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History


IHZ - Internationales Handelszentrum - Duisburg-Marxloh

Ausgangslage

c) Foto Günter Matczik EG DU - Pollmann-Kreuz aus Kaiser-Friedrich-Straße
Pollmann-Haus, Sicht von der Kaiser-Friedrich-Straße
 
Die mit Unterstützung der Europäischen Union, des Landes NRW und der Stadt Duisburg durchgeführten Stadterneuerungsmaßnahmen in Duisburg-Marxloh haben in den vergangenen Jahren zu einer sichtbaren Verbesserung des Stadtbildes geführt. Insbesondere das belebte Zentrum mit August-Bebel-Platz, Weseler Straße und Pollmannkreuz kann nach der Umgestaltung als Aushängeschild dienen, aber auch zahlreiche Verkehrsberuhigungs- und Begrünungsmaßnahmen haben die Aufenthaltsqualität im Stadtraum positiv beeinflusst.

Sichtbar wurde jedoch auch, dass diese Entwicklung leider nicht alle zentralen Bereiche des Ortsteils erfasst hatte. Insbesondere der "obere Teil" der Kaiser-Wilhelm-Straße bot in weiten Teilen keinen erfreulichen Anblick und fiel statt dessen durch eine Vielzahl leerstehender Ladenlokale, durch unvermietete Wohnungen und vernachlässigte Fassaden auf. Ein Zustand, der aus lokalökonomischer Sicht dem Anliegen einer Stabilisierung und Verbesserung der Situation der Stadtteilwirtschaft entgegenstand.


Aus diesem Grund initiierte die EG DU zu Beginn des Jahres 2001 die "Ideenwerkstatt Kaiser-Wilhelm-Straße", einen Workshop, der zu der Gründung des gleichnamigen Vereins aus Gewerbetreibenden, Immobilienbesitzern und vor allem Bewohnerninnen und Bewohnern der Straße führte. Durch den Verein konnten bis zum heutigen Zeitpunkt zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen zur Revitalisierung der Straße umgesetzt und angeschoben werden, so z.B. der Bau der "Piazza".

Ein Kernstück zur Wiederbelebung der Straße war das Projekt "Internationales Handelszentrum" (IHZ), das zum Kompetenzzentrum für kleine und mittlere, ethnisch (türkisch) orientierte Unternehmen der Region aufgebaut werden sollte. Diese konsequente Weiterentwicklung der Grundideen der städtebaulichen, kulturellen und wirtschaftlichen Erneuerung der Kaiser-Wilhelm-Straße fand die Unterstützung des Landesbeirats für die Förderung des Projekts im Rahmen des NRW-Ziel-2-Programms mit Mitteln der Europäischen Union und Städtebauförderungsmitteln aus dem Programm "Soziale Stadt NRW", zumal die nach wie vor bürgerschaftlich organisierte Trägerschaft weitere Unterstützerkreise über den Stadtteil hinaus mobilisieren konnte und zum Gelingen der Projektumsetzung beigetragen hat.
 

Projektbeschreibung

c) Foto Günter Matczik EG DU - Blick in die Kaiser-Wilhelm-Straße
Pollmannkreuz, rechts: Kaiser-Wilhelm-Straße
 
Die Grundidee des Projekts IHZ war es, die Vielzahl der Unternehmen mit Migrantenhintergrund, die über Geschäfts- und Kundenbeziehungen zu ethnichen Zielgruppen im In- und Ausland verfügen, über die Entwicklung des Stadtteils Marxloh und der Kaiser-Wilhelm-Straße (KWS) zu bündeln und zu nutzen. Es wurden zwei Hauptziele verfolgt:

Etablierung des IHZ als wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen mit der Absicht, Kostendeckung zur Erfüllung der Gemeinschaftsaufgaben zu erzielen und

das IHZ als Leuchtturmprojekt innerhalb der KWS mit überregionaler Ausstrahlung auf das westliche Ruhrgebiet zu etablieren, bei gleichzeitiger Übernahme von gemeinschaftlich/öffentlichen Aufgaben zur Stärkung der lokalen Ökonomie und Verbesserung des Stadtteilimages.



Die Entwicklung und Etablierung des IHZ war eine konsequente Fortsetzung der mehrjährigen Arbeit des TIAD e.V. und dazu gehöriger Akteure im Stadtteil. Diese hatten das Ziel,

- Kooperation und Zusammenarbeit zwischen mittelständischen türkischen Unternehmen zu fördern,
- die Gründung von Einkaufsgemeinschaften zu fördern,
- Qualifizierungsmaßnahmen durchzuführen und
- Öffentlichkeit für die Belange türkischer Unternehmen zu schaffen.

Das IHZ soll die bisherigen Erfahrungen bündeln und systematisch weiter ausbauen mit dem Ziel, Unternehmen für den Standort Marxloh/KWS zu gewinnen und den Wirtschaftsstandort Duisburg-Marxloh für Unternehmen aus der Türkei attraktiv zu gestalten, um Unternehmensansiedlungen aus der Türkei nach Deutschland zu fördern. Zum Geschäftskonzept des IHZ gehören daher die Promotion des IHZ-Standortes, ein unternehmensbezogenes Dienstleistungsangebot sowie verschiedene entgeltlich in Anspruch zu nehmende Service-Pakete.

 

Projektträgerschaft und Förderung

Weiterqualifizierung und Förderung des Projektes erfolgen durch den allgemeinen Projektträger "TIAD e.V.". Der Projektträger hat einen Beirat, der die förderkonforme Umsetzung des Projektes IHZ mitgestaltet und den Projektträger in der Ausübung seiner Tätigkeit unterstützt. Seine Mitglieder sind: Ralf Meurer (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH) Heiner Maschke (EG DU) Astrid Schulte (Industrie- und Handelskammer zu Duisburg) Hans-Jürgen Nitschke (Ideenwerkstatt KWS e.V.) Yunus Ulusoy (Zentrum für Türkeistudien) Als weiteres kooperierendes Mitglied des Beirates konnte Herr Murat Yalcintas, Vorsitzender der Istanbuler Handelskammer, gewonnen werden. In eben solcher Funktion wirkt der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg im Beirat des IHZ mit.
 

Kosten

Die Gesamtkosten des Projektes betragen für eine dreijährige Anschubfinanzierung ca. 401.000 €, wovon 10 % als Eigenanteil des Trägers - in diesem Fall in voller Höhe durch den Gesellschafter TIAD e.V. - geleistet werden. 90 % werden finanziert aus dem Programm "Soziale Stadt NRW Marxloh, EU-Ziel-2-Programm 2000-2006, Integrierte Entwicklung städtischer Problemgebiete".

 

Ansprechpartner

IHZ
Projektleiter Aykut Yildirim
Kaiser-Friedrich-Str. 1
47169 Duisburg

Tel.: 0203 4814846
Fax: 0203 4827347

E-Mail: a.yildirim@ihz-duisburg.de
www.ihz-duisburg.de

oder

E-Mail: info@tiad-ev.de
www.tiad-ev.de


 

Ansprechpartnerin EG DU

Anke Gorres

Tel.: 0203 99429-31
Fax: 0203 99429-11

E-Mail: agorres@eg-du.de




 

c) Fotos Günter Matczik EG DU