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Strategische Ziele Freiraum

Ziel 2.3.4 Ergänzung des Grün- und Freiraumnetzwerks


Das vorhandene Netzwerk aus Grün und Freiraum soll zur Gliederung der Siedlungsbereiche ergänzt, zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität aufgewertet und in seiner Durchgängigkeit verbessert werden.

Design für Alle, Gleichstellung I-IV und VI, Interkulturelle Urbanität III

Das Duisburger Grün- und Freiraumsystem ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil an Wasserflächen, große zusammenhängende Freiräume im Süden und Nordwesten, die Grünzüge entlang des Rheins und an den Stadtgrenzen im Osten, die innerstädtischen Grünzüge sowie die herausragenden Grünflächen und Freizeiteinrichtungen wie den Landschaftspark Nord, den Sportpark Duisburg und den Revierpark Mattlerbusch. Zusammen mit den im Stadtgebiet verteilten bedeutenden Grün- und Parkanlagen und Freizeiteinrichtungen bilden die linearen Grünzüge und -verbindungen ein Netz, dessen wichtigstes Rückgrat die Rhein und Ruhr beidseitig begleitenden Landschaftsbereiche darstellen. Dieses Netzwerk soll zur Gliederung der Siedlungsbereiche und zur weiteren Grünvernetzung ergänzt und in seiner Durchgängigkeit auch für den Biotopverbund verbessert werden.
Voraussetzung für ein ausreichendes Grün- und Freiflächenangebot ist ein System, das sowohl wohnungsnah und quartiersbezogen als auch auf Bezirks- und gesamtstädtischer Ebene ein differenziertes Angebot vorhält. Zum einen sind es die wohnungsnahen Grünflächen, die einen Aufenthalt und die Ausübung von Freizeitaktivitäten ermöglichen, zum anderen spielt die stadtgestalterische Funktion des Grüns im öffentlichen Raum eine wichtige Rolle für die Wohn- und Lebensqualität der Bevölkerung. In verdichteten Siedlungsbereichen und Gebieten mit schlechter Zugänglichkeit zum landschaftsbezogenen Freiraum soll der Grünanteil erhöht werden. Eine besondere Wertigkeit hat der weitere Ausbau durchgängiger Rad- und Fußwege, eingebettet in attraktive Grünverbindungen, sowie wohnungsnaher Bewegungsmöglichkeiten, die sportliche Aktivitäten zur Gesundheitsförderung anregen und unterstützen.

Grün- und Freiflächen sind zugleich wichtige Räume für den Arten- und Naturschutz. Diese sind mit Freizeit- und Erholungsansprüchen in Einklang zu bringen. Daher sollen einige Bereiche als Vorrangräume für den Naturschutz definiert werden, um sie vor konkurrierenden Nutzungen zu schützen und wichtige Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt zu verbessern. Die Kulturlandschaft in Duisburg soll in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und mit ihren charakteristischen Elementen erhalten und weiter entwickelt werden.

Handlungsansätze

  • Umsetzung des Grünordnungs- und Freiraumentwicklungskonzepts Duisburg
  • Erhöhung des Durchgrünungsgrads im Siedlungsbereich
  • Vernetzung der siedlungsinternen Grünflächen und Verknüpfung mit den regionalen Grünzügen (Berücksichtigung der Verbindung von Wasser und Grün)
  • Definition von Vorrangräumen für den Naturschutz einerseits und für Erholungszwecke andererseits
  • Umgestaltung von Infrastrukturbändern zu linearen Grünverbindungen
  • Ausbau eines durchgängigen, möglichst barrierefreien Wegesystems, eingebettet in attraktive Grünverbindungen
  • Weiterentwicklung wohnortnaher Grünflächen (Berücksichtigung von bürgerschaftlichem Engagement bei Gestaltung und Pflege)
  • Erstellung differenzierter Gestaltungs- und Pflegekonzepte

