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Strategische Ziele Mobilität

Ziel 2.3.5 Stärkung des Umweltverbunds


Um den Umweltverbund attraktiver zu gestalten, soll der öffentliche Personennahverkehr gestärkt und auf zentrale Knotenpunkte ausgerichtet sowie die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger, insbesondere des ÖPNV, Rad- und Fußverkehrs, verbessert werden.

Design für Alle, Gleichstellung II und III

Attraktive Fuß- und Radwege und eine gute Anbindung der Kerne an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) tragen in einer polyzentralen, kompakten Siedlungsstruktur dazu bei, dass mehr Wege zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt und die Verkehrsmenge des motorisierten Individualverkehrs und die dadurch bedingten Luft- und Lärmbelastungen verringert werden. Die topografischen Bedingungen in Duisburg sind hierfür äußerst günstig.
Insbesondere der ÖPNV soll auf städtischer und regionaler Ebene konsequent beschleunigt und vernetzt werden. Die zentralen Knotenpunkte des ÖPNV sollen ausgebaut und attraktiv sowie barrierefrei gestaltet werden. Hierzu sollen verbesserte Umsteigemöglichkeiten zwischen den einzelnen Verkehrsträgern in den Siedlungskernen und an bedeutenden Verkehrsknotenpunkten, eine bessere Anbindung von Arbeits- und Wohnbereichen an die Hauptachsen des öffentlichen Personennahverkehrs sowie die Berücksichtigung der Belange des Rad- und Fußverkehrs, insbesondere bei Neu- und Umbaumaßnahmen der Verkehrsinfrastruktur, beitragen.

Handlungsansätze

  • Erstellung eines Nahverkehrsplans
  • Integration der Stadtteile in ein effizientes Netz aus Hauptlinien, z. B. Prüfung "Sprung über den Rhein" zur Stadtbahn-Anbindung der linksrheinischen Stadtbezirke
  • Konzentration der Siedlungsentwicklung auf die Hauptachsen des ÖV (Ausweisung von Nutzungen mit hohem Verkehrkehrsaufkommen wie überregional bedeutende Freizeitanlagen, Stadt- und Einkaufszentren, Dienstleistungs- und Forschungsbereiche im Einzugsradius von attraktiven ÖV-Haltestellen)
  • Qualifizierung des bestehenden öffentlichen Personennahverkehrs (Sicherstellung der regionalen Vernetzung, schnelle Anbindung des Hauptbahnhofs, Erhöhung der Takte, Senkung der Fahrzeiten)
  • Attraktive Gestaltung der zentralen Knotenpunkte (Park&Ride, Bike&Ride, CarSharing - Optimierung der Umsteigemöglichkeiten, verbesserte Abstimmung der Fahrpläne, Gestaltung und Integration der Haltestellen in den Stadtraum)
  • Entwicklung eines Rad- und Fußwegekonzepts

DuisbürgerIdeen

  • Förderung des Umweltverbunds (Ausbau/Verbesserung/Beschleunigung des öffentlichen Personennahverkehrs; Stärkung des Fuß- und Radverkehrs) (16)
  • Verringerung der Umweltbelastungen zum Schutz und zur Regeneration aller Lebensmedien (Bewusstsein für klimagerechte Mobilität stärken) (17)
  • Großräumige Vernetzung von Grünflächen (Schaffung von Grünzügen und Wegeverbindungen) (20)

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Ziel 2.3.6 Steuerung des motorisierten Individualverkehrs


Der motorisierte Individualverkehr soll durch Verkehrslenkung und die Einschränkung in Teilbereichen an das städtische Umfeld angepasst und entsprechend gesteuert werden.

Design für Alle, Gleichstellung II und III, Interkulturelle Urbanität III

Der motorisierte Individualverkehr (MIV) ist ein wesentliches Element urbaner Mobilität. Die Herstellung einer Balance zwischen urbaner Qualität und der Möglichkeit der individuellen, motorisierten Fortbewegung ist entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung der Wohn- und Lebensqualität in Duisburg.
Ein urbaner motorisierter Individualverkehr ist ein fließender, dessen Geschwindigkeit an das jeweilige städtische Umfeld angepasst ist. Durch eine an städtebaulichen Kriterien orientierte Gestaltung von Verkehrsräumen sollen neue urbane Qualitäten geschaffen werden. Maßnahmen wie Kreisverkehre und das "shared space"-Prinzip, bei dem MIV und nicht-motorisierter Individualverkehr gleichberechtigt sind, sollen weiter ausgebaut werden. Einseitig autogerechte, überdimensionierte Straßenquerschnitte sollen zugunsten anderer Nutzer und des Umfelds umgebaut werden. Durchgangsverkehre sollen auf Autobahnen und Hauptverkehrsachsen konzentriert werden, um Wohngebiete zu entlasten sowie wohnungsnahe Freiräume und ruhige Rückzugsgebiete zu schützen.

