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History


Neubau Moschee - Begegnungsstätte Marxloh


Herbst 2009
 

c) Foto Günter Matczik EG DU
 
Eine der ältesten und größten islamischen Gemeinden in Duisburg ist die DITIB-Moschee an der Warbruckstraße in Duisburg-Marxloh. Entstanden aus der ehemaligen Kantine des Bergwerks Marxloh und gegründet von den Arbeitern dieses Werks war die Moschee stets um einen offenen und kooperativen Umgang mit der Stadtteilbevölkerung bemüht. Die Moschee hat sich in ihrer fast 20-jährigen Geschichte zu einem Ort des interkulturellen und interreligiösen Austausches entwickelt.
 
Begegnungstätte Moschee Marxloh Warbruckstr c) Foto Günter Matczik EG DU
Sommer 2007
 

c) Foto Günter Matczik EG DU
 
Um für die Gebete und breit gefächerten weltlichen Aktivitäten einen angemessenen Rahmen zu schaffen, wurde das bis dahin als Moschee genutzte Bauwerk im Dezember 2003 abgerissen, um einem Neubau im Stil eines klassischen Kuppelbaus Platz zu schaffen, in dem u.a. auch eine Begegnungsstätte untergebracht wurde.

Mit dieser Einrichtung wurde erstmals ein offener Ort geschaffen, der der Lebenswelt und der Identität der muslimischen Bevölkerungsgruppen in Marxloh entspricht.

Über Bildungsangebote für Frauen und Betreuungsleistungen für ältere Migrantinnen und Migranten sollen Defizite in der Angebotsstruktur im Stadtteil ausgeglichen werden. Darüber hinaus werden diese Räume auch weiterhin nichtmuslimischen Bürgerinnen und Bürgern des Ortsteils als Begegnungsstätte zur Verfügung stehen, um das Miteinander im Ortsteil zu stärken und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen.
 
c) Foto Günter Matczik EG DU
 
Um dieses Ziel zu erreichen und das Konzept auf eine breite Basis zu stellen, das auch von der nichtmuslimischen Bevölkerung getragen wird, hat die Gemeinde einen Beirat installiert, in dem viele örtliche Institutionen, Vereine, christliche Kirchen, politische Parteien, Kaufleute, Nachbarn, die EG DU usw. vertreten sind. Dieses Gremium hält zudem intensive Kontakte zum Runden Tisch Marxloh, Vereinsstammtisch Marxloh, Förderverein Marxloh usw..

Durch die Offenheit der Diskussion im Beirat, verbunden mit der Anbindung an die örtlichen Gremien und deren Rückmeldungen ist die Notwendigkeit einer Begegnungsstätte deutlich geworden, die zwar der Moschee zugeordnet, aber für alle offen ist.
Der Beirat soll auf Dauer in die Organisation der Begegnungsstätte eingebunden werden. Auf der Grundlage der Vorgaben und Ziele des Operationellen Programms URBAN der Europäischen Union und des Leitbildes für die Stadtteilerneuerung des Ortsteils Marxloh wurden Trägerstrukturen und Konzepte für die Begegnungsstätte, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, erarbeitet.