DuisbürgerIdeen

  • Sicherung, Schutz und Erweiterung qualitätsvoller und individueller Freiräume/Grünflächen und Erholungsflächen (Beibehaltung, Arrondierung und Erweiterung der Natur- und Landschaftsschutzgebiete; Schaffung naturnaher Landschaftsstrukturen; Umsetzung der Biotopverbundplanung im Flächennutzungsplan und Berücksichtigung bei Planungen) (9)
  • Verbesserung der Lebensqualität/-bedingungen für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Erhöhung der Sicherheit; Stabilisierung des sozialen Milieus) (11)
  • Berücksichtigung des Klimawandels und Klimaschutzes bei der Stadtplanung (Verbesserung des Stadtklimas/Kleinklimas; Weiterentwicklung Duisburgs als "Grüne Stadt") (14)
  • Verbesserung der Erreichbarkeit (z. B. von Naherholungsgebieten, der Innenstadt, Sportangeboten) (19)
  • Großräumige Vernetzung von Grünflächen (Erschließung fehlender [Grün-] Verbindungen; Schaffung von Grünzügen und Wegeverbindungen) (20)
  • Schaffung und Erhalt eines ausgewogenen Verhältnisses von Wohn-/ Siedlungsflächen und Freiräumen (Gebietsentwicklung hin zum lebenswerten Wohnen; räumliche Entlastung der Siedlungsdichte [Durchgrünung]) (30)

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Ziel 2.3.9 Wiedernutzung von Brachflächen zur Entwicklung von Wohnbauflächen


Die Entwicklung von Wohnbauflächen soll vorrangig auf die Wiedernutzung von Brachflächen sowie den Um-, Rück- und Neubau im bestehenden Siedlungsbereich ausgerichtet werden.

Gleichstellung I und V, Interkulturelle Urbanität VI

Die Stadt Duisburg verfügt über ein immenses Potenzial an Brachflächen, deren Nutzung abhängig von ihrer Lage und Eignung zur Reduktion des Flächenverbrauchs bzw. zur Vermeidung der Neuinanspruchnahme von Freiflächen im Außenbereich beitragen können. Die sich verändernden Wohnansprüche erfordern es langfristig, den Bestand mit neuen städtebaulichen Qualitäten weiterzuentwickeln. Dadurch eröffnen sich Chancen, mit nachfrageorientierten Wohnkonzepten das Wohnungsangebot zu ergänzen, um neue Bevölkerungsgruppen zu gewinnen und der Abwanderung ins Umland entgegenzuwirken.
Neue Flächenausweisungen für Wohnnutzungen sollen in Bereichen erfolgen, in denen auf ein bereits vorhandenes leistungsfähiges Infrastrukturangebot zurückgegriffen werden kann. Dazu zählen Flächen, die dem Grundsatz "Innen- vor Außenentwicklung" entsprechen oder die das bereits vorhandene Siedlungsgefüge sinnvoll ergänzen. Insgesamt gilt der Grundsatz, im Saldo keine weiteren Flächen zu verbrauchen.
Die Wiedernutzung von Brachflächen für Wohnnutzungen ist nur möglich, wenn ein Verdacht auf schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten ausgeräumt oder eine gezielte fachgerechte Sicherung bzw. Sanierung durchgeführt wird. Dafür ist frühzeitig eine überschlägige Beurteilung und Empfehlung für den planerischen Umgang mit belasteten Brachflächen erforderlich, um geeignete Flächen mit möglichst geringem oder kleinflächigem Gefahrenpotenzial für Menschen und Umwelt zu identifizieren, die unter Berücksichtigung eines vertretbaren Mitteleinsatzes für eine Wohnnutzung aufbereitet werden können. Nur durch eine gezielte Untersuchung und Sanierung von belasteten Brachflächen stehen diese auch tatsächlich für die Entwicklung von Wohnbauflächen zur Verfügung. Gemäß dem Verursacherprinzip sind für die Kosten von Untersuchungen, Sanierungs- oder Sicherungsmaßnahmen die Verursacher oder Flächeneigentümer in die Pflicht zu nehmen. Durch ein auf die Duisburger Bodenverhältnisse abgestimmtes Flächenrecycling kann sowohl ein Beitrag zur Altlastensanierung als auch zur Reduzierung des Flächenverbrauchs geleistet werden.

Handlungsansätze

  • Qualitätsorientierte Ergänzung und Umbau des Wohnungsbestands
  • Folgenutzungskonzeption für Brachflächen (Schwerpunkt Wohnen)
  • Erstellung einer Konzeption für die Wohnbauentwicklung (Ermittlung der Flächenbedarfe, Bewertung potenzieller Wohnbauflächen)
  • Etablierung eines Wohnungsmarkt-Monitorings
  • Aufbau eines kommunalen Flächenmanagements zur Förderung des Flächenrecyclings
  • Aktive Grundstückspolitik (in Ausrichtung auf einen kommunalen Grundstückfonds)
  • Untersuchung der Altlastenverdachtsflächen gemäß Prioritätenliste
  • Erarbeitung von differenzierten, flächenspezifischen Planungsempfehlungen für den Umgang mit belasteten Brachflächen
  • Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes zum Umgang mit flächenhaften schädlichen Bodenveränderungen

