Startseite


History


MIQUA - Mikrofinanzierung im Quartier

Der Mikrokredit Duisburg - ein Instrument der Duisburger Arbeitsmarkt- und Stadtteilentwicklungspolitik

 
Zwischen 2009 und 2012 hat die EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW) den Mikrokredit Duisburg vergeben. Mit Auslaufen der BIWAQ-Förderung für das Projekt "MIQUA - Mikrofinanzierung im Quartier" haben beide Gesellschaften ihr Engagement zur Finanzierung von Existenzgründungen noch einmal reflektiert:

23 Kredite mit einem Kreditvolumen von insgesamt 115.000 Euro wurden an Klein- und Kleinstbetriebe vergeben. Mehr als 56 % der vergebenen Kredite flossen in die Duisburger Stadtteile der Sozialen Stadt, dorthin, wo eine reguläre Bankenfinanzierung in der Regel nicht funktioniert.

Bei 16 der 23 Kreditvergaben wurde mindestens ein Arbeitsplatz neu geschaffen (10) oder gesichert (6). D. h., staatliche Transferleistungen konnten verringert werden. Von den vergebenen Krediten mussten aber auch drei teilausgebucht werden, weil eine komplette Rückzahlung nicht mehr zu erwarten war.

Nachdem nun die Branche der privaten Mikrofinanzierer während der Projektlaufzeit beständig gewachsen und die Rahmenbedingungen für eine Kreditabwicklung durch EG DU und GFW sehr viel unattraktiver geworden sind, haben sich die Gesellschaften jetzt für einen Rückzug von diesem - sicherlich sehr sinnvollen und notwendigen - Finanzierungsweg entschieden.

Gleichwohl steht den Kreditnachfragern aus Duisburg nach wie vor die Möglichkeit der Mikrofinanzierung offen. Unser Projektpartner aus der Förderphase - KIZ Finanzkontor Offenbach (www.kiz.de) - sowie zahlreiche andere Mikrofinanzierer in Land (12) und Bund (ca. 60) vergeben weiterhin über die GLS Bank in Bochum einen Mikrokredit zu zum Teil unterschiedlichen Bedingungen.
 
Bei Bedarf sind entsprechende Informationen über Mikrofinanzierung und weitere Mikrofinanzierer auf den Webseiten des Mikrokreditfonds Deutschland (www.mikrokreditfonds.de) zu erhalten.
 
Weiterhin von der EG DU betreut werden lediglich die Kreditkunden, die noch bis Ende 2014 monatliche Kreditrückzahlungen leisten. Bis dahin bleibt auch der von der Sparkasse Duisburg bereitgestellte lokale Sicherungsfonds in Höhe von 20.000 Euro erhalten, der zum Ausgleich von Kreditausfällen angelegt wurde. Wie nach Abwicklung der noch ausstehenden Kreditrückzahlungen mit diesem Fonds verfahren wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

 

Rückblick

MIQUA Auftaktveranstaltung 16.09.09. Uwe Haddenhorst, Vorstandsmitglied der Sparkasse Duisburg, überreicht Anke Gorres, Quartiersberaterin der EG DU einen Spendenscheck über 20.000 Euro für das Projekt MIQUA
MIQUA Auftaktveranstaltung 16.09.09. Uwe Haddenhorst, Vorstandsmitglied der Sparkasse Duisburg, überreicht Anke Gorres, Quartiersberaterin der EG DU einen Spendenscheck über 20.000 Euro für das Projekt MIQUA
 

Auftaktveranstaltung. Feuerwache Duisburg-Hochfeld 2009

MIQUA Auftaktveranstaltung EG DU 16.09.09 . c) Fotos Günter Matczik EG DU
Markus Weidner, Geschäftsführer der KIZ gGmbH, erläutert die Kreditphilosophie
 
MIQUA 16.09.09 Heiner Maschke, Geschäftsführer der EG DU
Heiner Maschke, Geschäftsführer der EG DU
 

Ausgangslage und Konzeption 2009


Lokale Kooperationspartner als Projektunterstützer


Während die EG DU vor Ort mit ihren Stadtteilbüros und ihrer Quartiersberaterin Anke Gorres die direkte Anlaufstelle für Antragsteller bildete , unterstützte die Sparkasse Duisburg das Vorhaben mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro für einen lokalen Sicherungsfonds.
Der Deutsche Mikrofinanzfonds verfünffachte dieses Sicherungskapital, so dass Kredite in Höhe von 100.000 Euro vergeben werden konnten.

Ein Vergabegremium aus EG DU, Stadt Duisburg, der GFW Wirtschaftsförderung Duisburg und dem IHZ Internationales Handelszentrum Duisburg beurteilte die Kreditanfragen. Die Kreditauszahlung erfolgte in Zusammenarbeit mit der GLS (Geben, Leihen, Schenken)-Bank und dem DMI (Deutsches Mikro- finanzinstitut).



 
Förderung durch das Bundesprogramm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier)

Nach dem Motto "Zusammen sind wir stark" sind  neben Duisburg vier weitere Kommunen in die Mikrokreditvergabe integriert worden. Denn je verzweigter das Netz der Mikrofinanzstruktur in Deutschland aufgebaut wird, desto besser kann die Idee verbreitet werden, können Mikrofinanzierer voneinander lernen und können mehr Menschen von Sozialleistungen unabhängig werden.
 
Auch die Bundesregierung (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) mit dem ESF-Bundesprogramm "Soziale Stadt - Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)" und die Europäische Union förderten das Projekt.


 
MIQUA Auftaktveranstaltung Präsentation BIWAQ
Vorstellung "BIWAQ"
 
Mikrofinanzierung als Säule des Solidarstadtgedankens

In Duisburg stieß das Projekt bereits im Vorfeld auf weite Unterstützung. Zahlreiche wirtschafts- und arbeitsmarktrelevante Einrichtungen der Stadt haben als Multiplikatoren für die neue Finanzhilfe geworben. Bildet doch der Ansatz "Microlending" eine der Säulen, die den städtischen Gedanken der "Solidarstadt Duisburg" stützen.
 


  • Weitere Informationen zu KIZ und dem Gesamtprojekt MIQUA (Mikrofinanzierung im Quartier) bei: Bernd Curtius, KIZ Mikrofinanz, E-Mail: berndcurtius@kiz.de 
 

Links

Gefördert durch:

Logos der Fördereinrichtungen