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Holzpelletlager


 

Kohlenmonoxid (CO) im Holzpelletlager

Holzpellets sind kleine, genormte, zylindrische Holzpresslinge, deren Strukturen beim Pressen teilweise zerstört werden. Dadurch können Abbauprodukte wie Kohlenmonoxid aus den Pellets austreten und sich in Luft, beispielsweise in einem Pelletsilo, anreichern. Das entstandene farb- und geruchlose Kohlenmonoxidgas ist in höheren Konzentrationen höchst gefährlich, da die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung besteht. In der Vergangenheit hat es Todesfälle in diesem Zusammenhang in Deutschland und der Schweiz gegeben. Die betroffenen Menschen hatten sich in unzureichend durchlüfteten Holzpellet-Lagerräumen aufgehalten und starben an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung.
 

Sicherheitsvorschriften


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Für alle Energieträger gelten Sicherheitsvorschriften, die im Umgang mit Brennstoff, Heizung und Lagerräumen einzuhalten sind. Das gilt auch für das Heizen mit Holzpellets. Die Lagerung von Holzpellets wird durch die Musterfeuerungsverordnung

(M- FeuVo) geregelt. In der M-FeuVo werden die Anforderungen an den Brennstofflagerraum, sowie die zulässigen Lagermengen beschrieben. Eine Empfehlung zur Lagerung von Holzpellets, hat der TÜV Rheinland und der Deutsche Energieholz- und Pellet- Verband e.V. (DEPV) erarbeitet. Der DEPV bietet diese Empfehlung als Broschüre auf seiner Webseite www.depv.de im Downloadbereich an. Warnschilder können über den DEPV kostenlos unter info@depv.de angefordert werden.

 

Sicherheitshinweise

Lagerräume für Holzpellets sind nicht zum Betreten oder zum Aufenthalt von Menschen gedacht. ( Außer kurzzeitig für zweckgebundene Tätigkeiten ) Unbefugten ist der Zutritt zum Lagerraum verboten.

Mindestens eine Stunde vor der Befüllung des Lagers ist der Kessel abzuschalten.

Pelletlagerräume sind vor dem Betreten durch Türöffnen ausreichend zu belüften.

In geschlossenen Lagerräumen ist der Einsatz von speziellen Lüftungsdeckeln auf den Einblas- und Absaugstutzen zu empfehlen. Der Austausch der geschlossenen Deckel, auch bei Altanlagen, ist ratsam.

Die Füllstandskontrolle ist über eine fest verschlossene Sichtscheibe (Bullauge) durchzuführen.

Die Füll- und Absaugstutzen sind mit 4 mm² Kupferader zur Erdung an die Hauspotenzialausgleichschiene anzuschließen.

Fördereinrichtungen und elektrische Betriebsmittel sind regelmäßig vom Pelletstaub zu befreien.

Beim Säubern des Lagerraumes vom Pelletstaub ist eine Staubmaske zu tragen.

Es besteht Verletzungsgefahr durch bewegliche Bauteile der Anlage ( z.B. Förderschnecke).