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Strategische Ziele Stadtgliederung

Ziel 2.3.1 Räumliche Schwerpunkte bei der Stadtentwicklung


Bei der Stadtentwicklung sollen räumliche Schwerpunkte gesetzt werden, ausgerichtet an den bestehenden Siedlungskernen und Infrastrukturen sowie den vorhandenen Stärken, Potenzialen und Defiziten.

Design für Alle, Gleichstellung I

Die Siedlungsstrukturen in Duisburg weisen unterschiedliche Ausgangslagen bezüglich eigener und der sie umgebenden Stärken und Defizite auf, die bei zukünftigen Entwicklungen zu beachten sind. Daran ausgerichtet sollen öffentliche Investitionen dazu beitragen, die vorhandenen Stärken zu erhalten und Potenziale weiterzuentwickeln. In Bereichen mit städtebaulichen Defiziten sind öffentliche Investitionen von den jeweiligen Entwicklungsperspektiven und der Bedeutung für das gesamtstädtische Siedlungsgefüge abhängig zu machen.
Im Rahmen des Stadtumbaus sollen bestehende Siedlungsbereiche, je nach Potenzial und Ausgangslage, durch Neu- oder Umbau sowie Nachverdichtung sinnvoll ergänzt, durch Rückbau und Umnutzung strukturell aufgewertet, bei Schrumpfungsprozessen begleitet oder durch Grün- und Freiflächen aufgelockert werden.
Bestehende und neue Siedlungsstrukturen sollen zu städtebaulich geordneten, kompakten und an den Kernen ausgerichteten Siedlungsbereichen entwickelt werden, um eine dauerhaft leistbare Versorgungs- und Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten. Von zentraler Bedeutung sind der Erhalt und die Entwicklung der polyzentralen Stadtgliederung mit starken Kernen und kurzen Wegen.

Handlungsansätze

  • Erarbeitung von teilräumlichen Strategiekonzepten (räumliche Potenzialanalyse und Schwerpunktsetzung)
  • Erarbeitung von integrierten räumlichen Entwicklungskonzepten
  • Qualitativer Neu- und Umbau des Wohnungsbestands
  • Maßnahmenkataloge zur Wohnumfeldverbesserung
  • Städtebaulich qualitätsvolle oder schlichte Gestaltung von Dienstleistungs- und Gewerbebereichen abhängig von ihrer Funktion und Lage

DuisbürgerIdeen

  • Erhalt und Revitalisierung attraktiver Zentren (Umgestaltung und Aufwertung von Plätzen; Erhalt und Belebung der Ortskerne; Stärkung Einzelhandel/Gastronomie) (15)
  • Qualitativer Neu- und Umbau des Wohnungsbestands (Prüfung des Wohnungsbestands auf Modernisierungsbedarf, evtl. auch Umbau, Abriss; Verbesserung der Gestaltung) (24)
  • Schaffung und Erhalt eines ausgewogenen Verhältnisses von Wohn-/ Siedlungsflächen und Freiräumen (zielgerichtete Aufteilung von Wohnen und Arbeiten; Verringerung der Streuung von Gewerbegebieten; räumliche Entlastung der Siedlungsdichte [Durchgrünung]) (30)

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Ziel 2.3.2 Nachhaltige Stabilisierung von Quartieren


Entsprechend ihren Potenzialen und Bedarfen sollen Quartiere unter Einbeziehung der Akteure vor Ort sozial und stadtstrukturell nachhaltig stabilisiert und gestärkt werden.

Gleichstellung I, V und X, Interkulturelle Urbanität I und III, Europäische Integration VII

Vor dem Hintergrund kleinräumiger wohnungswirtschaftlicher und sozialräumlicher Herausforderungen soll der Quartiersbezug stadtentwicklungs- und wohnungspolitischer Maßnahmen gestärkt werden. Nach der empfohlenen Auswahl und Prioritätensetzung auf Grundlage der im Prozess Duisburg2027 erarbeiteten Potenzialanalysen sind für die festgelegten Quartiere mit besonderen Entwicklungspotenzialen bzw. Unterstützungsbedarfen kleinräumige Quartiersentwicklungskonzepte unter aktiver Beteiligung der Quartiersbevölkerung, der Eigentümer und der lokalen Wohnungswirtschaft zu erarbeiten. Hierzu sollen in den Quartieren die Stabilisierung und Belebung der Nachbarschaft, die Verbesserung des Wohnumfelds, die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs, die Aufrechterhaltung eines adäquaten Infrastrukturangebots und die Entwicklung nachhaltiger Wohnstrukturen verfolgt werden.

Handlungsansätze

  • Kleinräumiges Quartiers-Monitoring
  • Erstellung von quartiersbezogenen Konzepten
  • Verbesserung der Wohnqualität für alle Bevölkerungsgruppen
  • Quartiersmanagement mit Akteuren vor Ort
  • Unterstützung von Immobiliengemeinschaften "Housing Improvement Districts"

DuisbürgerIdeen

  • Verbesserung der Wohnqualität für alle Bevölkerungsgruppen (Schaffung neuer, nachfrageorientierter Wohnformen für verschiedene Bevölkerungsgruppen; barrierefreies Wohnen; gemeinschaftliche Wohnprojekte; Entwicklung alternativer Wohnmodelle) (2)
  • Einbeziehung der Bürger in kommunale Fragen und Entscheidungen (Weiterentwicklung der Beteiligungskultur; Erfahrungsaustausch; bürgerschaftliches Engagement; weitere Beteiligung der Bürgerforen sicherstellen und Bürgerhaushalt einführen) (3)
  • Förderung des Zusammenlebens/Zusammenhalts in den Stadtteilen (Räume der Begegnung für Menschen aller Altersklassen und Nationalitäten schaffen) (6)
  • Verbesserung der Lebensqualität/-bedingungen für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Stabilisierung des sozialen Milieus) (11)

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Ziel 2.3.3 Stärkung der Siedlungskerne


Eine städtebauliche Aufwertung und funktionale Stärkung soll vorrangig in den Siedlungskernen, insbesondere den Handelslagen, erfolgen.

