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Strategische Ziele Klima

Ziel 2.4.3 Verbesserung des Lokalklimas und der Luftqualität


Zur Verbesserung des Lokalklimas und der Luftqualität sollen die Luftleitbahnen und die Gebiete, die der Kalt- und Frischlufterzeugung dienen, erhalten und weiterentwickelt werden.

Das angestrebte Netzwerk aus Grünzügen und Gewässern sowie die kleinteilige Vernetzung von grünen und blauen Freiräumen sind Chancen, klimatische Beeinträchtigungen zu mindern und die Durchlüftung der bebauten Bereiche zu verbessern. Bedeutsame Belüftungsbahnen sollen von Bebauung und Emittenten freigehalten werden. Große Freiflächen sollen als regional bedeutsame Kalt- und Frischluftproduktionsgebiete ebenso erhalten werden wie die großen Park- und Grünflächen als wohnungsnahe klimatische Ausgleichsräume. In klimatisch belasteten Siedlungsbereichen soll darauf hingewirkt werden, Luftschadstoffbelastungen zu minimieren, die Verdunstungsrate zu verbessern und der Überhitzung von Siedlungsstrukturen entgegenzuwirken. Um die Folgen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit zu mindern, soll der Entstehung von Hitze-Inseln durch vorsorgende Maßnahmen begegnet werden.

Handlungsansätze

  • Erarbeitung eines Stadtklimakonzepts
  • Verbesserung der Vernetzung stadtbedeutsamer Kalt- und Frischluftleitungen
  • Freihaltung der Luftleitbahnen von Bebauung und Emittenten
  • Erhalt und Entwicklung klimatischer Ausgleichsräume (Vermeidung von Bodenversiegelung)
  • Verbesserung klimatisch belasteter Räume (Verbesserung der Verdunstungsrate, Durchgrünung, Begrünung von Gebäuden, Reduzierung von Emissionen)
  • Erhalt, Ausbau und Vernetzung von klimarelevanten Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich
  • Umsetzung des dualen Klimakonzepts (Teil B - Strategie zur Anpassung an den Klimawandel)

DuisbürgerIdeen

  • Sicherung, Schutz und Erweiterung qualitätsvoller und individueller Freiräume/Grünflächen und Erholungsflächen (Beibehaltung, Arrondierung und Erweiterung der Natur- und Landschaftsschutzgebiete; Schaffung naturnaher Landschaftsstrukturen; Umsetzung der Biotopverbundplanung im Flächennutzungsplan und Berücksichtigung bei Planungen) (9)
  • Berücksichtigung des Klimawandels und Klimaschutzes bei der Stadtplanung (Verbesserung des Stadtklimas/Kleinklimas) (14)
  • Großräumige Vernetzung von Grünflächen (Erschließung fehlender [Grün-] Verbindungen; Schaffung von Grünzügen und Wegeverbindungen) (20)
  • Schaffung von Grünzügen/Verbindung einzelner Grünflächen (26)

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Ziel 2.4.4 Senkung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen


Für den Klimaschutz sollen der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen bei der Energieerzeugung gesenkt werden. Der Anteil umweltverträglicher und erneuerbarer Energieträger soll erhöht werden.

Rund zwei Drittel des privaten Energieverbrauchs entfallen in Duisburg auf den Wärmebedarf der privaten Haushalte. Für den Klimaschutz steht daher die energetische Sanierung des Gebäudebestands im Vordergrund. Energetische Lösungen sollen unter Berücksichtigung und Erhalt siedlungsstruktureller Besonderheiten oder der Eigenart der Gebäude erfolgen.
Die im Zusammenhang mit der Energieerzeugung entstehenden CO2-Emissionen sollen durch die Nutzung von Fernwärme in dichten Siedlungsbereichen reduziert werden. In peripheren Siedlungsbereichen mit geringerer Bebauungsdichte soll verstärkt eine dezentrale Versorgung zum Beispiel mit Blockheizkraftwerken erfolgen. Durch die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung sowohl im Fernwärme- als auch im Nahwärmebereich soll der Wirkungsgrad bei der Energieerzeugung erhöht werden. Technische Maßnahmen zur Wirkungsgradsteigerung bei der Energieerzeugung, zum Beispiel durch den städtischen Versorger, sollen die CO2-Emissionen reduzieren.
Eine weitere Reduzierung der CO2-Emissionen soll durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energiequellen bei der Energieerzeugung erfolgen. Dazu sollen sich die Stadtwerke bei der Energiegewinnung zunehmend an Projekten beteiligen, die auf die Erzeugung regenerativer Energien an geeigneten Standorten, auch außerhalb Duisburgs, setzen. Darüber hinaus soll durch eine enge Abstimmung zwischen Energie- und Bauleitplanung die private, dezentrale Nutzung von regenerativen Energien begünstigt werden.

Handlungsansätze

  • Umsetzung des dualen Klimakonzepts (Teil A - Klimaschutz)
  • Energetische Optimierung des städtischen Gebäudebestands
  • Einrichtung der "KlimaAgentur Duisburg"
  • Erstellung Energieversorgungskonzept (Ausbau der Nah- und Fernwärme)
  • Entwicklung von Modellprojekten für den energieeffizienten Umbau von Quartieren

DuisbürgerIdeen

  • Reduzierung des Energieeinsatzes sowie Förderung erneuerbarer Energieträger und der Energieeffizienz (ökologische Anforderungen an Neubauprojekte stellen; energetische Sanierung fördern) (12)
  • Berücksichtigung des Klimawandels und Klimaschutzes bei der Stadtplanung (Erarbeitung Duales Klimakonzept)(14)