werden.

Gleichstellung VI

Die menschliche Gesundheit soll vor schädlichen Auswirkungen und Belästigungen durch Immissionen, insbesondere in Bezug auf Lärm und Luftschadstoffe, geschützt werden.
Bestehende Immissionskonflikte sollen deutlich entschärft werden. Für ein attraktives Wohnumfeld und Straßenräume mit Aufenthaltsqualität sollen die verkehrsbedingten Emissionen durch Verkehrsvermeidung, Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und des Fuß- und Radverkehrs sowie eine umwelt- und stadtverträgliche Verkehrslenkung reduziert werden. Die Ausweisung von Flächen für verkehrserzeugende Nutzungen wie Logistik und Industrie soll in sensiblen Bereichen wie Wohngebieten und Freiräumen als ruhige Rückzugsbereiche vermieden werden Die Bereiche des Stadtgebiets, in denen geringe Immissionen vorhanden sind, müssen im Hinblick auf die Gesundheitsvorsorge erhalten und weiter ausgebaut werden, um insgesamt eine Verbesserung des Gesundheitsschutzes und eine Steigerung der Lebensqualität in Duisburg zu erreichen. Insbesondere ruhige, wohnungsnahe Freiräume sollen als wichtige Erholungsbereiche erhalten und ausgebaut werden.Durch die Einhaltung von Schutzabständen zwischen emittierenden und sensiblen Nutzungen sowie der Förderung einer emissionsarmen Energieerzeugung und der Verlagerung von Verkehren auf emissionsärmere Verkehrsträger sollen Belastungsschwerpunkte vermieden, entschärft und beseitigt werden. Im Bereich von Belastungsschwerpunkten wird eine emissionsarme Nachnutzung angestrebt.
Die zukünftige Stadtentwicklung soll auf die Siedlungskerne mit ihrem guten Infrastrukturangebot und leistungsstarken ÖPNV-Haltepunkten konzentriert werden, um so die Immissionsbelastungen durch den motorisierten Verkehr zu verringern.

Handlungsansätze

  • Schutz und Ausbau ruhiger Gebiete
  • Schutz, Ausbau und Vernetzung lufthygienischer Ausgleichsräume
  • Umsetzung und Fortführung der Lärmschutzaktionsplanung und der Luftreinhalteplanung
  • Steuerung der Ansiedlung von Anlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz im Rahmen der Bauleitplanung
  • Erstellung und Umsetzung integrierter und regional abgestimmter Konzepte zur Emissionsminderung
  • Förderung Umweltverbund

DuisbürgerIdeen

  • Verringerung der Umweltbelastungen zum Schutz und zur Regeneration aller Lebensmedien (Bewusstsein für klimagerechte Mobilität stärken; Reduzierung der Emissionen von der Industrie; keine weiteren umweltbelastenden Industrieansiedlungen; Entzerrung von Gemengelagen) (17)