Design für Alle, Gleichstellung I, Interkulturelle Urbanität I und III

Die verdichteten und funktionsgemischten Siedlungskerne bilden als zentrale Orte für Versorgung, Wirtschaft und Wohnen sowie Bildung, Kultur und Freizeit das Grundgerüst der Siedlungsstruktur und sind damit die Identifikations- und Kristallisationspunkte des urbanen und öffentlichen Lebens. Ungeachtet ihrer Größe und Bedeutung innerhalb der Stadt leisten die Siedlungskerne mit ihren festgelegten zentralen Versorgungsbereichen und ihren jeweils unterschiedlichen Zentrenfunktionen einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Dabei reicht die für den Einzelhandel relevante Zentrenfunktion vom Nahversorgungszentrum für die umliegenden Quartiere über Nebenzentren, die mehrere Ortsteile oder ganze Bezirke versorgen, bis hin zu den beiden Hauptzentren Innenstadt und Hamborn/Marxloh mit gesamtstädtischen und überregionalen Einzugsbereichen und Versorgungsfunktionen.
Die Siedlungskerne in allen Bezirken sollen einerseits durch eine qualitätsvolle Gestaltung der öffentlichen Räume und der zum öffentlichen Raum orientierten Ansichten, gute Erreichbarkeit und eine städtebauliche Integration der Hauptverkehrsstraßen aufgewertet werden. Andererseits soll dort die private und öffentliche Angebotsvielfalt gesichert und weiterentwickelt werden. Die Hauptzentren Innenstadt und Hamborn/Marxloh sollen entsprechend ihren jeweiligen Potenzialen funktional und städtebaulich gegenüber den anderen Zentren hervorgehoben werden.
Die zentralen Versorgungsbereiche in allen Bezirken sollen zur Sicherung und Weiterentwicklung des Einzelhandelsangebots gestärkt werden. Außerdem soll eine räumlich ausgewogene Nahversorgung gesichert und ausgebaut werden. Einzelhandelsansiedlungen an Sonderstandorten sollen zur gesamtstädtischen Attraktivität beitragen, ohne die Entwicklung der Zentren oder der Nahversorgung zu beeinträchtigen.

Handlungsansätze

  • Umsetzung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts
  • Weiterentwicklung und Umsetzung Masterplan Innenstadt
  • Konzeption zur Aufwertung der Hauptgeschäftsbereiche und der öffentlichen Räume in den Kernen (Gestaltungsgrundsätze, Weiterentwicklung der Hauptzentren)
  • Unterstützung von Immobilien- und Standortgemeinschaften

DuisbürgerIdeen

  • Erhalt und Revitalisierung attraktiver Zentren (Erhalt und Belebung der Ortskerne; Stärkung Einzelhandel/Gastronomie) (15)

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Ziel 2.3.8 Entzerrung von Konfliktlagen und Abbau von Zäsuren


Die Möglichkeiten, sensible und belastende Nutzungen umwelt- und stadtverträglich neu zu ordnen, sollen zur Entzerrung von Konfliktlagen und den Abbau von Zäsuren genutzt werden.

Gleichstellung VI

Duisburg ist geprägt durch eine historisch gewachsene Nähe von Industrie, Gewerbe, großen Verkehrsachsen und sensibler Nutzungen wie zum Beispiel Wohnen.
Um eine gesundheitsfördernde und umweltschützende Stadtentwicklung zu ermöglichen und in dafür vorgesehenen Bereichen den Produktionsstandort zu sichern, sollen konfliktbehaftete Gemengelagen entschärft und räumliche Zäsuren abgebaut werden. Für die Konfliktlagen soll daher entschieden werden, welcher Nutzung zukünftig Vorrang einzuräumen ist. Werden industrielle, gewerbliche oder Wohnnutzungen aufgegeben, soll die Chance zur Entflechtung von konfliktreichen Gemengelagen genutzt werden. Neue Gemengelagen sollen nicht entstehen.

Handlungsansätze

  • Abbau von Zäsuren (Schaffung von Wege- und Grünverbindungen)
  • Abbau von Konfliktlagen (Anwendung planungsrechtlicher Bestimmungen, Einhaltung angemessener Abstände, Lärmaktionsplanung)
  • Entwicklung von Konzepten zum Umgang mit Konfliktlagen/Festlegung eines langfristigen Nutzungsvorrangs (Wohnen oder Industrie/Gewerbe oder Freiraum)

DuisbürgerIdeen

  • Verringerung der Umweltbelastungen zum Schutz und zur Regeneration aller Lebensmedien (Entzerrung von Gemengelagen) (17)