DuisbürgerIdeen

  • Keine weitere Flächenversiegelung/Entsiegelung (kein weiterer Flächenverbrauch; keine Bebauung im Außenbereich) (18)
  • Reaktivierung/Wiedernutzung von brachliegenden Flächen (Umnutzung von brachliegenden Werks-/Firmengeländen; freiwerdende Flächen für die Freiraumentwicklung nutzen) (31)
  • Qualitativer Neu- und Umbau des Wohnungsbestands (Prüfung des Wohnungsbestands auf Modernisierungsbedarf, evtl. auch Umbau, Abriss) (24)

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Ziel 2.3.10 Wiedernutzung von Brachflächen zur Entwicklung von Wirtschaftsflächen


Die zukünftige Entwicklung von Wirtschaftsflächen soll vorrangig auf die bestehenden räumlichen Schwerpunkte von Gewerbe, Industrie und Dienstleistung konzentriert werden. Kurzfristig sollen Flächen im Zusammenhang mit den räumlichen Schwerpunkten verfügbar gemacht werden, die es erlauben, den Wirtschaftsstandort Duisburg lokal, regional und überregional zu entwickeln.

Die Entwicklung von Wirtschaftsflächen soll sich an den identifizierten Kompetenzfeldern des Handlungsprogramms "impuls.duisburg" orientieren. Bei der Entwicklung des Flächenangebots soll dessen jeweilige Bedeutung für den lokalen, regionalen und überregionalen Markt sowie eine effiziente Flächenausnutzung besonders berücksichtigt werden. Ansiedlungen sind im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse auf ihren Mehrwert für die gesamtstädtische Entwicklung zu prüfen. Im Vordergrund steht eine effiziente und zielgerichtete Flächenausnutzung, um ausreichend marktfähige Flächen für eine wirtschaftliche Entwicklung zur Verfügung zu stellen.
Der Flächennachfrage der Wirtschaft soll vorrangig dadurch entsprochen werden, brachliegende Flächen marktfähig zu entwickeln und bereits genutzte Flächen besser auszunutzen. Dafür ist eine gezielte Untersuchung und gegebenenfalls eine Sicherung oder Sanierung von Brachflächen mit Altlastverdacht erforderlich, die als Wirtschaftsflächen aufbereitet werden sollen oder die sich aufgrund ihres zu erwartenden großflächigen oder schwerwiegenden Gefahrenpotenzials für eine gewerbliche oder industrielle Nutzung mit einem hohen Versiegelungsgrad anbieten. Für die Kosten von Untersuchungen, Sanierungs- oder Sicherungsmaßnahmen sind zunächst die Verursacher oder Flächeneigentümer in die Pflicht zu nehmen. Die Stadt Duisburg unterstützt auch zukünftig private Eigentümer bei der Entwicklung von Brachflächen im Sinne der Stadtentwicklungsstrategie. Dies kann auch das Eingehen von Entwicklungspartnerschaften mit den Eigentümern sowie das aktive Einwerben von Fördermitteln bedeuten.
Aufgrund bestehender Mobilisierungshemmnisse und Engpässe von kurzfristig verfügbaren Wirtschaftsflächen sind zeitnah dennoch zusätzliche Flächen für eine wirtschaftliche Entwicklung zu prüfen. Eine Neuinanspruchnahme von Flächen soll nur in Bereichen stattfinden, in denen die Arrondierung bestehender Wirtschaftsschwerpunkte möglich ist. Darüber hinaus sollen keine infrastrukturellen Investitionen und Folgekosten sowie keine negativen Auswirkungen auf imagebildende Projekte, wie zum Beispiel den Innenhafen, den Landschaftspark Nord, den Sportpark Duisburg, oder geplante Projekte, wie zum Beispiel der Wohnentwicklung Wedau/Bissingheim, ausgelöst werden. Die zusätzliche Flächeninanspruchnahme ist im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans zugunsten der Grün- und Freiraumentwicklung auszugleichen, um den Anteil der Siedlungsfläche, bestehend aus Wirtschafts-, Verkehrs- und Wohnbauflächen, nicht zu Lasten der Grün- und Freiflächen zu erhöhen.