Handlungsansätze

  • Weiterentwicklung von Verkehrsflächen zugunsten des nicht motorisierten Individualverkehrs (flexible Spuraufteilung, Busspuren, Radfahrstreifen)
  • Umbau von Verkehrsflächen zur städtebaulichen Qualifizierung des öffentlichen Raums (Erhöhung der Aufenthaltsqualität, gestalterische Aufwertung)
  • Einführung von Mobilitätsberatung
  • Steuerung des Verkehrsflusses durch Verkehrsmanagement (flächenhafte Verkehrsberuhigung in Wohngebieten; Lenkung des Verkehrs auf Autobahnen und Hauptverkehrsachsen)
  • Ausarbeitung eines Verkehrsentwicklungskonzepts
  • Erstellung des Nahverkehrsplans

DuisbürgerIdeen

  • Bereinigung bestehender Verkehrsprobleme/Minimierung von Verkehrsbelastungen (Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur; Anpassung des Straßennetzes; Verkehrsberuhigung; Entwicklung eines integrierten Verkehrskonzepts; Verkehrslenkung) (21)

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Ziel 2.3.7 Stadtverträgliche Organisation des Wirtschaftsverkehrs


Wirtschaftsverkehre sollen durch eine konsequente Abstimmung von Flächennutzungen und Verkehrsinfrastruktur sowie Verkehrslenkung stadtverträglich organisiert werden.

Eine besondere Stärke Duisburgs ist die gute regionale und überregionale Erreichbarkeit und die vorhandene Verkehrsinfrastruktur. Dies begünstigt Ansiedlungen von Unternehmen, die ein hohes Verkehrsaufkommen erzeugen. Die disperse Gewerbeflächenstruktur erzeugt zudem einen hohen Anteil an Binnenverkehr zwischen den verstreut liegenden Gewerbegebieten. Die derzeitige Abwicklung der Wirtschaftsverkehre über Stadtstraßen führt, insbesondere in sensiblen Bereichen, zu Konflikten durch Lärm- und Luftbelastung.
Um Wirtschaftsverkehr besser steuern zu können, ist eine differenzierte Betrachtung der Unternehmensansiedlungen nach dem Verkehrsaufkommen erforderlich. Für verkehrsintensive Nutzungen sollen Schwerpunkträume mit einer guten bestehenden öffentlichen Verkehrserschließung definiert werden. Diesen soll Vorrang bei der weiteren wirtschaftlichen Ansiedlungspolitik und Flächenentwicklung eingeräumt werden.
Der überregionale, regionale und lokale Wirtschaftsverkehr soll durch Verkehrslenkung und gegebenenfalls ergänzende Anpassungen der Verkehrsinfrastruktur verträglicher durch den Stadtraum geleitet werden. Langfristig soll der Wirtschaftsverkehr stadtverträglich und möglichst direkt auf das Autobahnnetz gelenkt werden.

Handlungsansätze

  • Erstellung eines LKW-Routenkonzepts (insbesondere Logistikspange)
  • Definition von Schwerpunkträumen für verkehrsintensive Wirtschaftsnutzungen
  • Vorausschauender Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zur optimierten Anbindung verkehrsintensiver Nutzungen an Bundesautobahnen
  • Aktive Einschränkung von Wirtschaftsverkehr in Wohngebieten

DuisbürgerIdeen

  • Bereinigung bestehender Verkehrsprobleme/Minimierung von Verkehrsbelastungen (Entwicklung eines attraktiven integrierten Verkehrskonzepts; Verkehrslenkung; Durchgangsverkehr aus Wohngebieten heraushalten; Verbesserung der verkehrlichen Erschließung der Gewerbegebiete) (21)