Handlungsansätze

  • Folgenutzungskonzeption für Brachflächen (Schwerpunkt Wirtschaft)
  • § Ausarbeitung eines Entwicklungskonzepts für Wirtschaftsflächen (Ermittlung der Flächenbedarfe)
  • Etablierung eines Flächenmanagements
  • Aktive Liegenschaftspolitik der Stadt und ihrer Unternehmen
  • Untersuchung der Altlastenverdachtsflächen gemäß Prioritätenliste
  • Erarbeitung von differenzierten, flächenspezifischen Planungsempfehlungen für den Umgang mit belasteten Brachflächen
  • Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes zum Umgang mit flächenhaften schädlichen Bodenveränderungen
  • Kosten-Nutzen-Analyse bei Gewerbeansiedlungen (Wirtschaftlichkeitsberechnung)
  • Einrichtung einer "Expertenkommission für Logistikentwicklung" (Stadt Duisburg, GFW, Duisport und Universität Duisburg-Essen, IHK u.a.)

DuisbürgerIdeen

  • Alle im jetzigen FNP ausgewiesenen Gewerbe-, Misch- und Sondergebiete beibehalten und neue - bei Bedarf - abgestimmt ausweisen (Erhöhung des Schutzstatus der im FNP dargestellten Baugebiete; keine Verschlechterung der im FNP dargestellten Baugebiete in umgekehrte Richtung [MI in GE]) (8)
  • Keine weitere Flächenversiegelung (kein weiterer Flächenverbrauch; keine Bebauung im Außenbereich) (18)
  • Reaktivierung/Wiedernutzung von brachliegenden Flächen (Umnutzung von brachliegenden Werks-/Firmengeländen) (31)

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Ziel 2.3.11 Wiedernutzung von Brachflächen zur Schaffung neuer Freiräume


Durch die Wiedernutzung von Brachflächen sollen neue Freiräume im Siedlungsbereich geschaffen und das Grün- und Freiraumsystem sowie das Biotopverbundsystem gestärkt werden.

Die Wiedernutzung von Brachflächen im Siedlungsbereich bietet die Möglichkeit, Siedlungserweiterungen im zusammenhängenden Freiraum zu vermeiden. Dabei sind auch die Grün- und Freiraumbelange zu berücksichtigen und neue Grünverbindungen dort zu schaffen, wo diese das Grün- und Freiraumsystem sowie das Biotopverbundsystem sinnvoll ergänzen. Brachliegende Flächen im Innenbereich, die für das Freiraum- und Biotopverbundsystem von Bedeutung sind und für die schädliche Bodenveränderungen mit Gefahren für Menschen und Umwelt, insbesondere das Grundwasser, ausgeschlossen oder aber entsprechend saniert bzw. gesichert werden können, sollen zu Freiflächen entwickelt und als solche dauerhaft erhalten werden. Isolierte Flächen mit entsprechender Biotop- und Artenausstattung sollen in das gesamtstädtische Biotopverbundsystem integriert werden. Dies gilt insbesondere auch für brachliegende Standorte, auf denen sich eine hohe Anzahl von verschiedenen Biotoptypen entwickelt hat und die für den Biotop- und Artenschutz durch ihre jahrzehntelange "versteckte" Lage eine besondere Bedeutung haben. Diese empfindlichen Bereiche sollen in ihrer Eigenart erhalten werden und sind ein wichtiges Potenzial für die Freiraumentwicklung innerhalb des Siedlungsgefüges.
Durch eine überschlägige Beurteilung und die Erarbeitung von Planungsempfehlungen für Brachflächen mit Verdacht auf schädliche Bodenveränderungen sollen die Brachflächen identifiziert werden, bei denen durch den Anbau spezifischer Pflanzenarten schädliche Bodenveränderungen mit einem vertretbaren Mitteleinsatz mittel- bis langfristig kontrolliert beseitigt werden können.

Handlungsansätze

  • Umsetzung des Grünordnungs- und Freiraumentwicklungskonzepts Duisburg
  • Umsetzung des Biotopverbundkonzepts
  • Erhöhung des Grünvolumens in stark verdichteten Siedlungsbereichen
  • Untersuchung der Altlastenverdachtsflächen gemäß Prioritätenliste
  • Erarbeitung von differenzierten, flächenspezifischen Planungsempfehlungen für den Umgang mit belasteten Brachflächen
  • Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes zum Umgang mit flächenhaften schädlichen Bodenveränderungen

DuisbürgerIdeen

  • Sicherung, Schutz und Erweiterung qualitätsvoller und individueller Freiräume/Grünflächen und Erholungsflächen (Beibehaltung, Arrondierung und Erweiterung der NSG und LSG; Umsetzung der Biotopverbundplanung im FNP und Berücksichtigung bei Planungen) (9)
  • Keine weitere Flächenversiegelung (keine Bebauung im Außenbereich) (18)
  • Reaktivierung/Wiedernutzung von brachliegenden Flächen (freiwerdende Flächen für die Freiraumentwicklung nutzen) (31)